TextilWerk Bocholt: Mythos Neue Frau

Zigarettenspitze, Bubikopf und Paillettenkleid – das waren die Markenzeichen der modernen Frau in den 1920er Jahren. Doch war diese revolutionäre Art sich zu kleiden ein Akt der weiblichen Emanzipation oder entstand sie aus praktischer Notwendigkeit? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung „Mythos Neue Frau – Mode zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ im Bocholter TextilWerk.

Museum Haus Opherdicke: Künstler im Exil im hohen Norden

Die Ausstellung „Nach Norden – Deutsche Künstlerinnen und Künstler im skandinavischen Exil“ im Haus Opherdicke präsentiert Werke aus der umfangreichen Sammlung Memoria Thomas B. Schumann sowie von zwei Privatsammlungen aus Schweden und der Schweiz. Den Bogen zur Gegenwart schlagen die Werke rund um Emigration und Exil der zeitgenössischen schwedischen Künstlerin Ann Böttcher.

Glashütte Gernheim: Timo Sarpaneva

Reduzierte Formen und nuancenreiche Farbspiele sind charakteristisch für Timo Sarpaneva (1926–2006). In Kooperation mit dem Finnischen Glasmuseum Riihimäki zeigt das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim eine Ausstellung mit Objekten des bedeutenden finnischen Designers. Obwohl Sarpaneva auch mit anderen Materialien arbeitete, war Glas stets sein favorisierter Werkstoff.

Städtische Galerie in der Reithalle: Dorothy Fratt und Stefan Rohrer

Für die amerikanische Künstlerin Dorothy Fratt (1923–2017) bedeutete Farbe alles. Fernab der großen Kunstmetropolen entwickelte sie seit den 1950er-Jahren eine ganz persönliche Bildsprache, die in flächiger Malweise Farbräume neben- und ineinander setzte.

Stadtmuseum Paderborn: Fotografien von Kalle Noltenhans

Die Dämmerung taucht Paderborn in ein besonderes Licht. Die Stimmung, die dadurch entsteht, hat der Paderborner Fotograf Kalle Noltenhans am Beispiel markanter Gebäude und Straßenzüge eingefangen. Das Licht in seinen Fotografien besitzt ein großes Spektrum an Spielarten, wodurch die Stadt im Halbdunkel unbekannte Geschichten zu erzählen scheint. Seit 1974 fotografiert Noltenhans seine Heimatstadt.

Kloster Bentlage: Werner Henkel

Für Werner Henkel ist die Natur Material, Raum und Thema seiner Kunst zugleich. In seinen Werken lotet er ihre Schönheit und Vergänglichkeit aus und untersucht die Verletzlichkeit der Mensch-Natur-Beziehung. Seiner Arbeit liegt dabei ein kommunikativer Naturbegriff zugrunde: Wuchsformen der Pflanzen, Tierspuren oder mineralische Strukturen deutet er als spezifische Zeichen und Gesten.

Otto Modersohn Museum: Modersohn und Kirkeby

„Sein Leben ist die Natur,“ sagte Paula Becker einst über ihren Weggefährten und Ehemann Otto Modersohn. Schon in seiner Kindheit studierte der 1865 in Soest geborene Künstler alle Facetten der Natur, beobachtete und sammelte Tiere, insbesondere Vogelbalge und Insekten, presste Blumen und Pflanzen in Alben und lernte die dazugehörigen lateinischen Fachbegriffe.

Zentrum für Internationale Lichtkunst: Neon Delight

Im Alltag oft als grell verhasst, ist Neonlicht das in der Lichtkunst am meisten verwendete Material. In der Kunst hat es indes eine gänzlich andere Wirkung, als in seiner ursprünglichen Nutzung als plakative Werbetechnik. Die Ausstellung „Neon Delight“ im Zentrum für Internationale Lichtkunst wirft einen repräsentativen Überblick auf den vielseitigen Einsatz des Neonlichts in der Lichtkunst von den 1960ern bis in die Gegenwart.

Böckstiegel-Museum: Käthe Kollwitz

In Kooperation mit dem Berliner Käthe-Kollwitz-Museum zeigt das Böckstiegel-Museum die Ausstellung „Mit Stärke seine Arbeit tun – Die Künstlerin Käthe Kollwitz“. Die Ausstellung mit rund 70 Werken Kollwitz’ (1867–1945) spannt einen Bogen von ihren künstlerischen Anfängen in Berlin und München über die Jahre ihrer Auseinandersetzung mit der Avantgarde ihrer Zeit bis hin zu den 1920er und frühen 1930er Jahren.