LWL-Museum für Kunst und Kultur: Passion Leidenschaft

Die Kunst der großen Gefühle

Pauwels Franck, gen. Paolo Fiammingo, aus der Serie „Amori :Il frutto dell’amore“. 1585/89. Foto © KHM Museumsverband

Martha Rosler. POINT & SHOOT, a mourning thought (though I am more enraged than in mourning). 2016. © Martha Rosler und Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln/München

Maximilian Klewer. Der Fanatiker (Selbstbildnis) 1919/37. Städel Museum Frankfurt am Main. Foto: © Städel Museum Evelyn Lehmann ARTOTHEK

Lovis Corinth. Bacchanale. 1896. Foto: © Landesmuseum Hannover, ARTOTHEK

Edvard Munch. Das weinende Mädchen. 1909. LWL-Museum fürKunstund Kultur. © LWL/Neander

Von Birgit Schlepütz / Starke Gefühle wie Liebe oder Hass, Neid oder Wut, Begehren oder Eifersucht existieren, seitdem es Menschen gibt. Ein künstlerisches Thema sind sie im westlichen Kulturkreis seit der Antike. Von dort aus schlägt die Ausstellung im LWL-Museum für Kunst und Kultur einen großen Bogen durch die abendländische Kunstgeschichte bis ins Jetzt. In jedem der sechs Themenräume fokussiert sie auf ein bestimmtes Gefühl, immer getragen von der Leitidee: Große Gefühle verändern die Welt, beeinflussen unser Denken und unseren Glauben, führen sowohl zu Krieg als auch zu Widerstand und sind in Politik und Gesellschaft aktueller denn je.

Es sind erschütternde Szenen, beglückende Darstellungen oder auch dramatische Figuren, die den roten Faden durch die Schau bilden. Über 200 Gemälde, Skulpturen, Fotos und Videoinstallationen teils großer Namen erzählen darin von großen Gefühlen – darunter Werke von Matthias Grünewald, Peter Paul Rubens, Anthonys van Dyck, Camille Claudel, Auguste Rodin, Egon Schiele, Edvard Munch, Käthe Kollwitz, Hermann Nitsch, Bill Viola oder Maria Lassnig. Auch die digitalen Angebote zur Ausstellung auf der Homepage des Museums sind wieder umfangreich: So erzählt dort die Kuratorin Petra Marx persönlich über die Ausstellung. Das bereits bewährte Format des Digitorials stellt mit anschau-lichem Zusatzmaterial zahlreiche Fragen an die großen Gefühle in der Kunst: Woher etwa stammt der Begriff Passion? Was erzählen die Werke über das Wechselspiel von Körper und Seele, Gefühl und Verstand? Wie ändert sich im 18. Jahrhundert das Verständnis von den Aufgaben der Kunst? Welche Möglichkeiten eröffnet die Fotografie und last but not least: Wie zeigt sich Leidenschaft in der Moderne?

Digitorial zur Ausstellung:

09.10.20–14.02.21
Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. 0251-4144710
Di–So 10–18 Uhr
www.lwl-museum-kunst-kultur.de