FEEL THE ART! Siehst du, was du fühlst?
Kunstmuseum im Marstall
Georg Brandt. Mädchen (Pony). 1922. © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
AUSGABE 1/2026
Gefühle wie Freude, Liebe, Eifersucht, Wut, Trauer oder Angst prägen unser Leben. Doch wie begegnen uns Emotionen in der Kunst? Und was löst Kunst in uns aus? Die Ausstellung FEEL THE ART! lädt dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern bewusst zu erleben. Welche Emotionen erkennen wir in den Werken – und welche entstehen dabei in uns selbst? Das Publikum ist eingeladen, eigene Gedanken einzubringen und die Ausstellung an Mitmach-Stationen aktiv zu ergänzen. Die Schau vereint Werke aus der städtischen Kunstsammlung Paderborn: Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ein Schwerpunkt liegt auf der klassischen Moderne. Arbeiten von Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Conrad Felixmüller oder George Grosz thematisieren existenzielle Erfahrungen zwischen Leid, sozialer Wirklichkeit und innerer Spannung. Porträts von Erich Heckel und Wilhelm Rudolph lenken den Blick auf Mimik und Haltung als Ausdruck innerer Befindlichkeiten. So entsteht ein vielschichtiger Zugang zu Emotionen in der Kunst.
FEEL THE ART! Siehst du, was du fühlst?
16.11.25–08.03.26
Kunstmuseum im Marstall
Im Schlosspark 9
Di–So 10–18 Uhr
33104 Paderborn-Schloss Neuhaus
LINK
Aktuelle Beiträge aus dem Umland
- Stadtmuseum Beckum: Herbert Pörtner09.01.26 - 15:03
Mit Präzision und feinem Gespür für Rhythmus und Form entwickelt Herbert Pörtner kinetische Lichtobjekte, die zur kontemplativen Betrachtung einladen. Im Stadtmuseum Beckum präsentiert der 1948 in Köln geborene Künstler eine Auswahl seiner Arbeiten – Objekte, die durch minimale Bewegungen und elektronische Lichtsteuerung eine eigentümliche Lebendigkeit entfalten. Hinter der klaren Formensprache verbirgt sich feinste Mechanik, die im Inneren der Objekte fast lautlos arbeitet.
- Osthaus Museum: Noortje Palmers09.01.26 - 14:44
Mit „Noortje Palmers. Menschen des 21. Jahrhunderts“ zeigt das Osthaus Museum die erste museale Einzelausstellung der flämischen Fotografin in Deutschland. Rund 80 großformatige Gruppenporträts versammeln Menschen, die sich über ein gemeinsames Interesse, ein Engagement oder Hobby verbunden fühlen: Vinyl-Sammler:innen, Rollerskaterinnen oder Schiffsmodellbauer – aber auch Menschen, die eher zufällig etwas gemeinsam haben.
- Marta Herford: Ingrid Wiener09.01.26 - 14:33
Mit „Einfach machen und tun“ zeigt das Marta Herford eine Überblicksschau zum Werk der österreichischen Künstlerin Ingrid Wiener (*1942). In ihren Arbeiten verbindet Wiener ihr künstlerisch-philosophisches Umfeld mit grundlegenden Fragen des Lebens und der Wahrnehmung. Eine zentrale Rolle spielen ihre Gobelins, die sie als gleichwertiges Pendant zur Malerei versteht. Als Bildvorlagen dienen ihr Motive des Alltags: Kochrezepte, Stillleben aus ihrem unmittelbaren Umfeld oder in jüngerer Zeit auch Röntgenbilder ihres eigenen Körpers. Ergänzt werden die textilen Arbeiten durch Traumzeichnungen, Filme, Fotografien und performative Projekte.
- Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Tatjana Busch09.01.26 - 13:20
Seit 2008 verwandelt sich das Kloster Gravenhorst in den Wintermonaten in einen Ort der Lichtkunst. Unter dem Titel „Winterlicht“ treten renommierte Lichtkünstler:innen in Dialog mit historischen Räumen, die einst der spirituellen Andacht dienten. Das Zusammenspiel von Ort, Licht und Dunkelheit trifft seit Jahren beim Publikum auf große Resonanz. In dieser Wintersaison bespielt Tatjana Busch die Ausstellungsräume. Ihr Werk umfasst sowohl Objektarbeiten als auch raumgreifende Installationen mit Licht, Klang und kinetischen Elementen. Beide Bereiche sind eng miteinander verbunden.
- Galerie Lengershaus: Murales09.01.26 - 13:01
Auf seinen Reisen durch Mexiko entwickelte der Künstler Tom Sam ein besonderes Interesse für die dortigen Straßenzüge und farbigen Fassaden der Häuser. Jede Nachbarschaft wird durch eine charakteristische Farbigkeit geprägt, die Ausdruck individueller Harmonievorstellungen und Tradition ist. Die Menschen orientieren sich nicht nur räumlich durch sie, sondern identifizieren sich auch mit den jeweiligen Farbkompositionen. Tom Sam greift diese Eindrücke auf und entwickelt aus Fotografien abstrakte Farbflächen, die ineinandergreifend ein eigenes Formengeflecht bilden.
