Westfälischer Kunstverein: Julia Heyward
Seit den frühen 1970er-Jahren lotet die amerikanische Künstlerin und Musikerin Julia Heyward (*1949) in ihren Performances die extremen Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme aus und verbindet Sprache, Gesang, Musik und Bild zu dichten experimentellen Inszenierungen. Auf Zeitgenoss:innen wirkten ihre Auftritte mitunter verstörend und irritierend. „In ihrer Kehle wohnt der Teufel neben Engeln“, schrieb 1975 ein Kritiker über sie. Die Ausstellung „Voices of Many Voices“ im Westfälischen Kunstverein rückt diese frühen Arbeiten in den Mittelpunkt und lenkt dabei besonders den Blick auf Heywards experimentellen und kritischen Umgang mit Sprache. In Deutschland ist Julia Heyward bislang kaum bekannt. Gemeinsam mit einer parallelen Präsentation im Kunstverein Nürnberg wird ihr Werk nun erstmals in größerem Umfang außerhalb der USA gezeigt.
