LWL-Museum für Kunst und Kultur: William Turner

Er war gefesselt von der rauen See, dem Sehnsuchtsziel Venedig und der Bergwelt der Alpen: Joseph Mallord William Turner (1775–1851), der wohl bedeutendste Landschaftsmaler der Romantik. Noch bis Ende Januar zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur Malereien und Aquarelle seiner Reisen in die Schweiz und nach Italien. Die gezeigten Werke thematisieren gleichermaßen das Schreckliche wie das Schöne, das er auf diesen Reisen wahrnahm – vor allem die Erhabenheit und Urgewalt der Natur, die er in atmosphärischer Dichte in seinen Werken einfing.

Westfälischer Kunstverein: The Black Wave

Im Januar 2019 verstarb mit Dušan Makavejev einer der Hauptvertreter des Neuen Jugoslawischen Films. Mit seinen Filmen war er ein eigenwilliger Vertreter des kritischen Autorenkinos im ehemaligen Jugoslawien. Interna-tionales Aufsehen erregte er mit dem Skandalfilm „WR – Mysterien des Organismus“, der in Jugoslawien verboten wurde und dazu führte, dass Makavejev Anfang der 1970er-Jahre das Land verlassen musste.

Kunstmuseum Pablo Picasso: Beauty is a line

Die Linie ist ab Februar das verbindende Thema der Doppelausstellung „Beauty is a line“, für die das Kunstmuseum Pablo Picasso und das Rijksmuseum Twenthe im niederländischen Enschede kooperieren. Mit je eigenen Schwerpunkten spüren sie dort der Schönheit, der Funktion und der gestalterischen Bedeutung der Linie in der Kunst nach. Das Picasso-Museum zeigt Werke aus den europäischen Salons um das Jahr 1900, De Stijl- und Bauhaus-Künstler, US-amerikanische Minimal Artists, surrealistische Linienkünstler sowie Action Painter.

Stadtmuseum Münster: Hans Kraft

Kontrastreiche Farbenspiele, kräftige Formen und skurrile Figuren dominieren seine Werke. Doch Hans Kraft (1895–1978) war mehr als ein Werbegrafiker. Mit der Ausstellung „Form – Fläche – Farbe“ widmet sich das Stadtmuseum ausgewählten Werken des in Paderborn geborenen Malers und Grafikers, der sich 1930 der Freien Künstlergemeinschaft Schanze in Münster anschloss.

Stadtmuseum Münster: 100 Jahre Schanze

Zum 100-jährigen Jubiläum der Freien Künstlergemeinschaft Schanze blickt das Stadtmuseum auf die Gründergeneration zurück und lässt die künstlerischen Beiträge aus den Jahren zwischen 1919/1920 und 1930 ebenso Revue passieren wie das ausgefallene Vereinsleben der Schanze.

artlet-studio: Marc Giai-Miniet und Martina Lückener

Der Kölner Fotograf Christian Ahrens (*1964) befasst sich mit dem in Köln so häufigen Blick von der Brücke auf den Rhein – jedoch nicht auf die Skyline der Stadt, sondern senkrecht nach unten aufs Wasser. Hier findet er seine Motive, deren Ästhetik sich erst auf den zweiten Blick offenbart: die Rheinschiffe, die täglich hundertfach die Stadt passieren.

Galerie Clasing + Etage: Marion Niessing und Susanne Hegmann

Marion Niessings bevorzugte Technik ist die Gouache, deren Farbgrundlage aus kreidigen Pigmenten besteht, die sowohl dünn als auch pastos aufgetragen werden können. Für die Künstlerin aus Münster bedeutet das Arbeiten in Gouache Malerei auf Papier in ihrer reinsten Form. Sie lässt Farbpfützen auf den Bildträger fließen, sodass Fließspuren des Trocknungsvorgangs bewusst sichtbar bleiben und die Flächen nach dem Trocknen eine samtene, matte Oberfläche aufweisen.

dst.galerie: Tuschezeichnungen von Dorthe Goeden

Mit ihrer dritten Einzelausstellung ist Dorthe Goeden in der dst.galerie zu Gast. Waren es 2017 und 2018 vor allem Papierschnitte, präsentiert sie nun Zeichnungen, in denen die Linie das zentrale gestalterische Element bildet. In ihrer Arbeit „pattern“ zitiert, manipuliert, vervielfältigt und spiegelt die Künstlerin in zwölf Tuschezeichnungen zwei ‚Erinnerungsorte’.

Hachmeister Galerie: Fotoarbeiten von Hans Breder

Nackte Frauenkörper, große Spiegel, die von den Modellen gehalten werden, fließendes Wasser – aus diesen Grundelementen schuf der deutschgebürtige Amerikaner Hans Breder (1935–2017) Skulpturen, die von äußerst kurzer Dauer waren und deshalb auf Fotos festgehalten wurden. Durch die Verschränkung von Raum und Körper, durch das Isolieren und Teilen einzelner Körperteile und deren Multiplikation im spiegelnden Abbild ent-standen surreal anmutende Ansichten des menschlichen Körpers, die im Kontext der klassischen Bildhauerei stehen.

no cube: Naturbetrachtung aus zwei Blickwinkeln

In den Malereien und Collagen von Stephanie Hamacher-Backhaus und den Fotografien und Videos ihrer Schwester Nikola Hamacher dreht sich alles um das Thema Vegetation. So unterschiedlich die Medien sind, in denen die beiden arbeiten, finden sich Überschneidungen in ihrer künstlerischen Herangehensweise – wie ihre intensive Auseinandersetzung mit Natur in ihren Farben, Formen und Strukturen, ihr besonderer Sinn für die florale Formenvielfalt, der sie selbst im urban versiegelten Umfeld fündig werden lässt.