Westfälischer Kunstverein: Camilla Steinum

Symptom, sympathy

Die in Berlin lebende, norwegische Künstlerin Camilla Steinum (*1986 in Oslo) arbeitet vorzugsweise mit Materialien, Formen und Objekten unseres täglichen Gebrauchs, die sie zu Installationen und Assemblagen verdichtet, aus denen sich neue Kontexte und Wirkungen entfalten. Im Vordergrund steht dabei auch immer wieder eine emotionale Verbundenheit mit diesen Objekten sowie eine körperliche Erfahrung des Raumes. Für den Westfälischen Kunstverein entwickelt Steinum eine neue raumgreifende Installation, die den Einfluss von Objekten und räumlicher Erfahrung auf die Erinnerung und Mnemotechniken aufgreift und den Kunstverein über eine zaunähnliche Architektur in einen Parcours verwandelt. Dieser lässt sich in verschiedene Richtungen beschreiten, zwingt darin aber zu Entscheidungen. Das sich überlagernde Gestänge erzeugt dabei eine fast schon hypnotisierende Unübersichtlichkeit und zwingt das Publikum zur Bewegung im Raum.

Camilla Steinum schloss im Jahre 2012 ihren Master of Fine Arts an der Nationalen Kunstakademie in Oslo ab. Im Jahr 2015 besuchte sie die von Künstler:innen geführte Schule „The Mountain School of Arts“, Los Angeles, USA. Ihre Werke wurden in Norwegen und international gezeigt. Ihre Einzelausstellungen umfassen u.a. „Transaction“, Goya Curtain, Tokyo, Japan (2019); „Craving Caring, Clumsy Connection“, Galerie Soy Capitán, Berlin (2018) und „Dubious Desire for Cleanliness“, Rod Barton, London, GB (2015). Sie nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil unter anderem im Hordaland Kunstsenter, Bergen, Norwegen (2019); Grenland Kunsthall, Porsgrunn, Norwegen (2018); CCA Andratx kunsthalle, Mallorca, Spanien (2018) und 9th Norwegian Sculpture Biennial, Oslo, Norwegen (2017).

Westfälischer Kunstverein: Camilla Steinum
Symptom, sympathy
24.10.–17.01.21

Rothenburg 30
48143 Münster
Tel. 0251-46157
Di–So 11–19 Uhr
www.westfaelischer-kunstverein.de