Beiträge

LWL-Museum für Kunst und Kultur: William Turner

Er gilt als der bedeutendste britische Landschaftsmaler der Romantik: Joseph Mallord William Turner (1775–1851). Als er 1802 zum ersten Mal die Schweiz bereist, führt diese Begegnung mit der ihm bis dahin unbekannten und urgewaltigen Bergwelt zu einem künstlerischen Höhepunkt seines Schaffens. Er sieht das Erhabene der Natur, nimmt zugleich ihre Furcht einflößende Urgewalt wahr und übersetzt sowohl das Schöne als auch das Schreckliche in seine Bilder.

Galerie Frye und Sohn: H. H. Graf von Merveldt

Als Kosmopolit wird er beschrieben – und dies ist aufgrund der vielen Orte, die Hanns Hubertus Graf von Merveldt (1901–1969) bereiste, sehr treffend. Die breite Palette an Landschaften spiegelt sich auch in seinem Œuvre wider. Doch nicht nur die Stadtansichten, Straßenszenen und Porträts, sondern auch der Umgang mit Pinsel und Farbe sind Ausdruck der Vielfältigkeit Merveldts.

Hachmeister Galerie: Neue Werke von Christoph Worringer

2010 – Neun Jahre sind seit Christoph Worringers großer Einzelausstellung im Westfälischen Landesmuseum vergangen. Damals weitgehend unbekannt, präsentierte der an der Kunstakademie Münster ausgebildete Maler großformatige Gemälde mit männlichen Figuren, die augenscheinlich ihn selbst abbildeten.

Stadtmuseum Beckum: Susanna Taras

Als „Malerei mit Wolle“ bezeichnet Susanna Taras ihre aus profanen Materialien wie Wollfäden und Plastik gearbeiteten Blumenreliefs. Päonie, Nelke, Krokus, Tulpe, Hyazinthe und Veilchen – kaum eine Blume, die sie in der ihr eigenen Kunstsprache nicht schon zum artifiziellen Objekt gemacht hat. Blumen sind für die Künstlerin Ausdruck von Schönheit und Synonym für das Leben.

Dortmunder U: Rainer Fetting

Der New Yorker Tänzer Desmond Cadogan ist seit vielen Jahren das wichtigste Modell des Deutschen Künstlers Rainer Fetting (*1949). Überlebensgroße Bilder, die mitunter mehrere Leinwände einnehmen, hat er von ihm geschaffen und mit der Büste „Man in Bathtub (Desmond)“ 1986 auch angefangen, plastisch zu arbeiten. Zum 70. Geburtstag zeigt das Dortmunder U eine Retrospektive mit über 130 Werken Fettings aus fünf Jahrzehnten – darunter viele Desmond-Porträts.

Kunsthalle Recklinghausen: Das Geheimnis der Dinge

Die Darstellung von Dingen hat in der Geschichte der Malerei eine lange Tradition: subtile Bedeutungen, geheime Botschaften oder einfach die unspektakuläre Wirklichkeit – jede Epoche fand ihre eigenen Antworten auf die Frage nach dem, was wir in den Dingen sehen. In Recklinghausen widmet sich die Ausstellung „Das Geheimnis der Dinge“ der gegenstandsorientierten Malerei aus heutiger Sicht. Fünfzig malerische Positionen der Gegenwart werden hierzu vorgestellt.

Otto Modersohn Museum: Barbizon und Modersohn

Im frühen 19. Jahrhundert versammelten sich einige französische Maler im Dorf Barbizon, nahe dem Wald von Fontainebleau und unweit, aber abseits der pulsierenden Großstadt Paris, um in der unberührten Natur Landschaften einzufangen. Die Schule von Barbizon hat auch im Werk Otto Modersohns, Mitbegründers der Künstlerkolonie Worpswede, deutliche Spuren hinterlassen. In einer Sonderausstellung zeigt das Tecklenburger Modernsohn-Museum nun Meisterwerke von Corot bis Rousseau aus einer Privatsammlung, die ihre Betrachter den Einfluss nachspüren und in der Weite des Horizonts schwelgen lassen.