KÖRPER:SPRACHEN analysiert Sprachmuster
Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL)
AUSGABE 2/2024
Noch bis Jahresende widmet sich die Ausstellung „KÖRPER:SPRACHEN“ im Droste-Museum auf Burg Hülshoff der Frage, wie stark kolonial geprägte Denk- und Sprachmuster bis heute unsere Sprache und damit unsere Gesellschaft beeinflussen. Entwickelt wurde die Ausstellung vom Künstler*innenkollektiv parallelgesellschaft, zu dem Etritanë Emini, Moshtari Hilal, Miedya Mahmod, Fatima Moumouni, Nazanin Noori, Paula Reissig, Tanasgol Sabbagh, Temye Tesfu, Norwin Tharayil und Ralph Tharayil, Sinthujan Varatharajah und Ken Yamamoto gehören. In den Text-, Sound- und Videoarbeiten der zwölf Künstler*innen geht es um persönliche Geschichten, Erinnerungen, Mythen und Bestandsaufnahmen. In den Räumen der Dauerausstellung von Burg Hülshoff und der Alten Schmiede am Haupteingang des Geländes treten die Werke in den Dialog mit den vorhandenen Ausstellungsobjekten.
KÖRPER:SPRACHEN
26.04.–31.12.24
Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL)
Schonebeck 6
48329 Havixbeck
Mi–So 11–18.30 Uhr
www.burg-huelshoff.de
Aktuelle Beiträge aus Münster
Westfälischer Kunstverein: Steffani Jemison08.07.26 - 11:44Vögel, Stimmen und die Sehnsucht nach dem Fliegen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Augur“ von Steffani Jemison im Westfälischen Kunstverein. Die US-amerikanische Künstlerin (* 1981 in Berkeley) verbindet Klang, Skulptur, Zeichnung und Video zu einer raumgreifenden Installation, die sich mit Bewegung, Freiheit und den Möglichkeiten des Entkommens beschäftigt.
Kunstmuseum Pablo Picasso: Pariser Moderne08.07.26 - 11:00Die Pariser Kunstszene des 20. Jahrhunderts war ein Laboratorium der Moderne – ein Ort, an dem Kunstschaffende etablierte Konventionen hinterfragten und neue Ausdrucksformen erprobten. Diese kreative Dynamik brachte einige der prägenden Kunstpositionen ihrer Zeit hervor. Das Picassomuseum gewährt nun mit mehr als 200 Werken aus der Privatsammlung Helmut Klewan einen Blick auf jene Künstlerinnen und Künstler, die diese Moderne entscheidend mitgestaltet haben.
- Galerie Ostendorff: Maxim Wakultschik08.07.26 - 10:40
Maxim Wakultschik, gebürtig aus Belarus, kam Anfang der 1990er Jahre nach Deutschland und studierte nach einem ersten Gastaufenthalt an der Kunstakademie Düsseldorf Freie Kunst bei Jannis Kounellis und Beate Schiff. Ausgehend von der Malerei entwickelte er früh eine eigenständige Formensprache und wandte sich bald Reliefs, Skulpturen und raumgreifenden Objekten zu.
- RADAR: Swinda Oelke08.07.26 - 10:10
Licht macht Räume sichtbar und wird meist erst dann wahrgenommen, wenn es in Gestalt eines Strahls auf etwas trifft. Die Künstlerin Swinda Oelke beschäftigt sich seit Jahren mit den technischen Bedingungen von Lichtbildprojektionen. Im RADAR-Raum des Westfälischen Kunstvereins untersucht sie nun mit der ortsspezifischen Installation „Ray Optics“, wie Licht Räume erfasst, strukturiert und verändert. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig Beamer und andere Geräte der Bildprojektion. Dabei interessiert sie weniger das projizierte Bild als die technische Konstruktion dahinter.
Vier Jahrzehnte lang hingen sie in einem Schulgebäude in Soest, nun sind zwei ungewöhnliche Arbeiten von Gerhard Richter als Dauerleihgaben in der Sammlungspräsentation des Landesmuseums zu sehen. Die Gemälde „Strich (auf Blau)“ von 1979 und „Strich (auf Rot)“ von 1980 gehören mit ihren 20 Metern Länge zu den ungewöhnlichsten Werken im Bestand des Museums.
