Stadtmuseum Beckum: Susanna Taras

Als „Malerei mit Wolle“ bezeichnet Susanna Taras ihre aus profanen Materialien wie Wollfäden und Plastik gearbeiteten Blumenreliefs. Päonie, Nelke, Krokus, Tulpe, Hyazinthe und Veilchen – kaum eine Blume, die sie in der ihr eigenen Kunstsprache nicht schon zum artifiziellen Objekt gemacht hat. Blumen sind für die Künstlerin Ausdruck von Schönheit und Synonym für das Leben.

Quadrat Bottrop: Fuchs, Matherly, Pils

Inmitten von Schwarz und Weiß, Konturen und Formen zeichnet sich ein knorriges Wesen ab. Große Ohren hat es, wilde Haare und ein maskenhaftes Gesicht. Auf den zweiten Blick sind da immer mehr Augen, Beine, Bäuche – die vermeintliche Gestalt setzt sich aus vielen kleinen Figuren zusammen. Einige schlafen, andere sind munter – alles scheint in Bewegung und bleibt doch alptraumartig surreal.

Dortmunder U: MO-Kunstpreisträgerin Lili Fischer

Lili Fischer möchte mit ihren Objekten, Performances und Skulpturen Kunst und Natur vereinen. Hierzu überträgt die 2013 emeritierte Professorin für Performance der Kunstakademie Münster das Konzept der Feldforschung in ihre Kunst: Beobachtend, notierend, zeichnend, sammelnd und kategorisierend nähert sie sich der Natur, protokolliert ihre Eindrücke und integriert sie in ihr künstlerisches Handeln. Diesem Prinzip folgend nimmt die Werkgruppe der „Schnaken“ eine zentrale Rolle in ihrem Schaffen ein.

Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Winterlicht 2018

Die Winterzeit, eine dunkle Jahreszeit. Grund genug, sich in einer Ausstellung dem Thema Licht zu widmen. Doch was ist eigentlich Licht und wie verhält es sich im Raum? Was bedeutet die Abwesenheit von Licht für den Raum? Diesen Fragen können die Besucher der Winterlicht-Ausstellung im Kloster Gravenhorst nachgehen. Vier Rauminstallationen des Künstlers Kurt Laurenz Theinert beleuchten das Verhältnis von Licht und Raum. Wie der Titel „Orte ohne Absicht“ andeutet, sind die Werke ohne konkrete Botschaft.

Burg Vischering: Meistergrafik von Rubens

Mit seinen üppigen weiblichen Akten prägt Peter Paul Rubens (1577–1640) bis heute unsere Vorstellungen von der Barockkunst. In seinen Grafiken, die meist nach Vorlage seiner Gemälde entstanden, brachte der flämische Maler sie besonders gelungen zur Geltung. Eine Ausstellung in der Burg Vischering stellt in diesem Frühjahr Rubens, meisterhaftes grafisches Schaffen vor und zeigt eindrucksvoll die begabte Hand des Künstlers. Dabei wird besonders auch die Rolle der Grafik als Element der „Vermarktung“ des Künstlers beleuchtet.

Kunstmuseum im Marstall: Radierkunst

Mit Rolf Escher, Jochen Geilen und Friedemann Hahn präsentiert das Kunstmuseum Paderborn drei zeitgenössische Künstler, die sich einer jahrhundertealten Technik bedienen: der Radierung und des Kupferstichs. Rolf Escher spürt in seinen Blättern dem menschlichen Handeln an kulturell bedeutenden Stätten wie alten Bibliotheken, Theatern oder historischen Plätzen nach.

Kunsthalle Recklinghausen: Das Geheimnis der Dinge

Die Darstellung von Dingen hat in der Geschichte der Malerei eine lange Tradition: subtile Bedeutungen, geheime Botschaften oder einfach die unspektakuläre Wirklichkeit – jede Epoche fand ihre eigenen Antworten auf die Frage nach dem, was wir in den Dingen sehen. In Recklinghausen widmet sich die Ausstellung „Das Geheimnis der Dinge“ der gegenstandsorientierten Malerei aus heutiger Sicht. Fünfzig malerische Positionen der Gegenwart werden hierzu vorgestellt.

Kloster Bentlage: Wolfgang Gärtner

Der Architekt Wolfgang Gärtner hat sich seit vielen Jahren der Zeichnung und Grafik verschrieben. Sein besonderes Interesse gilt dem Karneval in Venedig: Mehrfach hat er Venedig zur Zeit des Karnevals besucht und dort viele Skizzen als Anschauungsmaterial gefertigt. Auf den ersten Blick vermitteln seine Bilder durch ihre intensive Farbigkeit den Eindruck eines rauschenden Festes. Erst beim genauen Hinsehen ergeben sich verschiedene Ebenen, in denen sich das bunte Treiben offenbart.

Zentrum für Internationale Lichtkunst: Bernardí Roig

Meist sorgen leuchtende Installationen in den Kellergewölben im Zentrum für Internationale Lichtkunst für eine stimmungsvolle Atmosphäre. In der aktuellen Ausstellung „Excess“ aber empfängt die Besucher eine düstere Welt – trotz vieler Leuchtstoffröhren. Der spanische Künstler Bernardí Roig, der schon auf der Biennale in Venedig ausgestellt hat, zeigt bis April großformatige Licht- und Multimediainstallationen, die eindringlich und kritisch erkunden, wie die Essenz des menschlichen Daseins dargestellt und vor allem Abgründe wie Angst und Einsamkeit authentisch abgebildet werden können.

Westpreußisches Landesmuseum: Julie Wolfthorn

Julie Wolfthorn (1864–1944) war eine begabte Malerin, Grafikerin und engagierte Frauenrechtlerin, deren außergewöhnliche Karriere durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten abrupt endete. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft erhielt sie Publikationsverbot und durfte ihre Werke nur noch im Rahmen des Jüdischen Kulturbundes ausstellen. Das Terrorregime nahm ihr die Existenzgrundlage und schließlich das Leben. 1944 starb Wolfthorn im Konzentrationslager Theresienstadt. Zu ihrem 75. Todestag wird die in Westpreußen geborene und weitgereiste Mitbegründerin der Berliner Secession mit einer Ausstellung gewürdigt.