Aleš Sobota: Schwarz-Weiß-Fotografien 1980–2026
Galerie Lengershaus
AUSGABE 4/2026
Das Spiel von Licht und Schatten prägt die Schwarz-Weiß-Fotografien von Aleš Sobota und knüpft an tschechische Vorbilder wie Josef Koudelka an. Unter dem Titel „Dazwischen“ zeigt die Galerie Lengershaus Arbeiten aus den Jahren 1980–2026. Sobota hält darin flüchtige Augenblicke fest, gibt ihnen aber durch die Wahl von Perspektive und Ausschnitt eine neue Ordnung. So verbindet er Bewegung und Ruhe zu spannungsvollen Kompositionen, in denen das Zusammenspiel von Menschen und Architektur mitunter surreale Züge annimmt. Digitale Nachbearbeitung setzt er nur zurückhaltend ein. 1951 im heutigen Tschechien geboren, emigrierte Sobota 1969 infolge der Niederschlagung des Prager Frühlings nach Deutschland. Die Fotografie begleitete ihn während seines Elektrotechnik- und späteren Medizinstudiums bis in den Beruf als Arzt. Dabei rückten das Vordringen des Betons in die Natur ebenso wie der Krankenhausalltag in seinen Blick. Mit der Geburt seiner Kinder kamen deren Spiele und selbst erschaffene Welten hinzu.
Aleš Sobota
Dazwischen. Fotografien 1980–2026
20.09.–06.12.26
Galerie Lengershaus
Hohe Str. 20
48366 Laer
1.+3. So im Monat 14.30–17.30 Uhr
lengershaus.de
Aktuelle Beiträge aus dem Umland
- Museum Haus Opherdicke: Blühende Oasen08.10.26 - 16:19
Mit „Blühende Oasen“ präsentiert das Museum Haus Opherdicke Werke aus der bedeutenden Kunstsammlung von Frank Brabant. Im Mittelpunkt stehen Bilder, die sich mit Naturräumen und ihrer Nutzung durch den Menschen beschäftigen. Die Ausstellung vereint bekannte und weniger bekannte Künstler und eröffnet neue Perspektiven auf unterschiedliche künstlerische Handschriften. Brabant, der seine Sammlung seit den 1960er-Jahren aufbaute, gilt als leidenschaftlicher Förderer insbesondere jener Künstler, die während des Nationalsozialismus als Vertreter der sogenannten „verlorenen Generation“ verfolgt oder vergessen wurden. Seine Sammlung umfasst heute rund 700 Kunstwerke.
- Galerie Lengershaus: Aleš Sobota08.10.26 - 16:03
Licht und Schatten, Bewegung und Ruhe: Die Schwarz-Weiß-Fotografien von Aleš Sobota leben von ungewöhnlichen Perspektiven und spannungsvollen Bildkompositionen. Unter dem Titel „Dazwischen“ präsentiert die Galerie Lengershaus Arbeiten aus den Jahren 1980 bis 2026. Der 1951 in Tschechien geborene Fotograf hält flüchtige Augenblicke fest und verleiht ihnen durch die Wahl von Ausschnitt und Perspektive eine neue Ordnung. Architektur, Landschaften und Menschen begegnen sich dabei in mitunter surreal wirkenden Konstellationen. Auch Erfahrungen aus seinem Berufsalltag als Arzt und Beobachtungen seiner Familie finden Eingang in seine fotografische Arbeit.
- Kunsthalle Lingen: Ishmat Habib08.10.26 - 15:05
Mit dem Lingener Kunstpreis 2026 wird der indonesische Künstler Ishmat Habib ausgezeichnet. Die damit verbundene Ausstellung „Codex“ in der Kunsthalle Lingen ist seine erste institutionelle Einzelausstellung. In seinen expressiven Gemälden entwickeln Landschaften und Pflanzen ein Eigenleben und verbinden sich mit spirituellen Vorstellungen aus der javanischen Philosophie. Habib, der 1998 in Bantul geboren wurde und heute in Berlin lebt, greift dabei auch gesellschaftliche Fragen nach Machtverhältnissen, Migration und der Zerstörung natürlicher Lebensräume auf. So entsteht eine vielschichtige Bildwelt zwischen kultureller Überlieferung und gegenwärtiger Erfahrung.
