LWL-Museum für Kunst und Kultur: Multiples von Beuys

Aus dem Off schwebt ein gleichmütig vorgetragener Monolog aus „Ja, Ja, Jas“ und „Nee, Nee, Nees“ durch den Lichthof des LWL-Museums für Kunst- und Kultur. Das zum Sound gehörende Multiple besteht aus einer Tonbandspule, eingebettet in einen Stapel brauner Filzplatten. 1968 während einer FLUXUS-Veranstaltung aufgenommen, wirkt diese „Imitation eines Oma-Gesprächs“ wie ein beruhigendes Mantra, das die äußere und innere Welt für einen Moment stillstehen lässt.

LWL-Museum für Kunst und Kultur: Bauhaus und Amerika

Bauhaus in Amerika – das sind Künstler wie Josef Albers und László Moholy-Nagy, die in die USA emigrierten und dort fortsetzten, womit sie in Weimar, Dessau und Berlin begonnen hatten: die Gattungsgrenzen zwischen bildender, darstellender und angewandter Kunst zu sprengen. Es sind aber auch amerikanische Künstler wie Bruce Nauman oder Merce Cunningham, deren Lust am Experiment auf die europäische Kunst zurückwirkte.

Kunstmuseum Pablo Picasso: Honoré Daumier

Honoré Daumier gilt als „Michelangelo der Karikatur“. Über Jahrzehnte hinweg hat der Franzose hunderte Gemälde, Handzeichnungen und fast 4000 Lithografien geschaffen, die humorvoll das aufkommende Massenzeitalter im 19. Jahrhundert in Frankreich dokumentieren. Unter seinen Bewunderern und Sammlern waren auch Künstler wie van Gogh, Degas und Picasso.

Kunsthalle Münster: Mary Beth Edelson

Wenn eine Künstlerin die weibliche Identität erforscht, indem sie die Ikonografie des Weiblichen dekonstruiert – dann Mary Beth Edelson. 1933 in East Chicago geboren, gilt sie als eine der wichtigsten feministischen Künstlerinnen der 1970er-Jahre. Subtil und humorvoll, ironisch und provozierend stellt sie Frauen als im Beauvoir’schen Sinne eigenständige Subjekte vor, die sich nicht über ihre Beziehung zum Mann definieren.

Museum für Lackkunst: Laqueur friends

Seit seiner Eröffnung 1993 steht das Museum für Lackkunst unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Kopplin, die nun in den Ruhestand verabschiedet wird. Der international anerkannten Expertin für Lackkunst ist es zu verdanken, dass sich das Museum zu einer wichtigen und weltweit bekannten Kunst- und Forschungsinstitution entwickelt hat.

Kunsthaus Kannen: Archiv der Anonymen Zeichner

Wie verändert sich das eigene Urteil über ein Bild, wenn man nichts über den Künstler und dessen Herkunft weiß? Wie entwickelt sich sein Wert? Und wo sind die Grenzen zwischen Kunst und Nicht-Kunst zu ziehen? Im Kunsthaus Kannen werden in diesem Frühjahr 500 Zeichnungen aus dem „Archiv der Anonymen Zeichner“ präsentiert

Galerie Clasing + Etage: Mona Schäfer

Das Problem kennt jeder: Kartoffeln treiben bei Licht aus und sind dann nicht mehr genießbar. Gerade dieses „triebhafte“ der Kartoffel hat Mona Schäfer zu ihrer Fotoserie „papas“ inspiriert, die sie aktuell in der Galerie Clasing ausstellt. Seit einigen Jahren kultiviert die Paderborner Künstlerin das Keimen.

Hachmeister Galerie: Abstrakte Malerei

Mit Olav Christopher Jenssen, Hans Breder, Ulrich Erben und Friedhelm Falke präsentiert die Hachmeister Galerie vier unterschiedliche Positionen der abstrakten Malerei in einer gemeinsamen Ausstellung. Der Norweger Olav Christopher Jenssen ist in der Schau mit zwei expressiven Großformaten vertreten, während der vor wenigen Jahren verstorbene Amerikaner Hans Breder die Wände mit kleinformatigen Tafeln beherrscht.

Kunstakademie Münster: Rundgang 2019

Wenn es Anfang Februar voll wird in der Kunstakademie, hat das Tradition: Tausende Besucher strömen jedes Jahr in die Gebäude am Leonardo Campus, um sich die große Jahresausstellung anzuschauen. Die künstlerischen Klassen zeigen in ihren Ateliers Einzelpositionen oder konzeptionelle Gemeinschaftsarbeiten.

Stadtmuseum Beckum: Susanna Taras

Als „Malerei mit Wolle“ bezeichnet Susanna Taras ihre aus profanen Materialien wie Wollfäden und Plastik gearbeiteten Blumenreliefs. Päonie, Nelke, Krokus, Tulpe, Hyazinthe und Veilchen – kaum eine Blume, die sie in der ihr eigenen Kunstsprache nicht schon zum artifiziellen Objekt gemacht hat. Blumen sind für die Künstlerin Ausdruck von Schönheit und Synonym für das Leben.