Neue Sammlungspräsentation „Kunst – Leben – Kunst“
Museum Ostwall im Dortmunder U
Installationsansichten Museum Ostwall im Dortmunder U. 2023. Fotos: Jürgen Spiler
AUSGABE 4/2023 – Autorin: Gudrun Schmiesing
Mit dem wechselseitigen Verhältnis zwischen Kunst und Leben seit Ende des 2. Weltkriegs beschäftigt sich das Museum Ostwall in Dortmund in seiner aktuellen Ausstellung. Es handelt sich um eine neue Sammlungspräsentation „Kunst – Leben – Kunst“ basierend auf verschiedenen Themen und Fragestellungen. Sie beleuchtet in drei Kapiteln, wie die Gründungsdirektorin Leonie Reygers das Museum als Ort der Menschen in der Region Dortmund dachte und prägte. Zu sehen ist eine Auswahl von Werken der Sammlung vom Expressionismus, über Fluxus und Kunst der 1960er Jahre bis zur Gegenwart. Darüber hinaus wird auch ein Blick auf die zukünftige Rolle des Museums und seine Sammlungspolitik geworfen.
Das erste Kapitel der dreiteiligen Schau widmet sich der ‚Kunst und den Dingen des Alltags‘. Bei der Gründung des Museums Ende der 1940er Jahre wollte Leonie Reygers der von den Nationalsozialisten diffamierten Kunst der klassischen Moderne Anerkennung verschaffen und dieser einen festen Platz im Alltag der Besuchenden geben. Aus diesem Grund zeigte sie auch interdisziplinäre Ausstellungen zu Architektur, Design und Kunsthandwerk und baute eine Sammlung zur industriellen Formgebung mit Möbeln und Geschirr auf. Im Kapitel ‚Selber machen‘ geht es um autodidaktische Kunst. Ab 1952 begann Reygers Werke Kunstschaffender, die nicht an einer Akademie ausgebildet wurden, – hierzu zählten u.a. Bergmänner – zu sammeln und auszustellen. In Zeiten von Laientum und Do-it-Yourself-Trends stellt sich immer die Frage, was Kunst und somit ausstellenswert ist und was nicht. Solche Themen sowie der Einfluss des Zeitgeistes auf die Sammlung werden im Kapitel ‚Wie das Leben das Sammeln prägt‘ betrachtet, welches auch einen Blick in die Zukunft wirft: Während die bisherige Sammlung überwiegend weiß, europäisch/US-amerikanisch und männlich geprägt ist, gelangen aktuell globale Themen wie Ökologie, Genderfragen, soziale Ungleichheit oder Migration immer stärker in den Fokus.
Kunst – Leben – Kunst
30.04.23–29.12.24
Dortmunder U
Leonie-Reygers-Terrasse 2
44137 Dortmund
Di+Mi 11–18, Do+Fr 11–20, Sa+So 11–18 Uhr
www.dortmunder-u.de
Aktuelle Beiträge aus dem Umland
- Kunstmuseum Ahlen: Tina Blau13.07.26 - 15:51
Sie zählt zu den bedeutendsten österreichischen Landschaftsmalerinnen und ist außerhalb ihrer Heimat dennoch kaum bekannt. Mit „Im Freien. Tina Blau – eine Impressionistin aus Wien“ zeigt das Kunstmuseum Ahlen in Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern erstmals eine museale Ausstellung der Künstlerin in Deutschland. Rund 40 Leihgaben aus Wiener Museen und internationalen Privatsammlungen zeichnen ihre Entwicklung zwischen 1862 und 1916 nach. Als Pionierin der Freilichtmalerei malte sie direkt vor dem Motiv und prägte den Aufbruch zur Moderne in Wien und München.
- Stadtmuseum Beckum: Ute Bartel13.07.26 - 15:31
Die Wahrnehmung und Veränderung von Wirklichkeit mit fotografischen Mitteln stehen im Mittelpunkt der Arbeiten von Ute Bartel. Mit dem Blick einer Bildhauerin nutzt sie die Kamera, um Dinge, Situationen und Orte des Alltags festzuhalten. Die fotografische Aufnahme bildet dabei nicht das fertige Werk, sondern den Ausgangspunkt eines oft vielschichtigen Arbeitsprozesses. Im Atelier entwickelt Bartel ihre Motive weiter und überführt sie in Collagen, Cutouts und raumgreifende Arbeiten.