- Draiflessen Collection: Erinnerungen aufschlagen07.10.26 - 13:47
Private Fotoalben bewahren Erinnerungen – und erzählen zugleich immer nur eine Auswahl der Vergangenheit. Die Ausstellung „Erinnerungen aufschlagen“ in der Draiflessen Collection stellt 17 historische Alben aus dem Umfeld der Familie Brenninkmeijer zeitgenössischen künstlerischen Positionen gegenüber. Fotografien von Familienfesten, Reisen und Kindheit treffen auf Werke, die nach Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und kulturellen Konventionen fragen. So wird das Fotoalbum selbst zum Gegenstand der Betrachtung und zum Spiegel dafür, wie Bilder unsere persönlichen und gesellschaftlichen Vorstellungen von Vergangenheit prägen.
- Städtische Galerie Paderborn: Johanna Reich07.10.26 - 13:29
Was verändert sich, wenn künstliche Intelligenz zunehmend unsere Sprache formuliert und Bedeutungen erzeugt? Johanna Reich geht dieser Frage in „Élthyris – Der Klang des Ungesagten“ nach und verbindet dabei Malerei, sinnliche Wahrnehmung und maschinelle Sprachproduktion. Gemeinsam mit einer KI entwickelte die Künstlerin die eigene Sprache Hynitha, die ihre Bilder in Worte übersetzt und daraus Gedichte verfasst. Die Ausstellung fragt damit auch, wer künftig unsere Sprache gestaltet und wie sich unser Verhältnis zur Welt verändert, wenn Maschinen zunehmend das Sprechen und Schreiben übernehmen.
- Diözesanmuseum Paderborn: Prophezeiungen07.10.26 - 11:48
Was hält die Zukunft bereit – und wie lassen sich ihre Zeichen deuten? Das Diözesanmuseum Paderborn verfolgt in „Prophezeiungen – Wer deutet die Zeichen der Zeit?“ diese Fragen von der Spätantike bis in die Gegenwart. Orakelstäbchen und Darstellungen antiker Seherinnen treffen auf zeitgenössische Arbeiten von Michael Triegel, Christoph Brech, Barbara Dombrowski, Helmut Kirchlechner und Claudia Brieske. Interaktive Stationen mit Virtual und Augmented Reality, 360°-Film und künstlicher Intelligenz erweitern die Ausstellung und laden dazu ein, über unsere Vorstellungen von Zukunft nachzudenken.
- Kloster Bentlage: Gan-Erdene Tsend07.10.26 - 11:22
Was wir sehen und was uns innerlich beschäftigt, fällt in den Bildern von Gan-Erdene Tsend nicht immer zusammen. Seit 2009 arbeitet der deutsch-mongolische Künstler mit dem Motiv der Spiegelung und verbindet damit Fragen nach Erinnerung, Identität und Verlust. Im Kloster Bentlage zeigt Tsend neue Werke, in denen Erfahrungen seiner Kindheit nahe der Wüste Gobi auf seine heutige Lebenswirklichkeit zwischen Münster und Ulaanbaatar treffen. Mongolische Tradition, karge Landschaften und kulturelle Distanz prägen dabei eine Malerei zwischen sichtbarer Wirklichkeit und inneren Bildern.
- Museum Schloss Cappenberg: Gerta Overbeck01.10.26 - 11:27
Zechen, Stahlwerke, Friseurläden und Cafés: Gerta Overbeck fand ihre Motive im Alltag und in der industriellen Arbeitswelt des Ruhrgebiets. Das Museum Schloss Cappenberg widmet der Dortmunder Malerin mit „Über Tage. Gerta Overbeck – Neue Sachlichkeit im Ruhrgebiet“ eine umfassende Ausstellung. Anlässlich ihres 50. Todestages 2027 nimmt die Schau auch Freundschaften und künstlerische Verbindungen zu Grethe Jürgens, Anneliese Kretschmer, Ernst Thoms und Gustav Schenk in den Blick. Cappenberg, wo Overbeck aufwuchs und später wieder lebte, bildet dafür einen besonderen Bezugspunkt.
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Zum neunten Mal lädt das regionale Städtenetzwerk HELLWEG – ein LICHTWEG zu den „Nächten der Lichtkunst“ ein. 51 dauerhaft installierte Lichtkunstwerke verwandeln historische und industriekulturelle Orte zwischen Ahlen, Lippstadt und Unna in weithin sichtbare Kunststandorte. Ergänzt wird der Lichtweg durch temporäre Arbeiten in Kirchen und historischen Gebäuden, darunter Werke von François Morellet, Timm Ulrichs und Spencer Finch. Führungen, Lichtreisen, Vorträge und Gespräche eröffnen zusätzliche Perspektiven auf die Kunst und die Geschichte der Region.
