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Skulptur Projekt von Giuseppe Penone gestohlen

LWL-Museum für Kunst und Kultur setzt Belohnung aus

Guiseppe Penone. Progetto Pozzo di Münster. 1987Guiseppe Penone. Progetto Pozzo di Münster. 1987. Foto: © LWL / Skulptur Projekte Archiv, Studio Penone
Guiseppe Penone. Progetto Pozzo di Münster. 1987
Guiseppe Penone. Progetto Pozzo di Münster. 1987

Guiseppe Penone. Progetto Pozzo di Münster. 1987. Foto: © LWL / Skulptur Projekte Archiv, Studio Penone

NEWS 03.04.22

Das Kunstwerk „Progetto Pozzo di Münster“ (Brunnenprojekt für Münster), das der italienische Künstler Giuseppe Penone für die Skulptur-Projekte 1987 auf dem alten Hörster Friedhof in Münster installiert hat, wurde gestohlen. Da die Arbeit zuletzt am Montagnachmittag (28.02.) gesehen wurde, muss die Skulptur in der Nacht oder am Dienstagnachmittag (01.03.) entwendet worden sein. Das Werk besteht aus einem sieben Meter langen und über 1000 Kilogramm schweren Ast aus Bronze, der von einem Stein gestützt und fest verankert auf der Rasenfläche des Hörster Friedhofs lag. Unterirdisch ist eine Brunnenanlage eingebaut. Aus dem Ast fließt Wasser in einen darunterliegenden, mit Pflastersteinen eingefassten Abfluss. Das Wasser rinnt aus einem in den Stamm hineingedrückten Handabdruck in das Brunnenloch und wird von dort wieder in den Ast gepumpt.

„Der Brunnen ist ein stilles Kunstwerk, das seit Jahrzehnten in den städtischen Alltag eingebunden ist. Der Diebstahl des Brunnens von Penone ist ungeheuerlich und wir hoffen auf weitere Hinweise der AnwohnerInnen am Hörster Friedhof“, so Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Das Werk sei eine der sowohl inhaltlich als auch finanziell wertvollsten Arbeiten, die von den Skulptur Projekten in Münster verblieben sind. Der Materialwert des Bronzeastes von Guiseppe Penone ist nicht sehr hoch. „Wir hoffen, dass die Vernunft siegt und das Kunstwerk wieder auftaucht“, so Arnhold. Da die Hoffnung alleine nicht reiche, setze das Museum eine Belohnung aus für einen Hinweis, der zum Wiederauffinden des unversehrten Bronzeobjektes führt.

In der Geschichte der Skulptur Projekte wurden immer wieder Arbeiten gestohlen. 2007 wurde der Wohnwagen von Michael Asher entführt, ein anderes Mal entwendeten Unbekannte die Gedenktafel von Ian Hamilton Finlay auf dem alten Überwasserfriedhof. 1987 wurde die gelbe Madonna von Katharina Fritsch während der Ausstellung direkt auf der Salzstraße gestohlen.

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur hat Strafanzeige erstattet, die polizeilichen Ermittlungen laufen. Hinweise zur Tat nimmt die Polizei unter Telefon 0251 275-0 entgegen. Das LWL-Museum setzt eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus.

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10, 48143 Münster, Tel. 0251-590701
Di–So 10–18 Uhr
www.lwl-museum-kunst-kultur.de

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