Kunstmuseum Ahlen: Avantgarde in den Niederlanden

Wer an Expressionismus in unserem Nachbarland denkt, dem fällt vermutlich zuerst die bekannte Vereinigung De Stijl ein. Aber es gab auch andere Gruppen in den Niederlanden zu dieser Zeit, und sie sind nicht weniger spannend. Eine repräsentative Auswahl von Werken der 1918 in Groningen gegründeten Künstlergruppe De Ploeg (zu deutsch: der Pflug) präsentiert das Kunstmuseum Ahlen bis Anfang Juni.

Stadtmuseum Beckum: Lars Reiffers

Eine malerische Reise „durch Zeit und Raum“, so der Titel der Ausstellung, präsentiert Lars Reiffers im Stadtmuseum Beckum. Der 1978 in Engelskirchen geborene Künstler zeigt eine umfassende Auswahl seiner Werke aus den vergangenen 25 Jahren. Themen sind das Stillleben, die Natur, Museumsräume und historische Gemälde.

Lippisches Landesmuseum: Herrschaftszeiten

Vor genau 900 Jahren wurde das Adelshaus Lippe zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Die Familie Lippe legte den Grundstein für eine lange Geschichte, die zur Entwicklung des Landes Lippe führte. Ihre Entscheidungen und Einflüsse waren vielfältig: Sie übertrug ihren Namen auf den Landstrich nördlich des Teutoburger Waldes und ihr Wappenbild, die Lippische Rose, ist noch heute Symbol der Region.

Marta Herford: Long Gone, Still Here

Mit 28 Werken von 17 Gegenwartskünstlerinnen und -künstlern präsentiert das Marta Herford eine internationale Gruppenausstellung, die ein breites Spektrum an künstlerischen Auseinandersetzungen mit Klängen, Tönen und Geräuschen darstellt und damit Teil der programmatischen Neuausrichtung des Museums als Ort für synästhetische Erfahrungen ist.

Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Jeongmoon Choi

Die Reihe „Winterlicht“ im Kloster Gravenhorst hat Tradition: Seit 2006 stellen international bekannte Lichtkünstlerinnen und -künstler in den dunklen Wintermonaten hier Werke aus, die sie eigens für die historischen Gewölbe des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters konzipiert haben. Die künstlerischen Eingriffe mittels Lichtelementen, Projektionen oder raumgreifenden Installationen verändern dabei auf ganz unterschiedliche Weise die Architektur.

Museumsquartier Osnabrück: Kunstpreis Osnabrück 2024

56 Künstlerinnen und Künstler haben sich für den Kunstpreis Osnabrück 2024 beworben. Aus den Bewerbungen hat die Jury nun 14 Künstlerinnen und Künstler für die Kunstpreis-Ausstellung ausgewählt. Es sind: Jona Bundschuh, Martin Collmann, Helga Duwendag-Strecker, Kati Gausmann, Nikolas Klemme, Mtshiselwa Mntuwabantu, Suraj Natarajaa, Nadia Pereira Benavente, Aaron Rahe, Mariella Rusch, Konstantin Sauer, Jakob Schöning, Paul Wessler und Polina Zinoveeva.

Von der Heydt-Museum: Wege der Abstraktion

Das Von der Heydt-Museum breitet erneut seine Sammlungsschätze aus: Nach der Ausstellung „ZERO, Pop und Minimal“ steht nun die Abstraktion im Fokus: von der klassischen Moderne bis hin zu heutigen Tendenzen der ungegenständlichen Malerei. Hauptwerke bekannter Künstlerinnen und Künstler sind genauso zu sehen wie verborgene Arbeiten aus den Depots. Eine Reihe von Neuerwerbungen aus den vergangenen Jahren wird erstmals überhaupt ausgestellt.

Ikonenmuseum Recklinghausen: IKONA

In „Das andere Geschlecht“ (1949) stellt die französische Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir fest, dass das kulturelle Bild der Frau von einer merkwürdigen Ambivalenz geprägt ist. Die antithetischen Weiblichkeitsmythen, die sie beschreibt, der ewige Gegensatz von verruchter Verführerin und unschuldiger Jungfrau, geht auf biblische Vorbilder zurück: Adams eigenwillige Frau Eva und ihr hochverehrtes Gegenstück, die devote Maria von Nazareth.

Quadrat Bottrop: Care-Arbeit in der Kunst

Kinder betreuen, Angehörige pflegen, putzen: Care-Arbeit ist für das Funktionieren von Gesellschaft unverzichtbar und wird zumeist von Frauen übernommen. Seit den 1960er Jahren beschäftigen sich Künstlerinnen weltweit kritisch mit den sozialen Konsequenzen dieser Arbeitsform. Das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop zeigt jetzt in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum eine Ausstellung, die historische und aktuelle Fragen rund um Care-Arbeit thematisiert.

Dortmunder U: Expressionismus hier und jetzt!

Expressionismus – das ist Kunst aus einer Zeit voller Änderungen und Widersprüche. In den Jahren 1905–1925 entstanden neue, teils radikale, teils experimentelle Werke, auch als eine Antwort auf das Ende des Kaiserreiches, den ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik. Die umfangreiche Sammlung expressionistischer Kunst, die Bettina und Rolf Horn über sechs Jahrzehnte zusammentrugen, ist eigentlich fester Bestandteil des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Schleswig.