- Museum Abtei Liesborn: Malerei 2601.10.26 - 10:04
Mit „Malerei 26“ setzt die Kunstakademie Münster ihre langjährige Ausstellungsreihe mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe fort. Im Museum Abtei Liesborn präsentieren Henrike Fechler, Anne Gößling, Kashi Grätz, Abdelaziz Mahmud und Lara Morsey aktuelle Positionen junger Malerei. Seit 2004 bietet die Reihe ausgewählten Studierenden die Gelegenheit, ihre Arbeiten außerhalb der Hochschule in einem neuen räumlichen Kontext zu zeigen. Zugleich fragt sie danach, wie sich Malerei angesichts veränderter Formen der Bildproduktion und -verbreitung behauptet und weiterentwickelt.
- Von der Heydt-Museum: Schön & streng01.10.26 - 9:38
Mit „Schön & streng: Die Macht des Ornaments“ rückt das Von der Heydt-Museum das Ornament als eigenständiges Bildprinzip in den Mittelpunkt. Werke von Henri Matisse, Paul Klee und August Macke treffen auf Abstraktion und Op-Art sowie internationale Gegenwartskunst. Die Ausstellung zeigt, wie geometrische und musterhafte Ordnungen Bilder strukturieren und den Blick lenken. Zugleich verfolgt sie Ornamente durch unterschiedliche Kulturräume und fragt nach ihrer Bedeutung für Identität, Migration und kulturelle Übersetzung.
Farbe tropft, fließt und wird gesprüht, Sand und Feuer verändern die Oberflächen: Willi Baumeister, Franz Krause und Oskar Schlemmer erprobten in den frühen 1940er-Jahren ungewöhnliche Möglichkeiten der Lackmalerei. Die Ausstellung „Farbe! Farbe!“ im Skulpturenpark Waldfrieden zeigt kleinformatige Versuchstafeln, deren experimentelle Verfahren spätere Entwicklungen des Abstrakten Expressionismus und Informel vorwegnehmen. Entstanden sind die Arbeiten im Wuppertaler Arbeitskreis des Lackfabrikanten Kurt Herberts. Ergänzt wird die Schau durch das nach Schlemmers Plänen rekonstruierte, begehbare Lackkabinett.
- Kunstmuseum Ahlen: Tina Blau13.07.26 - 15:51
Sie zählt zu den bedeutendsten österreichischen Landschaftsmalerinnen und ist außerhalb ihrer Heimat dennoch kaum bekannt. Mit „Im Freien. Tina Blau – eine Impressionistin aus Wien“ zeigt das Kunstmuseum Ahlen in Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern erstmals eine museale Ausstellung der Künstlerin in Deutschland. Rund 40 Leihgaben aus Wiener Museen und internationalen Privatsammlungen zeichnen ihre Entwicklung zwischen 1862 und 1916 nach. Als Pionierin der Freilichtmalerei malte sie direkt vor dem Motiv und prägte den Aufbruch zur Moderne in Wien und München.
- Stadtmuseum Beckum: Ute Bartel13.07.26 - 15:31
Die Wahrnehmung und Veränderung von Wirklichkeit mit fotografischen Mitteln stehen im Mittelpunkt der Arbeiten von Ute Bartel. Mit dem Blick einer Bildhauerin nutzt sie die Kamera, um Dinge, Situationen und Orte des Alltags festzuhalten. Die fotografische Aufnahme bildet dabei nicht das fertige Werk, sondern den Ausgangspunkt eines oft vielschichtigen Arbeitsprozesses. Im Atelier entwickelt Bartel ihre Motive weiter und überführt sie in Collagen, Cutouts und raumgreifende Arbeiten.
- Schlieker Haus Bochum: Rolf Escher13.07.26 - 15:19
Kaffeehäuser waren über viele Jahrzehnte weit mehr als Orte für Kaffee und Gespräche. In Städten wie Venedig, Wien, Paris, Budapest, Rom oder Prag trafen sich Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle, entwickelten Ideen und prägten das kulturelle Leben Europas. Diesen besonderen Orten widmet sich der Zeichner Rolf Escher in der Ausstellung „Erinnerungsort Kaffeehaus“ im Schlieker Haus Bochum. Die Schau versammelt rund 70 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken aus sechs Jahrzehnten. Escher hält darin die Atmosphäre historischer Cafés fest und erinnert zugleich an Persönlichkeiten wie Franz Kafka, Joseph Roth oder Thomas Mann, die mit der Kaffeehauskultur verbunden waren.
