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Sara Sadik zeigt neue Videoinstallation

Westfälischer Kunstverein

Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022. Courtesy die Künstlerin und Galerie Crèvecoeur, Paris. Foto: Thorsten Arendt
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022. Courtesy die Künstlerin und Galerie Crèvecoeur, Paris. Foto: Thorsten Arendt
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022. Courtesy die Künstlerin und Galerie Crèvecoeur, Paris. Foto: Thorsten Arendt
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022
Abbildung von Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022

Sara Sadik. „Ultimate Vatos: Force & Honneur“. Ausstellungsansichten Westfälischer Kunstverein 2022. Courtesy die Künstlerin und Galerie Crèvecoeur, Paris. Foto: Thorsten Arendt

Ausgabe 2/2022

Unter dem Titel „Ultimate Vatos“ zeigt der Westfälische Kunstverein die erste institutionelle Einzelausstellung der in Marseille lebenden Künstlerin Sara Sadik (*1994 in Bordeaux, lebt und arbeitet in Marseille). Sadiks Videos, Performances, nehmen sowohl die Form von Mangas, Videospielen, Doku-Fiktionen als auch CGI-animierten Filmen an. Dabei erforscht die Künstlerin mit marokkanisch-algerischen Wurzeln Manifestationen dessen, was sie „Beurcore“ nennt – der Jugendkultur, die unter Mitgliedern der Arbeiterklasse in der nordafrikanischen Diaspora entstand. Beurcore definiert sowohl eine hybride Identität als auch eine kollektive Bewegung, die sich durch Musik wie Rap und Hip-Hop, Sprache, Mode, bestimmte Symbole und soziale Medien konstituiert. Mit Bezügen zu diesen spezifischen Zugehörigkeitsmerkmalen gelingt der Künstlerin eine scharfe und zugleich empathische Analyse von den sozialen Zwängen und Erwartungen an junge Erwachsene in einer postmigrantischen Gesellschaft. Letztlich geht es ihr um die Aufwertung sozialer Schichten, die zwar durch ihre Codes und Musik eine weiße Mehrheitsgesellschaft inspiriert, insgesamt jedoch wenig soziales Prestige genießt.

Im Zentrum der Ausstellung „Ultimate Vatos: Force & Honneur“, die eigens für den Westfälischen Kunstverein konzipiert wurde, erscheint eine Videoinstallation. Rücken an Rücken angeordnet sind die LED-Bildschirme von zwei langgestreckten Sitzgelegenheiten aus PVC umgeben. Das Display der Ausstellung erinnert damit etwa an eine antike Arena oder den Aufbau eines zeitgenössischen Fußballstadions. Den Mittelpunkt bildet die LED-Wand, die eine Show zeigt, bei der ein junger Mann, ein „Vatos“ (eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen Mann aus dem Lateinamerikanischen, vergleichbar mit dem deutschen „Kerl“ oder „Typ“), zu sehen ist. Als Teilnehmer an einem militärischen Programm namens Ultimate Vatos: Force & Honneur, das der körperlichen und geistigen Ertüchtigung dient, verkörpert er die Figur eines perfekten Kämpfers. Ziel dieses Programms ist es, jungen Männern mit Hilfe von „Zehef“ – ein arabisches Wort, das „wütend“ bedeutet und im Französischen verwendet wird – die Möglichkeit zu geben, der „Ultimative Mann“ zu werden. Wie in ihrem vorherigen Film Khobtogone (2021), interessiert sich Sadik weiterhin für die Frage der Konditionierung der Identität durch das Prisma der Männlichkeit.

Angesiedelt zwischen The Hunger Games, einer Filmreihe nach Buchvorlage und einem fiktiven Survival Training im Reality-TV-Format, folgt die Videoarbeit dem Protagonisten beim Absolvieren von verschiedenen Prüfungen. Während er im Innenraum in einer Einzelzelle von den anderen Kandidaten isoliert bleibt und unter Beobachtung steht, muss er in einem unwirtlichen Außenbereich allein nach einer Fahne suchen. Das Video wurde unter Zuhilfenahme verschiedener Bildaufnahmeverfahren produziert wie Point-of-View-Shots, Handyvideos und mit einer 360°-Panoramakamera, die eine Vielzahl von Blickwinkeln bietet.

