Barbara Hepworth – Kunst, Leben und Spiritualität
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Sea Form (Porthmeor). 1958. Tate, Geschenk der Künstlerin 1967 © Bowness 2025
Barbara Hepworth. Genesis 1969. The Hepworth Wakefield © Bowness 2025
AUSGABE 1/2026 – Autorin: Birgit Schlepütz
Barbara Hepworth (1903–1975) war eine prägende künstlerische Stimme der britischen Moderne: eine Bildhauerin, die intuitive Naturformen mit klarer Abstraktion verband und sich leidenschaftlich mit den politischen, sozialen und technologischen Debatten des 20. Jahrhunderts auseinandersetzte. Mit rund 90 Werken aus über fünf Jahrzehnten würdigt das Kunstmuseum Pablo Picasso ihr Lebenswerk in einer großen Einzelausstellung – und erzählt, wie Hepworth Kunst, Politik und persönliche Erfahrungen zu einem künstlerischen Kosmos verwob. Die Werke aus renommierten britischen Sammlungen – darunter The Hepworth Wakefield und die TATE – verdeutlichen, woran die Künstlerin glaubte: dass die physische Begegnung mit der Skulptur die Betrachtenden beeinflussen und ihre Wahrnehmung der Welt verändern könne.
Barbara Hepworths Karriere wurzelt in Yorkshire, bringt sie jedoch früh in Kontakt mit der Pariser Avantgarde: 1933 etwa schärfen Begegnungen mit Pablo Picasso, Constantin Brancusi und Hans Arp ihren Blick, dank dem sie sich zu einer starken Vertreterin der abstrakten Bildhauerei entwickelt. Hepworth ist zudem eine Frau, die sowohl vierfache Mutter als auch Künstlerin sein will – und damit gesellschaftliche Rollenbilder ihrer Zeit sprengt. Die Ausstellung entfaltet Hepworths Weg von ihren frühen Holzskulpturen über die ikonischen String Pieces der 1940er- und 1950er-Jahre bis zu ihrem monumentalen Spätwerk. Sie zeichnet das Porträt einer zutiefst spirituellen Künstlerin, die Musik, Tanz, Wissenschaft, Weltraumforschung und politische Debatten in ihre Formenwelt integriert. Und sie geht der Frage nach, wie die Kunst ein kultureller Impuls für das gesellschaftliche Zusammenleben sein und Wahrnehmungsräume öffnen kann. Die Studioausstellung „The Blue Guitar – David Hockney trifft Pablo Picasso“ setzt parallel zur Sonderausstellung das druckgrafische Schaffen von David Hockney (*1937) und Pablo Picasso in Beziehung.
Barbara Hepworth. Art & Life
22.11.25–08.03.26
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1
48143 Münster
Di–So 10–18 Uhr
kunstmuseum-picasso-muenster.de
Aktuelle Beiträge aus Münster
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Vögel, Stimmen und die Sehnsucht nach dem Fliegen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Augur“ von Steffani Jemison im Westfälischen Kunstverein. Die US-amerikanische Künstlerin (* 1981 in Berkeley) verbindet Klang, Skulptur, Zeichnung und Video zu einer raumgreifenden Installation, die sich mit Bewegung, Freiheit und den Möglichkeiten des Entkommens beschäftigt.
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Die Pariser Kunstszene des 20. Jahrhunderts war ein Laboratorium der Moderne – ein Ort, an dem Kunstschaffende etablierte Konventionen hinterfragten und neue Ausdrucksformen erprobten. Diese kreative Dynamik brachte einige der prägenden Kunstpositionen ihrer Zeit hervor. Das Picassomuseum gewährt nun mit mehr als 200 Werken aus der Privatsammlung Helmut Klewan einen Blick auf jene Künstlerinnen und Künstler, die diese Moderne entscheidend mitgestaltet haben.
