Kunstschaffende aus Mariupol zeigen in »PostMost« ihre Werke
Hoesch-Museum Dortmund
Olena Ukraintseva. Das Museum wurde zerbombt. Wir malen etwas Neues. 2022. © Olena Ukraintseva
NEWS 16.01.24
Die Ausstellung „PostMost“ im Dortmunder Hoesch-Museum zeigt Gemälde und Grafiken von Künstlerinnen und Künstlern aus der ostukrainischen Stahl-Stadt Mariupol. Viele von ihnen leben noch heute in der Region. Die Ausstellung zeigt, wie der Krieg das Leben dort verändert hat. Mariupol in der Ostukraine war mit seinem internationalen Seehafen und seinen Eisen- und Stahlwerken bis zum Kriegsausbruch eines der bedeutenden Industriezentren der Ukraine. Schon vor fünf Jahren begannen Künstlerinnen und Künstler dort mit ihrem Projekt „PostMost“, um aus künstlerischer Perspektive zu zeigen, wie sich die Stahlstadt Mariupol wandelt. Der Kriegsausbruch vor fast zwei Jahren veränderte den künstlerischen Blick. Die in der Ausstellung gezeigten Werke, darunter Gemälde, Grafiken, Fotografien und Collagen setzen sich mit dem Krieg und der zum Teil zerstörten Heimat auseinander. Die Werke spiegeln so die Ängste wider, aber zeigen auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Zum Beispiel die Werke von Lyudmila Simonova. Die 38-jährige Künstlerin lebte seit 2014 in Mariupol und flüchtete mit Kriegsbeginn nach Recklinghausen. Zweimal erlebte sie Krieg und Flucht, verlor ihr Zuhause. Heute hilft sie anderen ukrainischen Frauen mittels Kunsttherapie. „PostMost“ heißt wörtlich übersetzt „nach der Brücke“. Gemeint ist die Brücke über den Fluss Kalmius, der in Mariupol den Wohn- und Industrieteil der Stadt trennt.
Post Most. Eine Ausstellung mit Kunstschaffenden aus Mariupol
ab 21.01.24
Hoesch-Museum
Eberhardstr. 12
44145 Dortmund
Di, Mi 13–17, Do 9–17, So 10–17 Uhr
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