LWL-Museum für Kunst und Kultur: Nudes

Die Tate ist zurück in Münster. Für die Ausstellung „Nudes“, die am 10. November öffnet, kooperiert das LWL-Museum für Kunst und Kultur nach 2019 zum zweiten Mal mit dem weltberühmten Londoner Museum. Nudes wird Akte aus drei Jahrhunderten zeigen, die aus dem Tate-Bestand stammen und von Werken der hauseigenen Sammlung ergänzt werden. Zu sehen sind u.a. die monumentale Marmorskulptur „Der Kuss“ von Auguste Rodin sowie Arbeiten von Gwen John, Edgar Degas, Henri Matisse, Francis Bacon, Marlene Dumas, Sarah Lucas, Tracy Emin, Alice Neel und Zanele Muholi.

LWL-Museum für Kunst und Kultur: Esra Ersen

Esra Ersen erhält den Konrad-von-Soest-Preis des Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Eine Ausstellung im Lichthof des LWL-Museums für Kunst und Kultur ist an den mit 35.000 Euro dotierten Preis gekoppelt. Sie läuft bis März 2024 und umfasst Fotografien, Objekte und Installationen sowie drei Videoarbeiten. Im Zentrum steht die Arbeit „Karussell“ aus dem Jahr 1998, für die die 1970 in Ankara geborene Künstlerin Schülerinnen und Schüler eines Kölner Gymnasiums Tonköpfe modellieren ließ, mit denen sie ihrer Vorstellung von „Türken“ Gestalt verleihen sollten.

Kunstmuseum Pablo Picasso: Tàpies/Miró – Welt auf Papier

Anlässlich des 100. Geburtstags von Antoni Tàpies und des 130. Geburtstags von Joan Miró werden die beiden befreundeten Künstler mit der Ausstellung ihrer Arbeiten auf Papier gewürdigt. Die Grafiken Mirós sind Bestand des Picassomuseums, bei den Werken von Tàpies handelt es sich um eine Leihgabe der privaten Kollektion Großhaus, die eine der größten Sammlungen dieses Künstlers in Deutschland besitzt.

Kunsthalle Münster: 39. Förderpreisausstellung

Jedes Jahr vergeben die Freunde der Kunstakademie Münster drei Förderpreise. Von den Klassenleitungen als besonders förderungswürdig nominierte Studierende stellen dazu ihre Werke in der Kunsthalle Münster aus. Die 39. Förderpreisausstellung präsentiert ab 18. Oktober Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation und Performance von Salomé Berger, Marisa Ehmen, Lucia Ertel, Amelie Hirsch, Philip Jordan, Hansol Kang, Lim Kim, Katarina Kloppe, Leon-Maxim Lindner, Arezoo Molaei, Sophia Nefe, Jona Sliwka und Marvin Wunderlich.

Kunsthalle Münster: Dominique White

Geisterhaft verloren wirken die skulpturalen Installationen von Dominique White: Sie wecken die Assoziation an ein verlassenes Schiff auf hoher See, mit von Seegras überzogenen Netzen, zerschlissenen Segeln und vom Salzwasser zerfressenen Ankern. Die Werke der 1993 geborenen Britin beziehen sich auf ein Konzept, welches sie „Shipwreck(ed)“ nennt. Der Begriff verwebt Theorien des Afro-Pessimismus und -Futurismus mit nautischen Mythen der schwarzen Diaspora.

Kunstmuseum Ahlen: Vis-a-vis

Mit der Ausstellung „Vis-a-vis. Treffpunkt Sammlung“ widmet sich das Kunstmuseum Ahlen zum Abschluss seines 30-jährigen Jubiläumsjahres der Nachkriegsmoderne und Gegenwartskunst. Mit rund 400 Arbeiten aus 80 Jahren von über 90 Künstlerinnen und Künstlern umfasst diese Epoche einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt, der konstruktive und konkrete Kunst, aber auch Gegenständliches, Objektkunst, Fotografie und vor allem Lichtkunst umfasst.

Stadtmuseum Beckum: Monika Radhoff-Troll

Für ihre Objekte verwendet Monika Radhoff-Troll aus Aachen Plastiktüten und andere Konsumartikel, indem sie diese in Streifen zerschneidet und neu zusammensetzt. Tüten von The New York Times, Monopol oder Washington Post werden in handwerklicher Tradition aufwändig geknüpft und zu Wandteppichen oder Kissen verarbeitet. Aus den ehemaligen Gebrauchsgegenständen werden neue, sinnlich erfahrbare Kunstobjekte – farbenprächtig bunt oder in monochromen Tönen.

Quadrat Bottrop: Care-Arbeit in der Kunst

Kinder betreuen, Angehörige pflegen, putzen: Care-Arbeit ist für das Funktionieren von Gesellschaft unverzichtbar und wird zumeist von Frauen übernommen. Seit den 1960er Jahren beschäftigen sich Künstlerinnen weltweit kritisch mit den sozialen Konsequenzen dieser Arbeitsform. Das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop zeigt jetzt in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum eine Ausstellung, die historische und aktuelle Fragen rund um Care-Arbeit thematisiert.

Dortmunder U: Expressionismus hier und jetzt!

Expressionismus – das ist Kunst aus einer Zeit voller Änderungen und Widersprüche. In den Jahren 1905–1925 entstanden neue, teils radikale, teils experimentelle Werke, auch als eine Antwort auf das Ende des Kaiserreiches, den ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik. Die umfangreiche Sammlung expressionistischer Kunst, die Bettina und Rolf Horn über sechs Jahrzehnte zusammentrugen, ist eigentlich fester Bestandteil des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Schleswig. Doch aktuell wird dort gebaut und darum dürfen die hochkarätigen Exponate ausnahmsweise auf Reisen gehen. Im Dortmunder U treten die Werke dabei nicht nur in den Dialog mit der hauseigenen Sammlung, sondern auch mit zeitgenössischer Kunst.

Marta Herford: Lena Henke

Die 1982 in Warburg geborene Künstlerin Lena Henke lebt und arbeitet in Berlin und New York und hinterfragt in ihren Arbeiten konventionelle Machtstrukturen und Hierarchien. Dabei bezieht sie sich auch auf die Geschlechterrollen. Ihre künstlerischen Interventionen sind oftmals Anleihen an bekannte Kunstwerke, die sie mit einer starken skulpturalen Geste in ihre eigene Formensprache transformiert.