- Glasmuseum Lette: Entwicklungen 50 – 30 – 2013.07.26 - 13:46
Ein dreifaches Jubiläum gibt Anlass zur neuen Ausstellung im Glasmuseum Lette. Vor etwa 50 Jahren soll Lilly Ernsting die Sammelleidenschaft für das Medium Glas ergriffen haben. Daraus entstand eine Sammlung zeitgenössischer Glaskunst mit Werken aus dem europäischen Raum, die heute rund 3.000 Werke umfasst. 1996 gründeten Lilly und Kurt Ernsting das Glasmuseum, das 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. Zehn Jahre später folgte die Eröffnung des Glasdepots, das die kontinuierlich gewachsene Sammlung seit nunmehr 20 Jahren beherbergt.
- MKK Dortmund: Konsum13.07.26 - 11:50
Um Alltagsdinge zwischen Nutzen, Sehnsucht und Überfluss geht es in der aktuellen Ausstellung KONSUM im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund. Gezeigt werden Exponate aus mehreren Jahrhunderten. Bedürfnisse, Besitz und Konsumgewohnheiten stehen dabei in engem Zusammenhang mit den jeweiligen Rahmenbedingungen. Wie viele Dinge habe ich? Was brauche ich wirklich? Wie hat sich Konsum im Laufe der Zeit verändert? Zu sehen sind etwa 500 Alltagsgegenstände – darunter Geschirr, Kleidung, Möbel sowie technische Geräte, Luxusgüter und Massenprodukte.
- Gustav-Lübcke-Museum: Daniel Richter und George Grosz13.07.26 - 11:21
Was verbindet den Maler Daniel Richter mit George Grosz, dem scharfen Chronisten der Weimarer Republik? Die Ausstellung „Krieg und Konfitüre“ in Hamm bringt beide Künstler erstmals in einen direkten Dialog. Der Titel verweist auf einen Gegensatz, der ihre Arbeiten unterschiedlich prägt: das Nebeneinander von politischer Krise und privatem Alltag, von Gewalt und Normalität. Auf rund 800 Quadratmetern begegnen sich die gesellschaftskritischen Zeichnungen und Gemälde von George Grosz (1893–1959) und die bildgewaltigen Malereien Daniel Richters (*1962), der zu den prägenden Positionen der deutschen Gegenwartskunst zählt. Trotz des zeitlichen Abstands von mehreren Jahrzehnten richten beide ihren Blick auf gesellschaftliche und politische Umbrüche sowie die Frage, wie Menschen in Zeiten der Verunsicherung handeln und leben. Die Gegenüberstellung eröffnet neue Perspektiven auf zwei Künstler, die ihre jeweilige Gegenwart aufmerksam beobachten und mit den Mitteln der Kunst kommentieren.
- Marta Herford: Mindset Los Angeles13.07.26 - 10:54
Unter dem Titel „Mindset Los Angeles“ widmet das Marta Herford sein gesamtes Haus der Kunst- und Kulturszene der kalifornischen Metropole. Zwei Ausstellungen beleuchten den Einfluss, den Los Angeles seit den 1950er Jahren auf Kunst, Architektur und Gesellschaft ausgeübt hat. Die Schau „Frank Gehry und die Cool School“ geht den künstlerischen Prägungen Gehrys nach, die sein Architekturverständnis formten und sich im Museumsbau des Marta widerspiegeln. Arbeiten von Ed Ruscha, David Hockney, Judy Chicago, Richard Serra und anderen zeigen die experimentierfreudige Kunstszene von Los Angeles seit den 1950er Jahren.
- Kunstmuseum im Marstall: Ella Bergmann-Michel und Robert Michel10.07.26 - 12:26
Mit der Ausstellung „Mechanik des Lebens“ widmet sich das Kunstmuseum Paderborn zwei heute zu Unrecht wenig bekannten Positionen der Klassischen Moderne. Ella Bergmann-Michel, 1895 in Paderborn geboren, und Robert Michel lernten sich während ihres Studiums am Bauhaus in Weimar kennen und arbeiteten ihr Leben lang eng zusammen. Beide beschäftigten sich intensiv mit den neuen Bildwelten ihrer Zeit. Typografie, Reklame, Fotografie, Film und industrielle Technik fanden ebenso Eingang in ihre Arbeiten, wie Einflüsse des Dadaismus, Konstruktivismus und der expressionistischen Avantgarde. Der Ausstellungstitel verweist auf ein zentrales gemeinsames Interesse: die Auseinandersetzung mit den Veränderungen der Moderne. Industrie, Technik, Arbeit und soziale Prozesse werden in ihren Werken nicht nur formal untersucht, sondern auch kritisch reflektiert. Besonders ihre Collagen, Zeichnungen und Druckgrafiken verbinden organische Formen mit maschinenhaften Strukturen.





