Rodney McMillian The Land: Not Without a Politic
Marta Herford
Rodney McMillian. Untitled (Pink V). 2021–2023. Courtesy the artist, Vielmetter Los Angeles and Petzel Gallery, New York, Foto: Brica Wilcox
Rodney McMillian. Untitled (Pink V). 2021–2023. Untitled (flag). 2006-2008. Courtesy The Museum of Contemporary Art, L.A. (MOCA). Foto: Robert Wedemeyer
AUSGABE 2/2024 – Autorin: Nina Lenze
Ab Mitte März präsentiert das Marta Herford eine umfassende Überblicksschau des US-amerikanischen Künstlers Rodney McMillian (*1969), die einen Eindruck über seine verschiedenen Schaffensphasen vermittelt. Rodney McMillian steht in der Tradition des amerikanischen Abstrakten Expressionismus und des sozialkritischen Postminimalismus und setzt sich in seinem thematisch und formal stringenten Œuvre kritisch mit der amerikanischen Gesellschaft auseinander. Zu sehen sind Malereien, Skulpturen, Installationen und Videos, die insbesondere die Rolle der Schwarzen im US-amerikanischen Lebenskontext unter-suchen, deren Leben nach wie vor durch Kategorisierungen wie Klasse, ökonomischer Status, Geschlecht, Rasse und Tradition geprägt ist.
Rodney McMillian arbeitet mit ausrangierten Produkten der amerikanischen Konsumkultur wie Matratzen, Teppichen, Möbeln oder Resten von Baumaterialien. Die Funde von der Straße fungieren als Versatzstücke für die Darstellung einer Schwarzen Lebenswirklichkeit, die einen hohen Anteil an Arbeitslosigkeit und sozialer Verwahrlosung aufweist, worin der Künstler einen tief verwurzelten strukturellen Rassismus sieht. So kann etwa die Arbeit ‚chair‘ (2023), ein zerschlissener Sessel auf drei Beinen, als Hinweis auf die Armut und Aussichtslosigkeit im städtischen Bereich gelesen werden. Für seine Malereien vernäht McMillian unterschiedliche Textilien zu großformatigen Leinwänden, die durch seinen gestischen, pastosen Farbauftrag Landschaftscharakter haben. ‚Untitled‘ (flag) ist eine Anlehnung an die amerikanische Nationalflagge, deren patriotischen Symbolcharakter McMillian durch ein sackartiges Geschwulst am unteren Rand unterläuft. In seinen Videos und Performances geht es außerdem um tradierte Strategien in der westlichen Kunstgeschichte, die afroamerikanische Geschichte bewusst ausklammert. Anlässlich der ersten europäischen Überblicksschau wird es auch eine Monografie geben.
Rodney McMillian. The Land: Not Without a Politic
16.03.–16.06.24
Marta Herford
Goebenstr. 2–10
32052 Herford
Di–So 11–18, Mi 11–20 Uhr
www.marta-herford.de
Aktuelle Beiträge aus dem Umland
- Galerie Lengershaus: Murales09.01.26 - 13:01
Auf seinen Reisen durch Mexiko entwickelte der Künstler Tom Sam ein besonderes Interesse für die dortigen Straßenzüge und farbigen Fassaden der Häuser. Jede Nachbarschaft wird durch eine charakteristische Farbigkeit geprägt, die Ausdruck individueller Harmonievorstellungen und Tradition ist. Die Menschen orientieren sich nicht nur räumlich durch sie, sondern identifizieren sich auch mit den jeweiligen Farbkompositionen. Tom Sam greift diese Eindrücke auf und entwickelt aus Fotografien abstrakte Farbflächen, die ineinandergreifend ein eigenes Formengeflecht bilden.
- Stadtmuseum Historisches Rathaus Warendorf: Gerhard Uhlig05.01.26 - 13:34
„Form und Gestalt. Landschaft als Motiv“ lautet der Titel der Ausstellung von Gerhard Uhlig, die das Dezentrale Stadtmuseum von Januar bis April 2026 im Historischen Rathaus in Warendorf präsentiert. Als Kunstbeauftragter der Bezirksregierung Münster prägte Gerhard Uhlig (1924–2015) den Kunstunterricht am Gymnasium der 1970er- und 80er-Jahren maßgeblich. Wie sehr er zugleich als Künstler wirkte, wird in Warendorf deutlich: Im Mittelpunkt steht die Landschaft, die der Künstler über Jahrzehnte in vielfältigen Ausdrucksformen bearbeitete. Zu sehen sind frühe Arbeiten aus den 1950er-Jahren, Gemälde, Serigraphien und Collagen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren sowie sein Spätwerk der frühen 2000er-Jahre.
