LWL-Museum für Kunst und Kultur: Norbert Tadeusz

Norbert Tadeusz (1940–2011) war einer der wichtigsten figurativen Maler seiner Generation. Seine enge Beziehung zu Düsseldorf und dem dortigen Kunstmuseum ist vielen bekannt. Weniger im Blick ist seine Verbindung zu Münster, auf die das LWL-Museum für Kunst und Kultur mit seiner aktuellen Werkschau aufmerksam macht. Zwischen 1973 und 1988 war Norbert Tadeusz zunächst als Dozent und später als Professor an der heutigen Kunstakademie Münster tätig.

LWL-Museum für Kunst und Kultur: Karel Dierickx

Karel Dierickx (1940–2014) zählt zu den bekanntesten Vertretern belgischer Gegenwartskunst, lehrte an der Akademie der Künste in Gent und vertrat Belgien 1984 auf der Biennale in Venedig. Wer seine Kunst betrachtet, sieht Landschaften, Porträts, Stillleben und Plastiken, die weder figurativ noch im eigentlichen Sinne abstrakt sind. Eher laden sie ein, sich ihnen anzunähern und dabei auch das innere Auge scharf zu stellen für seine Botschaften an die Intuition und das Gefühl.

Galerie der Gegenwart: Paula Fröhlich

Mit „Loop“ zeigt die Ausstellungsreihe RADAR in der Galerie der Gegenwart eine Arbeit von Paula Fröhlich (*1994), die von außen zu besichtigen ist. Die Studentin an der Kunstakademie Münster beschäftigt sich mit den Bedingungen, Räumlichkeit zu konstruieren. Mit Spiegeln, lilafarbigen Flächen und Linien erzeugt die sie eine Wiederholung der Architektur des Ausstellungsraumes. Ausgehend vom Standpunkt des Betrachters und den tageszeitabhängigen Lichtverhältnissen entsteht ein spannungsgeladenes Wechselverhältnis zwischen realem und konstruiertem Raum.

Kunstmuseum Pablo Picasso: Beauty is a line

Im Picasso-Museum Münster und im Rijksmuseum Twenthe in Enschede verbindet die Linie derzeit als thematische Klammer zwei Ausstellungen an zwei Standorten. Die Kuratoren entwarfen dazu eine Schau mit jeweils eigenem Fokus, die als Einheit gesehen und gelesen werden will. Inhaltlich geht es hier wie dort um die Schönheit und Funktion der Linie als Gestaltungsmittel in der Kunst.

Kunsthalle Münster: Gruppenausstellung Sensing Scale

Wir werden beherrscht durch technokratische Megastrukturen und Datenströme, die sich in unsere Welt einschreiben, durch die Wirtschaft und Finanzökonomie, die über allem regiert. Wie beeinflussen diese Netzwerke unser Denken, unser Handeln, unsere visuelle Kultur und unsere Wahrnehmung? Diesen Fragen widmet sich in der Kunsthalle Münster die Gruppenausstellung „Sensing Scale“.

Kunsthalle Münster: Moon machine, landing

2019 jährte sich der Todestag des Ausnahmemusikers Louis Thomas Hardin alias Moondog (1916–1999) zum zwanzigsten Mal. Der als „Wikinger der 6th Avenue“ bekannte blinde Komponist, Dichter und Musiktheoretiker war eine wichtige Figur der Gegenkultur der 1960er und 70er Jahre.

Museum für Lackkunst: Breaking out of Tradition

Gesellschaftliche Umbrüche im Japan des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts stürzten die Lackkunst in eine Existenzkrise und fungierten zugleich als Motor ihrer institutionellen, technischen und stilistischen Erneuerung. An die Stelle von traditionellen Lackmeisterfamilien, Werkstätten und fürstlichen Mäzenen traten Kunstakademien, Museen und Vereine, die sich fortan mit öffentlicher Unterstützung um die Förderung der Lackkunst bemühten.

Galerie Clasing + Etage: Materialbilder von Susanne Hegmann

Rote Schnurensembles, Steine, Papiere, Folien, botanische Sammlungen, Holzfurniere, Fotografien und vieles mehr bilden die Quellen für das zeichnerisch-malerische Werk von Susanne Hegmann. Aus ihnen gestaltet sie Collagen, bei denen das Material in seiner ästhetischen Funktion unaufhörlich zwischen Bildträger und Bildmittel changiert.

Hachmeister Galerie: Große Formate

Große Formate stellen für ein Museum meist kein Problem dar. Für eine Galerie sind sie jedoch eine Herausforderung, der sich aktuell die Hachmeister Galerie stellt: Sie zeigt bis Mitte Juni abstrakte und konzeptuelle Malerei in wandfüllenden Formaten von Karl Bungert, Karel Dierickx, Friedhelm Falke, Milo Köpp, Andreas Karl Schulze, Peter Telljohann und Christoph Worringer.

Haus der Niederlande: Steve C.E. Knoll

Steve C.E. Knoll studiert an der Kunstkademie Münster. Der 1993 in Bielefeld geborene Künstler besitzt afrikanische Wurzeln. Sie haben ihn zu einem künstlerischen Gedankenexperiment angeregt, das unter dem Titel „The M-Word“ im Haus der Niederlande präsentiert wird und in dessen Zentrum Fragen der afro-europäischen Interkulturalität stehen.