Kunstmuseum Ahlen: Beat Zoderer

Falten und Schichten, Zusammenfügen und Zerlegen, Umstecken und Neuordnen – Beat Zoderer, zeitgenössischer Vertreter der neo-konstruktiven Kunst, verwandelt mit seinen Arbeiten alltägliche Materialien und scheinbar banale Gebrauchsgegenstände wie Klebeetiketten, Gummibänder oder Schaumstoff in künstlerische Ereignisse. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Hellweg-Konkret II zeigt das Kunstmuseum Ahlen eine umfangreiche Werkschau des 1955 geborenen Schweizers, der die Regeln des Konkreten spielerisch immer wieder neu unterläuft und uminterpretiert. Dabei liegt der Fokus auf zentralen künstlerischen Ereignissen, die Zoderers Schaffen begleitet haben.

TextilWerk Bocholt: use-less. Slow Fashion

Egal ob Nylonstrümpfe, T-Shirts oder Jeans – die Produktion von Kleidung hat komplexe Folgen für Mensch und Umwelt. In der interaktiven Ausstellung „use-less. Slow Fashion“ im TextilWerk Bocholt stellen angehende ModedesignerInnen der Hochschule Hannover vor, wie Mode langlebig, ressourcensparend und schön gestaltet werden kann.

Quadrat Bottrop: Patrick Faigenbaum

Patrick Faigenbaum ist ein international bekannter Fotograf, dessen Arbeit in Europa und den USA bereits prominent vorgestellt wurde. Seine Ausstellung im Quadrat Bottrop mit Werken aus den Jahren 1986–2016 ist die erste Werkschau in Deutschland seit mehr als 20 Jahren. Mitte der 80er Jahre trat der 1954 in Paris geborene Künstler mit einer Serie von Porträts von Adelsfamilien in Rom, Florenz und Neapel hervor. Waren diese frühen Arbeiten schwarz/weiß, beginnt er Ende der 90er Jahre auch in Farbe zu arbeiten.

Quadrat Bottrop: Common Ground

Das Quadrat Bottrop präsentiert gleich zwei Künstler auf einmal. Die Ausstellung ist mit Common Groud, gemeinsame Basis, überschrieben. Sie lenkt den Blick auf das, was die beiden verbindet – und beleuchtet notwendigerweise auch, was sie unterscheidet. Geht es bei den Werken des deutschen Bildhauers Anton Himstedt vor allem um die Wirkung im Raum, spielt bei dem Amerikaner Joseph Egan die Farbe eine wichtige Rolle.

Dortmunder U: Studio 54 – Night Magic

„Das Disco-Ereignis des Jahres“ – nach 15 Monaten Pandemie klingt diese Ankündigung des Dortmunder U ebenso vielversprechend wie surreal. Lange bevor die Diskotheken in NRW wieder öffnen dürfen, holt die Ausstellung „Night Magic“ die Clubkultur ins Museum. Mit Fotos, Originalobjekten, Mode und Musik lässt sie das legendäre „Studio 54“ in New York aufleben – von der sensationellen Eröffnung am 26. April 1977 bis zum Steuerskandal, der seine Gründer im Februar 1980 hinter Gitter brachte. Dortmund ist die einzige europäische Station der Retrospektive, die Matthew Yokobosky für das Brooklyn Museum kuratierte. Nacherzählt wird die Kulturgeschichte eines Nachtclubs – zwar ohne volle Tanzfläche aber dennoch mit viel Glamour.

MKK Dortmund: René Schoemakers

Politische Ideologien und ihre vielfältigen Auswirkungen sind nicht nur Dauerthema gesellschaftlicher Diskussion. Auch Künstlerinnen und Künstler greifen die Pole von rechts und links immer wieder auf. Der Klever Maler René Schoemakers beschäftigt sich besonders eindrücklich mit diesen Themen. Er schafft fotografisch anmutende Werke, die durch ihren Naturalismus beeindrucken. Spätestens auf den zweiten Blick verstören und verwirren sie die Betrachtenden jedoch. Das MKK Dortmund zeigt nun mit „Weltgeist“ eine mehr als einhundert Bilder umfassende Werkschau, die den Schwerpunkt auf Schoemakers neueste Arbeiten legt.

Marta Herford: Benjamin Katz

Mit eindringlichen Künstlerporträts von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Joseph Beuys, Cindy Sherman oder Marisa Merz erlangte der Fotograf Benjamin Katz (*1939) weltweit Berühmtheit. Doch sein privates Archiv von über einer halben Million Negativen offenbart noch viele andere Momente. Anhand von 200 Schwarz-Weiß-Fotografien eröffnet die Ausstellung „Benjamin Katz – Entdeckungen“ im Marta Herford einen neuen Kosmos des außergewöhnlichen Fotografen, dessen untrüglicher Blick immer auch die kleinen Sensationen im scheinbar Nebensächlichen entdeckt.

Haus Opherdicke: Hermann Stenner

Hermann Stenner (1891–1914) gehörte schon zu Lebzeiten zu den herausragenden Talenten des frühen 20. Jahrhunderts. Neben Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Johannes Itten und Ida Kerkovius war er Teil des Schülerzirkels an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste und wurde Meisterschüler Adolf Hölzels. Der Beginn des Ersten Weltkrieges bedeutete das Ende dieser verheißungsvollen künstlerischen Entwicklung – Hermann Stenner fiel im Dezember 1914 an der Ostfront.

Haus Operdicke: Herbert Rolf Schlegel

Selbstbewusste Frauen und androgyne Figuren sind nur zwei Themen von Herbert Rolf Schlegel, einem weitgehend unbekannten Künstler der deutschen Avantgarde, die überraschend gut in die heutige Zeit passen. Nicht nur in Sachen Gender lohnt sich ein Blick auf das Werk des Malers, der von 1889–1972 lebte.

Kunsthalle Lingen: Vier Künstler aus dem Emsland

„Altmann Kunst Monecke Wake“ lautet der Titel einer Gruppenausstellung in der Kunsthalle Lingen, der die Namen von vier Künstlern einer Gene-ration aus dem Emsland nennt. Es handelt sich um Beringer Altmann (1939–2010), Friedrich Kunst (1930–2001), Karl-Heinz (Charly) Monecke (1930–2013) und Richard Wake (1936–2016). Alle wurden in den 1930er Jahren geboren und haben vor allem die Nachkriegsjahre mit den Kunstströmungen Informel und Pop Art sowie expressive Malerei, Aktion und Happening in ihrem Werk auf jeweils eigene Art und Weise reflektiert.