Diözesanmuseum Paderborn

Markt 17 | 33098 Paderborn

Peter Paul Rubens. Verkündigung an Maria. um 1620. Gemäldegalerie Akademie der bildenden Künste Wien

Artus Quellinus der Ältere. Samson und Delila. 1639/40. © Staatl. Museen Berlin, Skulpturensammlung. SMB/Jörg P. Anders

Mehr als Rubensfiguren

Barocke Pracht in Paderborn

Von Katja Angenent – Es sind Bilder voller Licht und Farbe, die der flämische Künstler in einem Zeitalter der nüchternen Darstellungen schuf. Die Lebendigkeit und Dramatik seiner Werke erstaunt noch heute. Er überraschte die Zeitgenossen mit zahlreichen Bezügen zur Antike und seine üppigen Aktdarstellungen sind bis heute sprichwörtlich. Die Rede ist natürlich von Peter Paul Rubens, der bereits zu Lebzeiten den Status einer Legende innehatte. Die Sonderausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ zeigt umfassend, wie der Stil eines einzelnen Künstlers im 17. und 18. Jahrhundert die gesamte Kunstwelt revolutionierte – und sogar die Ausstattung des Paderborner Doms beeinflusste.

Peter Paul Rubens schuf zeitlebens nicht nur rund 1500 Bilder, sondern auch zahlreiche Skulpturen und Kupferstiche. Der Einfluss des Multitalents reichte weit über seine Werkstatt in Antwerpen hinaus: Sogar die damalige Neuausstattung des Paderborner Doms stammt aus dem direkten Umfeld von Rubens und dient darum als Aufhänger einer aufwändigen Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn. Die Schau zeigt, welche Innovationen in Malerei, Architektur und Kirchenausstattung der Barock anstieß und wie diese mit dem Wirken ihres berühmten flämischen Meisters in Verbindung stehen. Dazu hat das Museum eine Vielzahl hochkarätiger Leihgaben versammelt. Vor allem die Skizzen und Bozzetti vermitteln ganz unmittelbar Zugang zur schöpferischen Kraft der Barockkünstler. Vertiefend geben auch 3D-Rekonstruktionen, Animationen und Multimedia-Stationen Einblicke in die spannende Zeit des Um- und Aufbruchs. Eine eigene Ausstellungsabteilung widmet sich schlussendlich der Aktualität des Barock. Sie zeigt Werke der Gegenwartskunst, die auf ganz individuelle Weise Konzepte und Techniken der barocken Kunst aufgreifen. Ergänzend dazu bietet die Webseite des Museums für Erwachsene und Kinder in der Rubrik #closedbutopen Videos, Hintergrundberichte, exklusive Einblicke und Mitmachangebote rund um das barocke Zeitalter und die Ausstellung an.

bis 01.11.20

Diözesanmuseum Paderborn
Markt 17
33098 Paderborn
Tel. 05251-882980
Di–So 10–18 Uhr