- Kunstmuseum im Marstall: Feel the Art09.01.26 - 12:45
Gefühle wie Freude, Liebe, Eifersucht, Wut, Trauer oder Angst prägen unser Leben. Doch wie begegnen uns Emotionen in der Kunst? Und was löst Kunst in uns aus? Die Ausstellung FEEL THE ART! lädt dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern bewusst zu erleben. Welche Emotionen erkennen wir in den Werken – und welche entstehen dabei in uns selbst?
- Kloster Bentlage: Sabine Klupsch und Simone Jänke09.01.26 - 12:22
Im Spannungsfeld zwischen Vergangenem und Kommendem, zwischen Schmerz und Hoffnung widmet sich die Ausstellung „Warten auf Noah“ im Kloster Bentlage einem Thema, das uralt scheint und zugleich erschreckend gegenwärtig ist: der Arche Noah. In Zeichnungen und Skulpturen setzen sich die beiden Künstlerinnen Simone Jänke und Sabine Klupsch aus Münster mit Motiven dieser biblischen Geschichte auseinander – als stille Reflexion über innere Vorgänge.
- Museum Abtei Liesborn: Antonius Höckelmann09.01.26 - 12:04
Zum 50-jährigen Bestehen des Kreises Warendorf widmet das Museum Abtei Liesborn dem aus Oelde stammenden Künstler Antonius Höckelmann (1937–2000) eine umfassende Retrospektive. Höckelmann zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der Region. Bekannt wurde er in den 1960er-Jahren durch großformatige Zeichnungen, später auch durch grotesk wuchernde Plastiken.
- Stadtmuseum Historisches Rathaus Warendorf: Gerhard Uhlig05.01.26 - 13:34
„Form und Gestalt. Landschaft als Motiv“ lautet der Titel der Ausstellung von Gerhard Uhlig, die das Dezentrale Stadtmuseum von Januar bis April 2026 im Historischen Rathaus in Warendorf präsentiert. Als Kunstbeauftragter der Bezirksregierung Münster prägte Gerhard Uhlig (1924–2015) den Kunstunterricht am Gymnasium der 1970er- und 80er-Jahren maßgeblich. Wie sehr er zugleich als Künstler wirkte, wird in Warendorf deutlich: Im Mittelpunkt steht die Landschaft, die der Künstler über Jahrzehnte in vielfältigen Ausdrucksformen bearbeitete. Zu sehen sind frühe Arbeiten aus den 1950er-Jahren, Gemälde, Serigraphien und Collagen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren sowie sein Spätwerk der frühen 2000er-Jahre.
- Museum Peter August Böckstiegel: Sammlung Grässlin05.01.26 - 11:55
Mit „Gastspiel – Werke aus der Sammlung Grässlin“ zeigt das Böckstiegel-Museum den dritten Teil seiner Reihe zur Malerei des 20. Jahrhunderts. Nach dem Informel und den nordisch-mystischen Bildwelten Asger Jorns rücken nun die 1980er und 1990er Jahre in den Fokus – eine Zeit, in der westdeutsche Künstler bewusst gegen gängige Sehgewohnheiten arbeiteten. Die rund 60 Bilder und Skulpturen stammen aus der Sammlung Grässlin in St. Georgen, deren Schwerpunkt bis heute vom anarchischen Geist dieser Künstler geprägt ist.
- Museum Peter August Böckstiegel: Akte und Blumenschicksale05.01.26 - 11:45
Mit „Akte und Blumenschicksale“ widmet sich das Böckstiegel-Museum zwei Werkgruppen, die in Peter August Böckstiegels Schaffen prägend sind. Während seine farbstarken Blumenstillleben fest mit seinem Namen verbunden sind, wirken die Aktdarstellungen im Kontext seiner vom bäuerlichen Leben geprägten Sujets eher ungewöhnlich. Dennoch begleiten sie ihn seit dem Dresdner Studium: von frühen anatomischen Studien über expressive Aquarelle und Lithografien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs bis hin zu intimen Darstellungen seiner Ehefrau.
- Von der Heydt-Museum: Carl Grossberg05.01.26 - 11:16
Das Von der Heydt-Museum widmet sich der Wiederentdeckung eines der zentralen Maler der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). Sein in nur knapp zwei Jahrzehnten entstandenes Werk kreist um Architektur, Technik und Industrie. Mit formaler Klarheit und strenger Komposition entwickelte er eine Bildsprache, die von einem neuen, fotografischen Sehen geprägt ist und den technischen Fortschritt im frühen 20. Jahrhundert reflektiert.
