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Cornelius Völker – Guter Stoff

Kunstforum Hermann Stenner

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Cornelius Völker. Feinripp. 1998. © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

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Cornelius Völker. Tuch. 2024. © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

AUSGABE 4/2024– Autorin: Marie Malavasi

Cornelius Völker (*1965) wendet sich in seinem Œuvre alltäglichen und vertrauten Dingen zu. Leeres Bonbonpapier, weggeworfene Kleidungsstücke oder eingelegte Gurken setzt er in seiner charakteristischen, temperamentvollen Malweise in neuem Licht in Szene. Diese Gegenstände werden von Völker vor einem neutral gehaltenen Hintergrund schonungslos porträtiert. Nach der großen Werkschau im vergangenen Jahr im Museum Kunstpalast in seiner Heimatstadt Düsseldorf sind Cornelius Völkers Arbeiten nun im Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld zu sehen. Die Ausstellung „Guter Stoff“ zeigt über 140 Gemälde, darunter auch einige bisher unveröffentlichte Werke.

Dem Titel folgend konzentriert sich die Ausstellung auf den Stoff als Motiv und Material im Werk von Cornelius Völker. Textilien wie Feinripp, Pullover oder Geschirrtücher tauchen in seinen Bildern auf. Wer bei Stoff allerdings nur an Textilien denkt, wird eines Besseren belehrt. Auch den „Lesestoff“ bringt Völker mit Bücherstapeln auf die Leinwand. Dieses gesellschaftlich durchaus positiv kon-notierte Suchtmittel steht im Kontrast zu Stoffen wie Alkohol, Cannabis, Angel Dust oder Blue. Auch diese häufig als „Stoff“ bezeichneten Drogen setzt Cornelius Völker in seinen Werken in Szene. Der Stoff zeigt sich jedoch nicht nur als Motiv in seinen Werken, auch die Stofflichkeit selbst spielt in Völkers Malprozess eine entscheidende Rolle. Auf der Leinwand als stofflichem Bildträger wechseln sich pastose Farbaufträge mit transparent erscheinenden Bildpartien ab. So erscheinen seine Malereien bei naher Betrachtung teils informell und eher der gestischen Malerei zugehörig, wohingegen sie bei der Betrachtung aus der Ferne zunächst eindeutig identifizierbar waren. Die „Leinenstadt Bielefeld“ mit ihrer textilen Tradition erscheint für eine solche Werkauswahl geradezu prädestiniert.

Cornelius Völker. Guter Stoff. Malerei und Zeichnung
29.09.24–30.03.25

Kunstforum Hermann Stenner
Obernstr. 48
33602 Bielefeld
Mi–Fr 14–18, Sa+So 11–18 Uhr
www.kunstforum-hermann-stenner.de

Aktuelle Beiträge aus dem Umland

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    Quadrat Bottrop: Richard Paul Lohse27.03.26 - 12:26

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    Seit jeher üben Vorstellungen von der Zukunft eine enorme Faszination auf uns aus. Das Unbekannte regt die Fantasie an und findet seit Jahrzehnten vielfältigen Ausdruck in der Kunst. Die aktuelle Ausstellung „Zeitraumschweben“ im Haus Opherdicke widmet sich genau diesem Thema und beleuchtet das Verhältnis zwischen Mensch und Zukunft. Anhand von Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen und Videoarbeiten begeben sich die Besucher:innen auf eine Spurensuche durch verschiedene Epochen. Dabei werden die Themenfelder Architektur, Zeit, Körper und Traum verknüpft, um zu zeigen, wie sich unsere Ambitionen und Ängste im Laufe der Zeit gewandelt haben.

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  • Abbildung von Joséphine Sagna. Who is who. 2025
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  • Abbildung von Peter Stohrer. Ohne Titel
    Carlernst Kürten-Stiftung: Peter Stohrer26.03.26 - 13:17

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    Von der Heydt-Museum: Carl Grossberg05.01.26 - 11:16

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  • Abbildung von Rebecca Horn. Turm der Namenlosen. 1994
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    Mit der Ausstellung „Emotion in Motion“ widmet der Wuppertaler Skulpturenpark der 2024 verstorbenen Rebecca Horn eine umfassende Retrospektive. Gezeigt werden dreizehn Werke aus vier Jahrzehnten, darunter großformatige kinetische Skulpturen, die durch ihre Mechanik Klänge erzeugen. Rebecca Horn gilt als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr Werk umfasst Performances, Zeichnungen, Filme, Dichtung und Installationen. Früh entwickelte sie sogenannte Körperextensionen – objekthafte Erweiterungen des Körpers, die in performativen Situationen die Verletzlichkeit und Begrenzung menschlicher Existenz thematisieren.

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Seit 1998 stellt das Magazin kunst raum münster jeweils vierteljährlich das regionale Kunstgeschehen vor. Mit rund 200 Terminen und vielen Aus­­stellungs­besprechungen bietet es die umfassendste gedruckte Zusammen­stellung von Kunstterminen für Münster und das Münsterland bis in die angrenzende Weser-Ems-Region, Ostwestfalen-Lippe und das Ruhrgebiet. Die gedruckte Ausgabe erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.

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