- Kunsthaus Kannen: Kunsthaus Kannen Preis 202608.07.26 - 9:00
Mit „AUSGEZEICHNET! – der Kunsthaus Kannen Preis 2026“ ruft das in Münster-Amelsbüren angesiedelte Museum für Outsider Art und zeitgenössische Kunst erstmals einen Wettbewerb ins Leben, der sich gezielt an Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen richtet. Die Ausstellung versammelt alle eingereichten Arbeiten und gibt Einblick in die große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen zwischen Outsider Art und zeitgenössischer Kunst.
- Kap.8: Franka Boltz und Kathrin Menke07.07.26 - 13:05
Auf den ersten Blick könnten die Arbeiten von Katrin Menke und Franka Boltz kaum unterschiedlicher sein. Während die Autodidaktin Menke ihre Blätter mit Figuren, Geschichten und Beobachtungen füllt, arbeitet die an der Kunstakademie ausgebildete Franka Boltz mit Überlagerungen und Leerstellen. Die Ausstellung „Schichtwechsel“ im Kap.8 bringt beide Positionen zusammen. Katrin Menke richtet ihren Blick auf den Alltag in Münster.
- Center for Literature im Haus Rüschhaus: Droste Welten29.06.26 - 12:57
Mit den „Droste Welten“ eröffnet im Rüschhaus der erste Teil einer neuen Dauerausstellung zu Annette von Droste-Hülshoff. Im Mittelpunkt stehen die Jahre, die die Autorin hier verbrachte und in denen ihre bedeutendsten Werke entstanden. Die Ausstellung fragt, was es im 19. Jahrhundert bedeutete, als Frau zu schreiben, zwischen familiären Erwartungen, gesellschaftlichen Rollenbildern und den Regeln des Literaturbetriebs. Handschriften, Bücher und persönliche Gegenstände geben Einblicke in ihre Arbeitsweise.
- Westfälisches Pferdemuseum: Von Dürer bis Stubbs27.06.26 - 16:52
Kunstausstellungen gehören nicht zum regelmäßigen Programm des Westfälischen Pferdemuseums. Umso bemerkenswerter ist die Schau „Von Dürer bis Stubbs. Das Pferd in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts“. Mehr als 40 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 28 Künstlern zeigen, wie sich die Darstellung des Pferdes in der europäischen Kunst im Laufe der Jahrhunderte verändert hat: vom Symbol für Macht, mili-tärische Stärke und gesellschaftlichen Rang bis hin zum Individuum mit eigenem Charakter.
- Stadtmuseum Münster: Münsters Malerinnen25.03.26 - 10:12
Sie waren bekannte Künstlerinnen ihrer Zeit, stellten erfolgreich aus und taten alles, um von ihrer Kunst zu leben – und dennoch gerieten sie in Vergessenheit. Mit der Ausstellung „Münsters Malerinnen zwischen Biedermeier und Expressionismus“ richtet das Stadtmuseum den Blick auf zwölf Künstlerinnen, die im 19. Jahrhundert in Münster geboren wurden oder aufwuchsen. Viele von ihnen ließen sich als Privatschülerinnen von renommierten Professoren ausbilden, die an Kunstakademien in Dresden, Düsseldorf, Berlin oder München lehrten. Zu Lebzeiten in Münster und darüber hinaus präsent und geschätzt, verschwanden ihre Namen nach ihrem Tod schnell aus dem kunsthistorischen Gedächtnis – eine Lücke, die nun geschlossen werden soll.
- LWL-Museum für Kunst und Kultur: Reiselustig02.01.26 - 12:35
Ob Strand oder Berge, Museum oder Urlaub auf Balkonien – Reisen ist ein großes Abenteuer, das alle verbindet. Und mittendrin: ein kleiner Stoffhase mit Fernweh. In der Ausstellung „Reiselustig – Unterwegs mit dem Hasen Felix“ begleitet der berühmte Hase Familien auf eine Entdeckungstour rund ums Urlaub machen – früher, heu-te und morgen. In sechs aufwändig gestalteten Themenräumen begegnet man nicht nur dem reisenden Kuscheltier, das seiner Freundin Sophie von unterwegs schreibt, sondern auch historischen Gemälden, Fotografien und Objekten, die zeigen, wie sich Urlaubsziele und Reisegewohnheiten im Lauf der Jahrzehnte verändert haben.