- Schlieker Haus Bochum: Rolf Escher13.07.26 - 15:19
Kaffeehäuser waren über viele Jahrzehnte weit mehr als Orte für Kaffee und Gespräche. In Städten wie Venedig, Wien, Paris, Budapest, Rom oder Prag trafen sich Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle, entwickelten Ideen und prägten das kulturelle Leben Europas. Diesen besonderen Orten widmet sich der Zeichner Rolf Escher in der Ausstellung „Erinnerungsort Kaffeehaus“ im Schlieker Haus Bochum. Die Schau versammelt rund 70 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken aus sechs Jahrzehnten. Escher hält darin die Atmosphäre historischer Cafés fest und erinnert zugleich an Persönlichkeiten wie Franz Kafka, Joseph Roth oder Thomas Mann, die mit der Kaffeehauskultur verbunden waren.
- FARB Borken: Nina Bruchhaus13.07.26 - 15:02
Mit „Medusas Blick“ präsentiert das FARB Borken die erste Einzelausstellung von Nina Bruchhaus in ihrer Geburtsstadt. Die 1990 geborene Künstlerin beschäftigt sich in ihrer Malerei mit Motiven aus der Antike und Renaissance sowie mit Fragen moderner Weiblichkeit. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen großformatige Gemälde von intensiver Farbigkeit, in denen figürliche Anspielungen und abstrakte Malerei miteinander verschmelzen. Der Titel verweist auf die Gestalt der Medusa aus der griechischen Mythologie, deren Blick der Legende nach Menschen zu Stein erstarren ließ. Antike Frauenfiguren wie Venus, Aphrodite, die Musen oder auch Medusa bilden immer wieder den Ausgangspunkt von Bruchhaus’ Malerei.
- Glasmuseum Lette: Entwicklungen 50 – 30 – 2013.07.26 - 13:46
Ein dreifaches Jubiläum gibt Anlass zur neuen Ausstellung im Glasmuseum Lette. Vor etwa 50 Jahren soll Lilly Ernsting die Sammelleidenschaft für das Medium Glas ergriffen haben. Daraus entstand eine Sammlung zeitgenössischer Glaskunst mit Werken aus dem europäischen Raum, die heute rund 3.000 Werke umfasst. 1996 gründeten Lilly und Kurt Ernsting das Glasmuseum, das 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. Zehn Jahre später folgte die Eröffnung des Glasdepots, das die kontinuierlich gewachsene Sammlung seit nunmehr 20 Jahren beherbergt.
- MKK Dortmund: Konsum13.07.26 - 11:50
Um Alltagsdinge zwischen Nutzen, Sehnsucht und Überfluss geht es in der aktuellen Ausstellung KONSUM im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund. Gezeigt werden Exponate aus mehreren Jahrhunderten. Bedürfnisse, Besitz und Konsumgewohnheiten stehen dabei in engem Zusammenhang mit den jeweiligen Rahmenbedingungen. Wie viele Dinge habe ich? Was brauche ich wirklich? Wie hat sich Konsum im Laufe der Zeit verändert? Zu sehen sind etwa 500 Alltagsgegenstände – darunter Geschirr, Kleidung, Möbel sowie technische Geräte, Luxusgüter und Massenprodukte.