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- RADAR: Swinda Oelke08.07.26 - 10:10
Licht macht Räume sichtbar und wird meist erst dann wahrgenommen, wenn es in Gestalt eines Strahls auf etwas trifft. Die Künstlerin Swinda Oelke beschäftigt sich seit Jahren mit den technischen Bedingungen von Lichtbildprojektionen. Im RADAR-Raum des Westfälischen Kunstvereins untersucht sie nun mit der ortsspezifischen Installation „Ray Optics“, wie Licht Räume erfasst, strukturiert und verändert. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig Beamer und andere Geräte der Bildprojektion. Dabei interessiert sie weniger das projizierte Bild als die technische Konstruktion dahinter.
Vier Jahrzehnte lang hingen sie in einem Schulgebäude in Soest, nun sind zwei ungewöhnliche Arbeiten von Gerhard Richter als Dauerleihgaben in der Sammlungspräsentation des Landesmuseums zu sehen. Die Gemälde „Strich (auf Blau)“ von 1979 und „Strich (auf Rot)“ von 1980 gehören mit ihren 20 Metern Länge zu den ungewöhnlichsten Werken im Bestand des Museums.
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Mit „AUSGEZEICHNET! – der Kunsthaus Kannen Preis 2026“ ruft das in Münster-Amelsbüren angesiedelte Museum für Outsider Art und zeitgenössische Kunst erstmals einen Wettbewerb ins Leben, der sich gezielt an Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen richtet. Die Ausstellung versammelt alle eingereichten Arbeiten und gibt Einblick in die große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen zwischen Outsider Art und zeitgenössischer Kunst.
- Kap.8: Franka Boltz und Kathrin Menke07.07.26 - 13:05
Auf den ersten Blick könnten die Arbeiten von Katrin Menke und Franka Boltz kaum unterschiedlicher sein. Während die Autodidaktin Menke ihre Blätter mit Figuren, Geschichten und Beobachtungen füllt, arbeitet die an der Kunstakademie ausgebildete Franka Boltz mit Überlagerungen und Leerstellen. Die Ausstellung „Schichtwechsel“ im Kap.8 bringt beide Positionen zusammen. Katrin Menke richtet ihren Blick auf den Alltag in Münster.
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Mit den „Droste Welten“ eröffnet im Rüschhaus der erste Teil einer neuen Dauerausstellung zu Annette von Droste-Hülshoff. Im Mittelpunkt stehen die Jahre, die die Autorin hier verbrachte und in denen ihre bedeutendsten Werke entstanden. Die Ausstellung fragt, was es im 19. Jahrhundert bedeutete, als Frau zu schreiben, zwischen familiären Erwartungen, gesellschaftlichen Rollenbildern und den Regeln des Literaturbetriebs. Handschriften, Bücher und persönliche Gegenstände geben Einblicke in ihre Arbeitsweise.
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Kunstausstellungen gehören nicht zum regelmäßigen Programm des Westfälischen Pferdemuseums. Umso bemerkenswerter ist die Schau „Von Dürer bis Stubbs. Das Pferd in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts“. Mehr als 40 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 28 Künstlern zeigen, wie sich die Darstellung des Pferdes in der europäischen Kunst im Laufe der Jahrhunderte verändert hat: vom Symbol für Macht, mili-tärische Stärke und gesellschaftlichen Rang bis hin zum Individuum mit eigenem Charakter.
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Ob Strand oder Berge, Museum oder Urlaub auf Balkonien – Reisen ist ein großes Abenteuer, das alle verbindet. Und mittendrin: ein kleiner Stoffhase mit Fernweh. In der Ausstellung „Reiselustig – Unterwegs mit dem Hasen Felix“ begleitet der berühmte Hase Familien auf eine Entdeckungstour rund ums Urlaub machen – früher, heu-te und morgen. In sechs aufwändig gestalteten Themenräumen begegnet man nicht nur dem reisenden Kuscheltier, das seiner Freundin Sophie von unterwegs schreibt, sondern auch historischen Gemälden, Fotografien und Objekten, die zeigen, wie sich Urlaubsziele und Reisegewohnheiten im Lauf der Jahrzehnte verändert haben.







