Center for Literature im Haus Rüschhaus: Droste Welten

Mit den „Droste Welten“ eröffnet im Rüschhaus der erste Teil einer neuen Dauerausstellung zu Annette von Droste-Hülshoff. Im Mittelpunkt stehen die Jahre, die die Autorin hier verbrachte und in denen ihre bedeutendsten Werke entstanden. Die Ausstellung fragt, was es im 19. Jahrhundert bedeutete, als Frau zu schreiben, zwischen familiären Erwartungen, gesellschaftlichen Rollenbildern und den Regeln des Literaturbetriebs. Handschriften, Bücher und persönliche Gegenstände geben Einblicke in ihre Arbeitsweise.

Westfälisches Pferdemuseum: Von Dürer bis Stubbs

Kunstausstellungen gehören nicht zum regelmäßigen Programm des Westfälischen Pferdemuseums. Umso bemerkenswerter ist die Schau „Von Dürer bis Stubbs. Das Pferd in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts“. Mehr als 40 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 28 Künstlern zeigen, wie sich die Darstellung des Pferdes in der europäischen Kunst im Laufe der Jahrhunderte verändert hat: vom Symbol für Macht, mili-tärische Stärke und gesellschaftlichen Rang bis hin zum Individuum mit eigenem Charakter.

Quadrat Bottrop: Richard Paul Lohse

Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2026 präsentiert das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop eine umfassende Einzelausstellung des Schweizer Malers, Grafikers und Theoretikers Richard Paul Lohse (1902–1988), einer Schlüsselfigur der konstruktiv-konkreten Kunst. Bereits 1976 widmete das damals neu eröffnete Museum dem Künstler eine erste Einzelausstellung; sein Werk „Drei horizontale Teilungen“ (1949/72) wurde zugleich zum ersten Ankauf des Hauses und markierte den Beginn der Sammlung jenseits von Josef Albers. Die aktuelle Ausstellung ist die erste große Retrospektive Lohses seit mehr als 20 Jahren. Sie verknüpft ein wichtiges Kapitel der Bottroper Museumsgeschichte mit aktuellen Fragen nach gesellschaftlichen Utopien und sozialer Gleichheit.

Schloss Cappenberg: Alfred Schmidt

Alfred Schmidt (1930–1997) hat einen ungewöhnlichen künstlerischen Weg eingeschlagen: Mitte der 1970er-Jahre verlagerte er seine Arbeit aus dem Atelier in die Bergwerke des Ruhrgebiets. Mit Zeichenbrett, Papier und Tusche ging er „unter Tage“ und arbeitete in unmittelbarer Nähe zu den Bergleuten, in einer Umgebung, die von Enge, Lärm und körperlicher Anstrengung geprägt war. Die Ausstellung „Alfred Schmidt …unter Tage“ auf Schloss Cappenberg zeigt Zeichnungen und Texte aus diesem Arbeitszusammenhang.

Kunsthalle Münster: Zauri Matikashvili

Die Kunsthalle Münster zeigt unter dem Titel „You may not want to be here“ die erste institutionelle Einzelausstellung des georgischen Künstlers Zauri Matikashvili, der seit 2003 in Deutschland lebt. Gezeigt werden ältere Arbeiten und neue Produktionen, die einen Einblick in sein filmisches und performatives Schaffen geben. Im Zentrum seiner Filme stehen oft zufällige Begegnungen mit Menschen, die ihn für eine Weile, manchmal nur für einen kurzen Moment, an ihrem Leben teilhaben lassen.

Skulpturenpark Waldfrieden: Rebecca Horn

Mit der Ausstellung „Emotion in Motion“ widmet der Wuppertaler Skulpturenpark der 2024 verstorbenen Rebecca Horn eine umfassende Retrospektive. Gezeigt werden dreizehn Werke aus vier Jahrzehnten, darunter großformatige kinetische Skulpturen, die durch ihre Mechanik Klänge erzeugen. Rebecca Horn gilt als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr Werk umfasst Performances, Zeichnungen, Filme, Dichtung und Installationen. Früh entwickelte sie sogenannte Körperextensionen – objekthafte Erweiterungen des Körpers, die in performativen Situationen die Verletzlichkeit und Begrenzung menschlicher Existenz thematisieren.