- Gustav-Lübcke-Museum: Daniel Richter und George Grosz13.07.26 - 11:21
Was verbindet den Maler Daniel Richter mit George Grosz, dem scharfen Chronisten der Weimarer Republik? Die Ausstellung „Krieg und Konfitüre“ in Hamm bringt beide Künstler erstmals in einen direkten Dialog. Der Titel verweist auf einen Gegensatz, der ihre Arbeiten unterschiedlich prägt: das Nebeneinander von politischer Krise und privatem Alltag, von Gewalt und Normalität. Auf rund 800 Quadratmetern begegnen sich die gesellschaftskritischen Zeichnungen und Gemälde von George Grosz (1893–1959) und die bildgewaltigen Malereien Daniel Richters (*1962), der zu den prägenden Positionen der deutschen Gegenwartskunst zählt. Trotz des zeitlichen Abstands von mehreren Jahrzehnten richten beide ihren Blick auf gesellschaftliche und politische Umbrüche sowie die Frage, wie Menschen in Zeiten der Verunsicherung handeln und leben. Die Gegenüberstellung eröffnet neue Perspektiven auf zwei Künstler, die ihre jeweilige Gegenwart aufmerksam beobachten und mit den Mitteln der Kunst kommentieren.
- Marta Herford: Mindset Los Angeles13.07.26 - 10:54
Unter dem Titel „Mindset Los Angeles“ widmet das Marta Herford sein gesamtes Haus der Kunst- und Kulturszene der kalifornischen Metropole. Zwei Ausstellungen beleuchten den Einfluss, den Los Angeles seit den 1950er Jahren auf Kunst, Architektur und Gesellschaft ausgeübt hat. Die Schau „Frank Gehry und die Cool School“ geht den künstlerischen Prägungen Gehrys nach, die sein Architekturverständnis formten und sich im Museumsbau des Marta widerspiegeln. Arbeiten von Ed Ruscha, David Hockney, Judy Chicago, Richard Serra und anderen zeigen die experimentierfreudige Kunstszene von Los Angeles seit den 1950er Jahren.
- Kunsthaus Kloster Gravenhorst: WestFarbe10.07.26 - 12:42
Im Englischen gibt es zwei Wörter für das, was im Deutschen schlicht „Farbe“ heißt: „colour“ bezeichnet die Farbigkeit, „paint“ das Malmaterial. Dieser Unterschied inspirierte den Künstler und Kurator Christoph Dahlhausen zur Ausstellungsreihe „WestFarbe“, die nun im Kloster Gravenhorst Station macht. Die Gruppenausstellung versammelt zahlreiche künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Farbe auseinandersetzen. Werke aus der Sammlung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung begegnen dabei Installationen, Objekten und Videoarbeiten. Mal erscheint Farbe als leuchtende Fläche, mal als körperhafte Materie, mal als konzeptionelle Setzung. So eröffnet die Ausstellung einen vielschichtigen Blick auf ein Medium, das oft selbstverständlich erscheint, dessen Wirkung unsere Wahrnehmung jedoch entscheidend prägt.
- Kunstmuseum im Marstall: Ella Bergmann-Michel und Robert Michel10.07.26 - 12:26
Mit der Ausstellung „Mechanik des Lebens“ widmet sich das Kunstmuseum Paderborn zwei heute zu Unrecht wenig bekannten Positionen der Klassischen Moderne. Ella Bergmann-Michel, 1895 in Paderborn geboren, und Robert Michel lernten sich während ihres Studiums am Bauhaus in Weimar kennen und arbeiteten ihr Leben lang eng zusammen. Beide beschäftigten sich intensiv mit den neuen Bildwelten ihrer Zeit. Typografie, Reklame, Fotografie, Film und industrielle Technik fanden ebenso Eingang in ihre Arbeiten, wie Einflüsse des Dadaismus, Konstruktivismus und der expressionistischen Avantgarde. Der Ausstellungstitel verweist auf ein zentrales gemeinsames Interesse: die Auseinandersetzung mit den Veränderungen der Moderne. Industrie, Technik, Arbeit und soziale Prozesse werden in ihren Werken nicht nur formal untersucht, sondern auch kritisch reflektiert. Besonders ihre Collagen, Zeichnungen und Druckgrafiken verbinden organische Formen mit maschinenhaften Strukturen.