Im Laufe der Sequenzen wechselt die Atmosphäre von Beichtstuhlähnlichen confessionals (mit einer direkten Ansprache der Kamera) über Videospiele wie GTA, Videos in sozialen Netzwerken wie TikTok bis hin zu einem strengen Überwa- chungssystem. Insbesondere diese letzte Perspektive lässt den Druck spürbar werden, unter dem der Kandidat steht. Als Voiceover hören wir seine Stimme, die von seinen Empfindungen, von Einsamkeit, Stress und Ängsten spricht. Dieses Verfahren ermöglicht einen Perspektivwechsel und bietet, durch die personale Erzählweise, die Möglichkeit zur Identifikation mit dem Kandidaten. Dadurch eröffnet uns Sadik einen intimen Moment, den wir mit dem Protagonisten teilen, wodurch dieser in seiner ganzen Menschlichkeit offenbart wird. Die männlich gelesenen Merkmale wie Erfolg, Härte und Stärke, die die Organisation Ultimate Vatos stärken will, werden auf einmal in einem fast schmerzhaften Kontrast durch Verletzlichkeit, Unsicherheit und Melancholie ausgeglichen.

Wenn sich der Protagonist zu Beginn des Videos den Wunsch eingesteht einen Neuanfang zu wagen, liegt am Ende der wahre Sieg für ihn in der Anerkennung seiner eigenen Identität und nicht darin, zum ultimativen Menschen zu werden. Jenseits der Klischees und Stereotype, mit denen die Künstlerin spielt, erweist sich die Liebe zu sich selbst und zu den Seinen als eine Energiequelle und Form des Widerstands, die es ermöglicht, soziale Unterdrückung und Ausgrenzung zu überwinden.

Sara Sadik
26.03.–06.06.22

Westfälischer Kunstverein
Rothenburg 30
48143 Münster
Tel. 0251-46157
Mi–So 11–19 Uhr
www.westfaelischer-kunstverein.de

Aktuelle Beiträge aus Münster

  • Abbildung von Julia Heyward performt „This Is My Blue Period“. 1977. Artists Space/New York
    Westfälischer Kunstverein: Julia Heyward25.03.26 - 11:10

    Seit den frühen 1970er-Jahren lotet die amerikanische Künstlerin und Musikerin Julia Heyward (*1949) in ihren Performances die extremen Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme aus und verbindet Sprache, Gesang, Musik und Bild zu dichten experimentellen Inszenierungen. Auf Zeitgenoss:innen wirkten ihre Auftritte mitunter verstörend und irritierend. „In ihrer Kehle wohnt der Teufel neben Engeln“, schrieb 1975 ein Kritiker über sie. Die Ausstellung „Voices of Many Voices“ im Westfälischen Kunstverein rückt diese frühen Arbeiten in den Mittelpunkt und lenkt dabei besonders den Blick auf Heywards experimentellen und kritischen Umgang mit Sprache. In Deutschland ist Julia Heyward bislang kaum bekannt. Gemeinsam mit einer parallelen Präsentation im Kunstverein Nürnberg wird ihr Werk nun erstmals in größerem Umfang außerhalb der USA gezeigt.

  • Abbildung von Christo und Jeanne-Claude mit verpacktem Telefon (1964) und verpacktem Spielzeugpferd (1963). New York City, 1965
    Kunstmuseum Pablo Picasso: Christo und Jeanne-Claude25.03.26 - 10:33

    Das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude war bekannt für monumentale Installationen im öffentlichen Raum, bei denen Gebäude und Landschaften für einen begrenzten Zeitraum mit Stoff verhüllt und neu inszeniert wurden. Zu ihren bekanntesten Projekten zählen unter an-derem die Verhüllung des Berliner Reichstags und die Installation The Gates im New Yorker Central Park. Die Umsetzung erforderte oft jahrzehntelange Planung. Dabei entstanden Zeichnungen, Drucke, Collagen und Modelle, die nicht nur bloße Vorarbeiten, sondern eigenständige Kunstwerke darstellten. Sie machten die Ideen für Akteure und Stakeholder wie Ingenieure, Architekten, Politiker und Behörden erfahrbar und ihr Verkauf sicherte die Finanzierung der Projekte.

