Stadtmuseum Beckum: Herbert Pörtner

Mit Präzision und feinem Gespür für Rhythmus und Form entwickelt Herbert Pörtner kinetische Lichtobjekte, die zur kontemplativen Betrachtung einladen. Im Stadtmuseum Beckum präsentiert der 1948 in Köln geborene Künstler eine Auswahl seiner Arbeiten – Objekte, die durch minimale Bewegungen und elektronische Lichtsteuerung eine eigentümliche Lebendigkeit entfalten. Hinter der klaren Formensprache verbirgt sich feinste Mechanik, die im Inneren der Objekte fast lautlos arbeitet.

Osthaus Museum: Noortje Palmers

Mit „Noortje Palmers. Menschen des 21. Jahrhunderts“ zeigt das Osthaus Museum die erste museale Einzelausstellung der flämischen Fotografin in Deutschland. Rund 80 großformatige Gruppenporträts versammeln Menschen, die sich über ein gemeinsames Interesse, ein Engagement oder Hobby verbunden fühlen: Vinyl-Sammler:innen, Rollerskaterinnen oder Schiffsmodellbauer – aber auch Menschen, die eher zufällig etwas gemeinsam haben.

Marta Herford: Ingrid Wiener

Mit „Einfach machen und tun“ zeigt das Marta Herford eine Überblicksschau zum Werk der österreichischen Künstlerin Ingrid Wiener (*1942). In ihren Arbeiten verbindet Wiener ihr künstlerisch-philosophisches Umfeld mit grundlegenden Fragen des Lebens und der Wahrnehmung. Eine zentrale Rolle spielen ihre Gobelins, die sie als gleichwertiges Pendant zur Malerei versteht. Als Bildvorlagen dienen ihr Motive des Alltags: Kochrezepte, Stillleben aus ihrem unmittelbaren Umfeld oder in jüngerer Zeit auch Röntgenbilder ihres eigenen Körpers. Ergänzt werden die textilen Arbeiten durch Traumzeichnungen, Filme, Fotografien und performative Projekte.

Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Tatjana Busch

Seit 2008 verwandelt sich das Kloster Gravenhorst in den Wintermonaten in einen Ort der Lichtkunst. Unter dem Titel „Winterlicht“ treten renommierte Lichtkünstler:innen in Dialog mit historischen Räumen, die einst der spirituellen Andacht dienten. Das Zusammenspiel von Ort, Licht und Dunkelheit trifft seit Jahren beim Publikum auf große Resonanz. In dieser Wintersaison bespielt Tatjana Busch die Ausstellungsräume. Ihr Werk umfasst sowohl Objektarbeiten als auch raumgreifende Installationen mit Licht, Klang und kinetischen Elementen. Beide Bereiche sind eng miteinander verbunden.

Galerie Lengershaus: Murales

Auf seinen Reisen durch Mexiko entwickelte der Künstler Tom Sam ein besonderes Interesse für die dortigen Straßenzüge und farbigen Fassaden der Häuser. Jede Nachbarschaft wird durch eine charakteristische Farbigkeit geprägt, die Ausdruck individueller Harmonievorstellungen und Tradition ist. Die Menschen orientieren sich nicht nur räumlich durch sie, sondern identifizieren sich auch mit den jeweiligen Farbkompositionen. Tom Sam greift diese Eindrücke auf und entwickelt aus Fotografien abstrakte Farbflächen, die ineinandergreifend ein eigenes Formengeflecht bilden.

Kunstmuseum im Marstall: Feel the Art

Gefühle wie Freude, Liebe, Eifersucht, Wut, Trauer oder Angst prägen unser Leben. Doch wie begegnen uns Emotionen in der Kunst? Und was löst Kunst in uns aus? Die Ausstellung FEEL THE ART! lädt dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern bewusst zu erleben. Welche Emotionen erkennen wir in den Werken – und welche entstehen dabei in uns selbst?

Kloster Bentlage: Sabine Klupsch und Simone Jänke

Im Spannungsfeld zwischen Vergangenem und Kommendem, zwischen Schmerz und Hoffnung widmet sich die Ausstellung „Warten auf Noah“ im Kloster Bentlage einem Thema, das uralt scheint und zugleich erschreckend gegenwärtig ist: der Arche Noah. In Zeichnungen und Skulpturen setzen sich die beiden Künstlerinnen Simone Jänke und Sabine Klupsch aus Münster mit Motiven dieser biblischen Geschichte auseinander – als stille Reflexion über innere Vorgänge.

Museum Abtei Liesborn: Antonius Höckelmann

Zum 50-jährigen Bestehen des Kreises Warendorf widmet das Museum Abtei Liesborn dem aus Oelde stammenden Künstler Antonius Höckelmann (1937–2000) eine umfassende Retrospektive. Höckelmann zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der Region. Bekannt wurde er in den 1960er-Jahren durch großformatige Zeichnungen, später auch durch grotesk wuchernde Plastiken.

Stadtmuseum Historisches Rathaus Warendorf: Gerhard Uhlig

„Form und Gestalt. Landschaft als Motiv“ lautet der Titel der Ausstellung von Gerhard Uhlig, die das Dezentrale Stadtmuseum von Januar bis April 2026 im Historischen Rathaus in Warendorf präsentiert. Als Kunstbeauftragter der Bezirksregierung Münster prägte Gerhard Uhlig (1924–2015) den Kunstunterricht am Gymnasium der 1970er- und 80er-Jahren maßgeblich. Wie sehr er zugleich als Künstler wirkte, wird in Warendorf deutlich: Im Mittelpunkt steht die Landschaft, die der Künstler über Jahrzehnte in vielfältigen Ausdrucksformen bearbeitete. Zu sehen sind frühe Arbeiten aus den 1950er-Jahren, Gemälde, Serigraphien und Collagen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren sowie sein Spätwerk der frühen 2000er-Jahre.

Museum Peter August Böckstiegel: Sammlung Grässlin

Mit „Gastspiel – Werke aus der Sammlung Grässlin“ zeigt das Böckstiegel-Museum den dritten Teil seiner Reihe zur Malerei des 20. Jahrhunderts. Nach dem Informel und den nordisch-mystischen Bildwelten Asger Jorns rücken nun die 1980er und 1990er Jahre in den Fokus – eine Zeit, in der westdeutsche Künstler bewusst gegen gängige Sehgewohnheiten arbeiteten. Die rund 60 Bilder und Skulpturen stammen aus der Sammlung Grässlin in St. Georgen, deren Schwerpunkt bis heute vom anarchischen Geist dieser Künstler geprägt ist.