- Ikonen-Museum: Viten, Wunder und Legenden10.07.26 - 11:15
Was haben mittelalterliche Ikonen und Comics gemeinsam? Mehr, als auf den ersten Blick zu erwarten wäre. Die Jubiläumsausstellung „Viten, Wunder und Legenden“ zum 70-jährigen Bestehen des Ikonen-Museums rückt die erzählerische Seite der Ikonenkunst in den Mittelpunkt. Viele der gezeigten Werke erzählen in klar abgegrenzten, mit Texten versehenen Bildfeldern vom Leben der Heiligen, von Wundern, Prüfungen und Legenden. Mitunter verlaufen diese Bilder wie ein gezeichneter Erzählstreifen um die zentrale Figur herum. Die Geschichten handeln von Heldenmut, selbstloser Hilfe, Glauben oder den Verlockungen des Bösen. Manche Motive wie der Drachentöter Georg oder der heilige Nikolaus sind bis heute vertraut. Andere wirken fremd und mysteriös: Ikonen, die übers Wasser wandeln, Heilige auf Säulen, Mönche, die auf krallenbewehrten Pferden reiten.
- Kloster Bentlage: Traces of Bentlage10.07.26 - 11:00
Das Kloster Bentlage und die umgebende Kulturlandschaft bilden den Ausgangspunkt dreier künstlerischer Interventionen von Ann Aspinwall und Susan Goethel Campbell. Sie greifen historische Orte und verborgene Spuren des Geländes auf und übersetzen sie in zeitgenössische Arbeiten. Im Salinenpark werden Baumschatten zu Sonnenuhren und machen den Lauf der Zeit sichtbar. Zwischen den Gradierwerken verwandeln sich einst zum Schutz der Bäume vor der Sole-Gischt errichtete Wände in durchscheinende Bildflächen. Am Kloster selbst wird ein längst verschwundener Kutschenpfad markiert, der früher zur Kutschenremise führte.
- Quadrat Bottrop: Richard Paul Lohse27.03.26 - 12:26
Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2026 präsentiert das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop eine umfassende Einzelausstellung des Schweizer Malers, Grafikers und Theoretikers Richard Paul Lohse (1902–1988), einer Schlüsselfigur der konstruktiv-konkreten Kunst. Bereits 1976 widmete das damals neu eröffnete Museum dem Künstler eine erste Einzelausstellung; sein Werk „Drei horizontale Teilungen“ (1949/72) wurde zugleich zum ersten Ankauf des Hauses und markierte den Beginn der Sammlung jenseits von Josef Albers. Die aktuelle Ausstellung ist die erste große Retrospektive Lohses seit mehr als 20 Jahren. Sie verknüpft ein wichtiges Kapitel der Bottroper Museumsgeschichte mit aktuellen Fragen nach gesellschaftlichen Utopien und sozialer Gleichheit.
- Dortmunder U: Müll27.03.26 - 12:06
Eine ganz neue Antwort auf die oft scherzhafte Frage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ gibt die Schau „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“, die noch bis Ende Juli im Dortmunder U zu sehen ist. Sie zeigt rund 50 verschiedene Werke von internationalen Künstler:innen des 20. und 21. Jahrhunderts, die über und mit den Hinterlassenschaften unserer Zivilisation arbeiten. Sie nutzen unterschiedliche Medien wie Skulpturen, Installationen oder Grafiken, um auf Abhängigkeiten und Auswirkungen rund um unsere Konsumgesellschaft aufmerksam zu machen. Denn unser Verhalten hat Folgen auf der ganzen Welt, die allerdings größtenteils vor unseren Augen verborgen bleiben.
- Kunstmuseum Gelsenkirchen: Kunstpreis der Kunststiftung NRW 202627.03.26 - 11:50
Der Kunstpreis der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award wird in diesem Jahr im Kunstmuseum Gelsenkirchen verliehen. Der international renommierte Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Nordrhein-Westfalen. Preisträger ist der in Berlin und Aachen lebende Künstler Michael Beutler (*1976), der für die historische Villa des Museums eine ortsspezifische Installation entwickelt hat. Seine Arbeit verwandelt das Gebäude in eine künstlerisch-handwerkliche Produktionsstätte: eine mehrstöckige Werkstatt, in der Altpapier zu skulpturalen Objekten verarbeitet wird. Aus recycelten Büchern, Papieren und Katalogen entstehen vor Ort neue Papierbahnen, deren Herstellung über mehrere Geschosse hinweg sichtbar wird.
