LWL-Museum für Kunst und Kultur: William Turner

Er gilt als der bedeutendste britische Landschaftsmaler der Romantik: Joseph Mallord William Turner (1775–1851). Als er 1802 zum ersten Mal die Schweiz bereist, führt diese Begegnung mit der ihm bis dahin unbekannten und urgewaltigen Bergwelt zu einem künstlerischen Höhepunkt seines Schaffens. Er sieht das Erhabene der Natur, nimmt zugleich ihre Furcht einflößende Urgewalt wahr und übersetzt sowohl das Schöne als auch das Schreckliche in seine Bilder.

LWL-Museum für Kunst und Kultur: FilmGalerie im Herbst

Es sind Natur-Sujets und Landschaftsdarstellungen, die in der großen Winterausstellung des LWL-Museums für Kunst und Kultur zum britischen Maler J.M.W. Turner eine zentrale Rolle spielen. Ein guter Anlass für die FilmGalerie des Museums, sich im Herbst endlich einmal mit der Inszenierung von Natur und Landschaft in den bewegten Bildern zu befassen. Denn nicht nur in der bildenden Kunst oder der Literatur, sondern auch und besonders im Film ist Landschaft stets mehr als einfach nur ein Setting.

Kunstmuseum Pablo Picasso: Im Rausch der Farbe

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schuf eine neue Bewegung innerhalb der französischen Avantgarde Unerhörtes: Die Fauves, die „Wilden“, unter der Führung von Henri Matisse und André Derain spielten mit der Malerei der Impressionisten und kreierten daraus etwas völlig Neues. „Im Rausch der Farbe – Von Gauguin bis Matisse. Meisterwerke aus dem Musée d’Art moderne de Troyes“ heißt die Schau, die sich im Picassomuseum bis in den Januar hinein ganz dem Fauvismus widmet. Gezeigt werden Werke aus der Sammlung des französischen Textilmagnaten Pierre Lévy, die noch nie zuvor in Deutschland zu sehen waren.

Kunsthalle Münster: Katia Kamelis algerischer Roman

Katia Kamelis französische Mutter erzählte ihr eine völlig andere Geschichte Algeriens, als ihr algerischer Vater. „Geschichte ist Fiktion“ sagt sie unter anderem deshalb und hinterfragt in ihrer aktuellen Ausstellung die historische Authentizität von Erzählungen. Allem voran mit der dreiteiligen Film-Serie „Der algerische Roman“. Sie steht im Zentrum einer Schau, in der Katia Kameli die Macht und die Rolle von Storytellern, Postkarten, Medien-Fotografien, Fahnen oder Narrativen beleuchtet und das historische Potenzial dieser Zeichen untersucht.

Stadtmuseum Münster: 100 Jahre Schanze

Eine Künstlergemeinschaft, die auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken kann, ist im Kunstbetrieb eine Seltenheit. 1919 schlossen sich in Münster sechs Maler und Bildhauer zusammen, um gemeinsam Werbung für moderne Kunst zu machen. Die Künstlergemeinschaft Schanze ging hierbei neue Wege, schaffte es mit Austellungen und anderen Aktionen wie ausgefallenen Karnevalsfesten Aufmerksamkeit zu erregen und zu einer bekannten Institution in der Stadt zu werden.

Stadtmuseum Münster: Thomas Kellner – Black & White

Dadaist Marcel Duchamp parodierte die Ehrfurcht vor Meisterwerken der Kunstgeschichte, indem er eine Kopie der Mona Lisa bemalte und zu seiner eigenen Arbeit erklärte. Die Fotoserie „Black & White“ von Thomas Kellner sowie die gleichnamige Ausstellung in Münster bilden zwar etwas ganz anderes ab, spiegeln aber eine ähnliche Attitüde. Der Siegener Fotograf zerlegt bekannte Sehenswürdigkeiten der Welt, indem er sie in analoge Detailaufnahmen zerstückelt und dann neu zusammensetzt.

Museum für Lackkunst: Das Inro im alten Japan

Das als Inro bekannte verschachtelte Lackbehältnis fand bereits im 14. Jahrhundert als ‚China-Import’ seinen Weg nach Japan. Ursprünglich war es für die Aufbewahrung von Siegeln und Tinte gedacht und wurde als ‚exotisches’ Mitbringsel vom Festland dekorativ in Szene gesetzt. Spätestens Ende des 16. Jahrhunderts war es in China und Japan en vogue, Inros mit einer Kordel und einem kunstvoll geschnitzten Anhänger namens netsuke am Gewand bzw. am Gürtel zu befestigen. Da der Japan-typische Kimono keine gewöhnlichen Taschen hat, erwies sich dieser modische Schachzug als besonders praktisch.

Galerie Clasing + Etage: Clasing und die Schanze

Die gemeinsame Geschichte der Galerie Clasing und der Künstlergemeinschaft Schanze reicht zurück bis in die Anfänge des Kleinen Raums Clasing. Zur Eröffnungsausstellung 1935 präsentierte der Bauhausschüler Heinrich Clasing die Gründungsgeneration mit Werken von Werner Bröker, Carl Busch, Ernst Hase, Wilhelm Palmers, Aloys Röhr und Arnold Schlick.

Galerie Frye und Sohn: H. H. Graf von Merveldt

Als Kosmopolit wird er beschrieben – und dies ist aufgrund der vielen Orte, die Hanns Hubertus Graf von Merveldt (1901–1969) bereiste, sehr treffend. Die breite Palette an Landschaften spiegelt sich auch in seinem Œuvre wider. Doch nicht nur die Stadtansichten, Straßenszenen und Porträts, sondern auch der Umgang mit Pinsel und Farbe sind Ausdruck der Vielfältigkeit Merveldts.

Hachmeister Galerie: Neue Werke von Christoph Worringer

2010 – Neun Jahre sind seit Christoph Worringers großer Einzelausstellung im Westfälischen Landesmuseum vergangen. Damals weitgehend unbekannt, präsentierte der an der Kunstakademie Münster ausgebildete Maler großformatige Gemälde mit männlichen Figuren, die augenscheinlich ihn selbst abbildeten.