  • Abbildung von Marianne Wagener. Zwillinge. 1873
    Stadtmuseum Münster: Münsters Malerinnen25.03.26 - 10:12

    Sie waren bekannte Künstlerinnen ihrer Zeit, stellten erfolgreich aus und taten alles, um von ihrer Kunst zu leben – und dennoch gerieten sie in Vergessenheit. Mit der Ausstellung „Münsters Malerinnen zwischen Biedermeier und Expressionismus“ richtet das Stadtmuseum den Blick auf zwölf Künstlerinnen, die im 19. Jahrhundert in Münster geboren wurden oder aufwuchsen. Viele von ihnen ließen sich als Privatschülerinnen von renommierten Professoren ausbilden, die an Kunstakademien in Dresden, Düsseldorf, Berlin oder München lehrten. Zu Lebzeiten in Münster und darüber hinaus präsent und geschätzt, verschwanden ihre Namen nach ihrem Tod schnell aus dem kunsthistorischen Gedächtnis – eine Lücke, die nun geschlossen werden soll.

  • Abbildung von Ausstellungsansicht Stadthausgalerie. 2026
    Stadthausgalerie: hell is other people (if you’re lucky)25.03.26 - 9:58

    Die anderen können anstrengend sein. Sie nerven, widersprechen, stellen alles infrage und machen das Zusammenleben kompliziert. Bewertungen, Missverständnisse und Konflikte prägen unser Miteinander – eine Erfahrung, die Jean-Paul Sartre mit seinem Satz „Die Hölle, das sind die anderen“ auf den Punkt brachte. Heute, in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spaltungen, tut es gut, diesen Gedanken auch mal anders zu lesen: Könnte nicht gerade in der Konfrontation ein Potenzial liegen, das uns weiterbringt? Die Ausstellung „hell is other people (if you’re lucky)“ in der Stadthausgalerie kehrt den Versuch, Reibungen zu neutralisieren, bewusst um und begreift Öffentlichkeit als Spannungsraum, in dem Differenzen sichtbar werden dürfen und nicht zwingend aufgelöst werden müssen.

  • Abbildung von RADAR: Tornike Gognadze. Merry-Go-Round. 2026
    RADAR: Tornike Gognadze25.03.26 - 9:44

    Mit „Merry-Go-Round“ zeigt der Westfälische Kunstverein in der Reihe RADAR eine Installation des 1999 in Tiflis geborenen und in Frankfurt am Main lebenden Künstlers Tornike Gognadze. Im abgedunkelten Ausstellungsraum ist sein Kurzfilm „Boom Ball“ (2025) zu sehen, für dessen Präsentation Gognadze eine kinoartige Situation schafft. Ein schwarzer Vorhang verschließt die Glasfront des sonst von außen einsehbaren Raums. Farbige Spots an der Längswand lenken den Blick auf die Projektion. Der Film zeigt zwei Personen, die an einem langen Tisch über Kindheitserinnerungen und persönliche Anekdoten sprechen. Doch im Verlauf des Gesprächs beginnen ihre Erinnerungen auseinanderzudriften.

  • Abbildung von Henrik Jansen. Belgrad (Still). 2025
    Kunsthalle Münster: 42. Förderpreisausstellung25.03.26 - 9:29

    Zum 42. Mal laden die Freunde der Kunstakademie Münster zur Förderpreisausstellung in die Kunsthalle Münster ein. 13 Studierende aus unterschiedlichen Klassen präsentieren ihre aktuellen Arbeiten: Anna Charlotte Frevel, Woorim Ha, Henrik Jansen, Yuna Jeong, Mari Kim, Julius Kotzke, Alex Liedtke, Jakob Mönch, Hannah Moraw, Anton Schmutzler, Nicole Widner, Jihyeok Yang und Frieda Zander. Ein gemeinsames Thema gibt es nicht – und genau das macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus. Statt einer kuratorischen Klammer entsteht ein offener Parcours durch sehr unterschiedliche künstlerische Ansätze.

  • Abbildung von Speicher II im Hafenweg 28
    Open House 2026 im Speicher II25.03.26 - 9:18

    Von Malerei, Fotografie und Installation bis hin zu Video, Klangkunst und Performance: Einmal im Jahr öffnen die Ateliers im Speicher II ihre Türen und geben Einblick in das künstlerische Schaffen des vergangenen Jahres. Das Open House 2026 lädt am zweiten Wochenende im Mai dazu ein, aktuelle Werke zu entdecken und die kreative Atmosphäre des Hauses zu erleben. Performances, Gesprächsrunden und kostenfreie Führungen ermöglichen einen direkten Austausch mit den Künstler:innen und bieten spannende Einblicke in deren Arbeitsprozesse.