- Museum Haus Opherdicke: Zeitraumschweben27.03.26 - 9:31
Seit jeher üben Vorstellungen von der Zukunft eine enorme Faszination auf uns aus. Das Unbekannte regt die Fantasie an und findet seit Jahrzehnten vielfältigen Ausdruck in der Kunst. Die aktuelle Ausstellung „Zeitraumschweben“ im Haus Opherdicke widmet sich genau diesem Thema und beleuchtet das Verhältnis zwischen Mensch und Zukunft. Anhand von Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen und Videoarbeiten begeben sich die Besucher:innen auf eine Spurensuche durch verschiedene Epochen. Dabei werden die Themenfelder Architektur, Zeit, Körper und Traum verknüpft, um zu zeigen, wie sich unsere Ambitionen und Ängste im Laufe der Zeit gewandelt haben.
- Draiflessen Collection: Mix & Match27.03.26 - 8:43
In der Ausstellung „Mix & Match“ begegnen sich Archiv und Sammlung der Draiflessen Collection auf ungewöhnliche Weise. In vier Themenräumen werden Objekte aus unterschiedlichen Zeiten und Bereichen miteinander kombiniert – von Druckgrafik und Buchkunst über Fotografien und Film bis hin zu Mode und zeitgenössischer Kunst. Die vier Elemente Erde, Feuer, Luft und Wasser strukturieren den Rundgang und lenken den Blick auf Materialien, Motive und Themen. So entstehen überraschende Verbindungen zwischen Werken und Objekten, die auf den ersten Blick wenig gemein haben.
- Kulturgut Nottbeck: Die Zukunft der Literatur27.03.26 - 8:34
Zum 25. Geburtstag richtet das Museum für Westfälische Literatur den Blick nach vorn. Die Jubiläumsausstellung „Die Zukunft der Literatur“ fragt danach, wie sich Literatur und ihre Vermittlung in den kommenden Jahren verändern könnten. Welche Rolle wird Künstliche Intelligenz im Schreiben spielen? Gehen traditionelle
Lesergruppen verloren – oder entstehen neue? Welche Chancen haben unabhängige Verlage – und wie lässt sich Literatur heute im Museum zeigen? Die Ausstellung greift diese Fragen in unterschiedlichen Formaten auf. - Kunstmuseum im Marstall: Tanya Poole26.03.26 - 14:54
Tanya Poole (*1971 in Kanada) untersucht in Malerei und Zeichnung die Verbindungen zwischen Mensch, Natur und Wissenschaft. Ihre Arbeiten entstehen aus einer intensiven Beobachtung der Menschen, Tiere und Landschaften in ihrer Umgebung. Dabei interessiert sie besonders das Dazwischen – jene Bereiche, in denen wissenschaftliche Erkenntnis, Naturbeobachtung und persönliche Erfahrung ineinandergreifen. Ihre großformatigen Tuschezeichnungen verbinden Präzision mit einer stillen, poetischen Bildsprache. Das Kunstmuseum im Marstall zeigt mit „The Eyes and the Guide“ Arbeiten aus verschiedenen Werkserien.
- Städtische Galerie Paderborn: Joséphine Sagna26.03.26 - 14:45
Die 1989 in Stuttgart geborene und in Ulm aufgewachsene Künstlerin Joséphine Sagna setzt sich in ihren Arbeiten mit der Sichtbarkeit und den Erfahrungen Schwarzer Frauen in einer weißen Mehrheitsgesellschaft auseinander. Mit deutsch-senegalesischen Wurzeln verbindet sie Empowerment, politisches Statement und die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Ihre Arbeiten thematisieren strukturellen Rassismus, hinterfragen gängige Stereotypen und zeigen die Stärke Schwarzer Frauen. In kräftigen Farben, mit unterschiedlichsten Techniken, mit Überlagerungen, Schrift und wilden Gesten formuliert die Künstlerin Selbstbewusstsein, Wut, Stärke und Zärtlichkeit zugleich.