- Kunstmuseum Ahlen: Süße Heimat06.10.25 - 11:31
Was ist Heimat? Und was bedeutet es, wenn man eine neue finden muss? Anfang der 1960er-Jahre kamen viele Menschen aus der Türkei zum Arbeiten nach Deutschland – auch nach Ahlen zur Zeche „Westfalen“. Sie wurden Gastarbeiter genannt, obwohl sie meist wenig Gastfreundschaft erfuhren. Viele sind geblieben. Heute hat mehr als ein Drittel der Ahlener Bevölkerung eine doppelte oder nicht-deutsche Staatsangehörigkeit. Die Ausstellung „Süße Heimat. Deutsch-türkisches Leben in der Kunst“ nimmt diese Realität zum Ausgangspunkt.
- Quadrat Bottrop: Robert Smithson06.10.25 - 10:52
Das Josef Albers Museum widmet dem US-amerikanischen Künstler Robert Smithson (1938–1973) eine Einzelausstellung. Im Fokus steht sein in Europa entstandenes Werk. „Robert Smithson in Europa“ vereint zentrale Arbeiten aus den Niederlanden, Großbritannien, Italien und Deutschland – mit besonderem Blick auf das Rheinland und das Ruhrgebiet. In Kooperation mit der Holt/Smithson Foundation und internationalen Museen werden Schlüsselwerke wie „Mirror Displacement: Indoors“ und „Chalk-Mirror Displacement“ (1969) gezeigt.
- Lippisches Landesmuseum: 150 Jahre Hermannsdenkmal06.10.25 - 10:19
Das Hermannsdenkmal feiert 2025 sein 150-jähriges Bestehen. Eine Ausstellung im Lippischen Landesmuseum nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Geschichte des Denkmals kritisch zu beleuchten – von der antiken Varusschlacht über das Lebenswerk des Erbauers Ernst von Bandel bis hin zur heutigen touristischen Attraktion. Unter dem Titel „Denk: Mal! – 150 Jahre Hermannsdenkmal“ zeigt die Schau: Das Hermannsdenkmal war nie nur ein steinernes Geschichtsbild. Es war politisches Symbol, Projektionsfläche nationaler Narrative und ist heute ein Beispiel dafür, wie sich historische Deutung im Laufe der Zeit verändert.
- Tisa-Stiftung Dorsten: Malerei 2506.10.25 - 10:03
Was ist Malerei heute? Und wie findet sie neue Impulse für die Zukunft? Seit 2004 veranstalten die Kunstakademie Münster und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Ausstellungsreihe „Malerei“. Die sorgsam kuratierte Schau junger Malerei-Positionen findet jährlich an wechselnden Orten in der Region statt. Für die Kunstakademie Münster sind Projekte wie dieses integraler Bestandteil ihrer praxisnahen künstlerischen Lehre. Studierende sollen frühzeitig Gelegenheit bekommen, ihre Arbeiten zu zeigen und sich mit ihren Werken dem öffentlichen Diskurs zu stellen.
- Gustav-Lübcke-Museum: Schwarz und Weiß01.10.25 - 12:20
Schwarz und Weiß gehören seit Jahrhunderten zu den prägenden Gestaltungselementen der Kunst. Sie bilden die Grundlagen der Druckgrafik, werden aber auch bewusst als gestalterische Mittel für kraftvolle, expressive Kompositionen oder minimalistische Konzepte eingesetzt. Das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm widmet diesem Thema die Ausstellung „Schwarz & Weiß – Kontraste der Sammlung“. Die Schau bietet vielfältige Einblicke in die bedeutende grafische Sammlung des Hauses.
- Museum Haus Opherdicke: O ihr Menschen01.10.25 - 11:25
Um die Neue Sachlichkeit, eine Kunstepoche der 1920er- und 1930er-Jahre, geht es in der gleichnamigen Gruppenausstellung im Haus Opherdicke. Die Ausstellung ist nach dem Gedichtfragment „O Ihr Menschen. Ihr Menschen lernet doch von Wiesen Blümelein. Wie ihr könnt Gott gefallen und gleichwohl schöne sein“ von Alfred Bauer Saar benannt, das hier wie ein Aufruf zu Schönheit, Demut und Achtsamkeit, aber auch als Frage nach dem Handeln des Menschen gelesen wird.
- Museum Burg Vischering: Eduardo Chillida01.10.25 - 10:58
„Mein Leben und mein Werk bestanden immer daraus, das zu tun versuchen, was ich nicht zu tun wusste – und so habe ich meine Zeit fragend, zweifelnd, suchend verbracht.“ Mit diesen Worten beschreibt Eduardo Chillida (1924–2002) seine künstlerische Haltung – und zugleich den Weg, der ihn zu einem der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts machte. Bekannt wurde der spanische Künstler durch monumentale Skulpturen aus Eisen. Weniger bekannt, aber ebenso konsequent durchdacht ist sein grafisches Werk.
- Draiflessen Collection: Magische Frauen30.09.25 - 15:23
Die Sammelausstellung „Magische Frauen“ in der Draiflessen Collection widmet sich künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts, die die Dämonisierung weiblicher Magie und Spiritualität ablehnen und diese Mysterien stattdessen als Quelle feministischer Selbstbestimmung, kultureller Erinnerung und kollektiver Verbundenheit sichtbar und erfahrbar machen.