  • Abbildung von Zauri Matikashvili. Im Tunnel (Still). 2017
    Kunsthalle Münster: Zauri Matikashvili25.03.26 - 9:03

    Die Kunsthalle Münster zeigt unter dem Titel „You may not want to be here“ die erste institutionelle Einzelausstellung des georgischen Künstlers Zauri Matikashvili, der seit 2003 in Deutschland lebt. Gezeigt werden ältere Arbeiten und neue Produktionen, die einen Einblick in sein filmisches und performatives Schaffen geben. Im Zentrum seiner Filme stehen oft zufällige Begegnungen mit Menschen, die ihn für eine Weile, manchmal nur für einen kurzen Moment, an ihrem Leben teilhaben lassen.

  • Abbildung von Renate Kotzke. Inge. 2022
    Kap.8: Robin Bolt und Renate Kotzke25.03.26 - 8:56

    Die Ausstellungsreihe „Potenziale“ vereint mit Robin Bolt und Renate Kotzke zwei Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen, die sich mit Erinnerung und der Verortung vergangener Ereignisse auseinandersetzen. Robin Bolt inszeniert sich fotografisch mit Selbstauslöser an Orten ihrer Kindheit. In stillen, teils irritierenden Szenen verbirgt sie sich hinter Textilien oder Masken, meist regungslos in nicht näher bestimmten Räumen. Trotz der befremdlichen Situationen entfalten ihre Bilder eine alltägliche, fast vertraute Wirkung.

  • Abbildung von Dieter Sieger. 2025
    Galerie NORD14: Dieter Sieger – Inspiration Memphis25.03.26 - 8:48

    Dieter Sieger (*1938) zählt zu den renommiertesten deutschen Designern der Gegenwart. Die Galerie NORD14 widmet dem in Münster beheimateten Grenzgänger zwischen Architektur, Design und freier Kunst eine Ausstellung, die sein Werk in einen Dialog mit der legendären Memphis-Bewegung stellt. Neben Malerei und Wandarbeiten werden vor allem neue Plastiken Siegers gezeigt und ausgewählten Originalen jener Designgruppe gegenübergestellt. Memphis, 1981 um den italienischen Designer Ettore Sottsass gegründet, stellte mit seinen Möbeln und Objekten den damals dominierenden Funktionalismus radikal in Frage.

  • Abbildung von Kunsthaus Kannen
    Kunsthaus Kannen: Die Magie leerer Räume25.03.26 - 8:37

    Was geschieht, wenn ein Ausstellungsraum leer ist und Menschen ihn gemeinsam mit Ideen, Formen und Klängen füllen? Im Kunsthaus Kannen wird diese Frage zum Ausgangspunkt eines ungewöhnlichen Experiments. Unter dem Titel „10 ½ Wochen – die Magie leerer Räume“ verwandeln sich Ausstellungssaal, Ateliers und der angrenzende Garten über einen Zeitraum von 74 Tagen in offene Arbeits- und Begegnungsräume. Das Projekt setzt auf Zusammenarbeit statt fertiger Werke: Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Interessen und künstlerischen Ansätzen kommen zusammen, um sich den Raum anzueignen und ihn schrittweise zu gestalten.

  • Abbildung von Felix reist nach Münster
    LWL-Museum für Kunst und Kultur: Reiselustig02.01.26 - 12:35

    Ob Strand oder Berge, Museum oder Urlaub auf Balkonien – Reisen ist ein großes Abenteuer, das alle verbindet. Und mittendrin: ein kleiner Stoffhase mit Fernweh. In der Ausstellung „Reiselustig – Unterwegs mit dem Hasen Felix“ begleitet der berühmte Hase Familien auf eine Entdeckungstour rund ums Urlaub machen – früher, heu-te und morgen. In sechs aufwändig gestalteten Themenräumen begegnet man nicht nur dem reisenden Kuscheltier, das seiner Freundin Sophie von unterwegs schreibt, sondern auch historischen Gemälden, Fotografien und Objekten, die zeigen, wie sich Urlaubsziele und Reisegewohnheiten im Lauf der Jahrzehnte verändert haben.

  • Abbildung von Lia Darjes. Plate XXXI 2023
    Stadtmuseum Münster: Lia Darjes02.01.26 - 10:56

    Ein Rabe stibitzt ein Stück Kernobst, ein Eichhörnchen knabbert an einer Wassermelone – die Stilllebenreihe „Wildstücke“ der Fotografin Lia Darjes, die die Friedrich-Hundt-Gesellschaft im Stadtmuseum zeigt, versammelt nächtliche Gartentafeln, die von tierischen Gästen erobert werden. Entstanden sind die Fotografien im Garten der Berliner Künstlerin. Darjes bewegt sich bewusst in der Grauzone zwischen Inszenierung und Zufall. Zunächst arrangiert sie die Szenerie, dann zieht sie sich zurück. Eine Kamera bleibt vor Ort, die durch Tierbewegungen ausgelöst wird. Ihre brillanten Farben verdanken die Bilder dem Einsatz von Blitzlicht, das das Hauptmotiv gezielt hervorhebt, während der Hintergrund durch Unterbelichtung fast schwarz erscheint.

  • Abbildung von Wolfgang Troschke. 2011
    Stadtmuseum Münster: Grafik im Dialog02.01.26 - 10:33

    Die Aldegrever-Gesellschaft, ein Verein zur Förderung der grafischen Künste, widmet ihre Ausstellung im Stadtmuseum zwei prägenden Persönlichkeiten der grafischen Kunst: Rolf Escher und Wolfgang Troschke. „Grafik im Dialog“ zeigt die nachhaltige Wirkung der Lehre der beiden Professoren an der Fachhochschule Münster. Über Jahrzehnte begleiteten sie Generationen junger Künstlerinnen und Künstler. Viele davon erhielten eine Förderung durch die Aldegrever-Gesellschaft und wirken heute selbst in der Lehre. Zu sehen sind Druckgrafiken, Zeichnungen und konzeptionelle Serien, die das Prozesshafte grafischer Arbeit betonen.

  • Abbildung von Hanns Hubertus Graf von Merveldt. Bahnhof. 1929
    Galerie Ostendorff: Wege und Gegenwege02.01.26 - 9:48

    Unter dem Titel „Wege und Gegenwege: Westfälische Kunst im frühen 20. Jahrhundert“ zeigt die Galerie Ostendorff Werke von Vertretern einer gegen Ende des 19. Jh. geborenen Künstlergeneration, die im westfälischen Raum in der ersten Hälfte des 20. Jh. ihre wichtigsten Werke schuf. Die Zusammenschau zeigt neben stilistischer Vielfalt auch die unterschiedlichen künstlerischen Entwicklungen. Zu den zentralen Positionen zählt Peter August Böckstiegel (1889–1951), einer der bedeutenden Vertreter des westfälischen Expressionismus. In seinen Arbeiten übersetzte er bäuerliches Umfeld, Porträts und Landschaften in eine kraftvolle Bildsprache.

  • Abbildung von Pascale Feitner. Exoskelett
    Projekt Hafenweg 22: Pascale Feitner24.09.25 - 14:15

    Ein filigranes Netz aus Linien durchzieht das Treppenhaus am Hafenweg 22. Über vier Etagen spannt sich die Skulptur „Exoskelett“ von Pascale Feitner – eine raumgreifende Arbeit, die sich eng mit der Architektur verbindet. Aus der Distanz wirkt sie wie ein zeichnerisches Geflecht; erst beim Näherkommen offenbart sich ihre plastische Dimension. Inspiration fand die Künstlerin bei der Weidenjungfer, einer Libellenart, die im Münsterland beheimatet ist, aus dem Hafengebiet jedoch weitgehend verdrängt wurde.

  • Abbildung von Petra Semeniuk. Frau
    Kunsthaus Kannen: Jahresausstellung 202524.09.25 - 9:16

    Bis Ende Januar lädt das Kunsthaus Kannen zu seiner 27. Jahres- und Verkaufsausstellung ein. Zu sehen sind über 300 Werke aus dem Bereich der Outsider Art, darunter zahlreiche Arbeiten aus den hauseigenen Ateliers sowie von Gastkünstler:innen aus ganz Deutschland. Die Ausstellung bietet Raum für neue, wenig bekannte Positionen jenseits akademischer Konventionen.

  • Abbildung von Dan Graham. Oktogon für Münster. Skulptur Projekte in Münster 1987
    LWL-Museum für Kunst und Kultur: Performance People03.01.25 - 12:20

    Die Ausstellung „Performance People“ im Lichthof des LWL-Museums zeigt mit einer Auswahl an Objekten, Videos, Fotografien und Archivalien, wie Skulptur erweitert, verlebendigt und performt wird. Ausgangspunkt der Schau ist ein Dialog zwischen zwei Werken: Erstmals ist Dan Grahams „Oktogon für Münster“ (1987) nicht im Außenraum, sondern im Lichthof des Museums zu sehen.

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