- Museum Peter August Böckstiegel: Akte und Blumenschicksale05.01.26 - 11:45
Mit „Akte und Blumenschicksale“ widmet sich das Böckstiegel-Museum zwei Werkgruppen, die in Peter August Böckstiegels Schaffen prägend sind. Während seine farbstarken Blumenstillleben fest mit seinem Namen verbunden sind, wirken die Aktdarstellungen im Kontext seiner vom bäuerlichen Leben geprägten Sujets eher ungewöhnlich. Dennoch begleiten sie ihn seit dem Dresdner Studium: von frühen anatomischen Studien über expressive Aquarelle und Lithografien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs bis hin zu intimen Darstellungen seiner Ehefrau.
- Von der Heydt-Museum: Carl Grossberg05.01.26 - 11:16
Das Von der Heydt-Museum widmet sich der Wiederentdeckung eines der zentralen Maler der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). Sein in nur knapp zwei Jahrzehnten entstandenes Werk kreist um Architektur, Technik und Industrie. Mit formaler Klarheit und strenger Komposition entwickelte er eine Bildsprache, die von einem neuen, fotografischen Sehen geprägt ist und den technischen Fortschritt im frühen 20. Jahrhundert reflektiert.
- Skulpturenpark Waldfrieden: Rebecca Horn05.01.26 - 10:55
Mit der Ausstellung „Emotion in Motion“ widmet der Wuppertaler Skulpturenpark der 2024 verstorbenen Rebecca Horn eine umfassende Retrospektive. Gezeigt werden dreizehn Werke aus vier Jahrzehnten, darunter großformatige kinetische Skulpturen, die durch ihre Mechanik Klänge erzeugen. Rebecca Horn gilt als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr Werk umfasst Performances, Zeichnungen, Filme, Dichtung und Installationen. Früh entwickelte sie sogenannte Körperextensionen – objekthafte Erweiterungen des Körpers, die in performativen Situationen die Verletzlichkeit und Begrenzung menschlicher Existenz thematisieren.
- Quadrat Bottrop: Robert Smithson06.10.25 - 10:52
Das Josef Albers Museum widmet dem US-amerikanischen Künstler Robert Smithson (1938–1973) eine Einzelausstellung. Im Fokus steht sein in Europa entstandenes Werk. „Robert Smithson in Europa“ vereint zentrale Arbeiten aus den Niederlanden, Großbritannien, Italien und Deutschland – mit besonderem Blick auf das Rheinland und das Ruhrgebiet. In Kooperation mit der Holt/Smithson Foundation und internationalen Museen werden Schlüsselwerke wie „Mirror Displacement: Indoors“ und „Chalk-Mirror Displacement“ (1969) gezeigt.
- Lippisches Landesmuseum: 150 Jahre Hermannsdenkmal06.10.25 - 10:19
Das Hermannsdenkmal feiert 2025 sein 150-jähriges Bestehen. Eine Ausstellung im Lippischen Landesmuseum nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Geschichte des Denkmals kritisch zu beleuchten – von der antiken Varusschlacht über das Lebenswerk des Erbauers Ernst von Bandel bis hin zur heutigen touristischen Attraktion. Unter dem Titel „Denk: Mal! – 150 Jahre Hermannsdenkmal“ zeigt die Schau: Das Hermannsdenkmal war nie nur ein steinernes Geschichtsbild. Es war politisches Symbol, Projektionsfläche nationaler Narrative und ist heute ein Beispiel dafür, wie sich historische Deutung im Laufe der Zeit verändert.
- Kunsthaus Rietberg: Oskar Kurt Döbrich26.09.25 - 10:51
Der Münsteraner Künstler Oskar Kurt Döbrich (1911–1970), in seinem Freundeskreis kurz OKD genannt, gehört zu jener Generation, deren künstlerische Entwicklung durch den Nationalsozialismus tiefgreifend geprägt wurde. Früh gefördert von seinen Lehrern Leo Burgholz und Josef Wedewer, begann er 1933 ein Kunststudium an der Staatlichen Akademie in Berlin. Dort prägten ihn vor allem die Techniken der Alten Meister und die Zeichner der Romantik – Einflüsse, die sein Werk bis zuletzt durchziehen. In dieser Zeit entstanden Kontakte zu Otto Pankok und Conrad Felixmüller, mit denen ihn ein reger Austausch verband.
- Schloss Cappenberg: Konrad Klapheck26.09.25 - 10:13
Maschinen als Metaphern: Mit seinen „dienenden Maschinen“ – Apparaten ohne erkennbare Funktion – stellte der Düsseldorfer Maler und Grafiker Konrad Klapheck (1935–2023) zentrale Fragen zu Technik, Arbeit und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Die Ausstellung „Nicht von Menschenhand“ im Museum Schloss Cappenberg widmet sich diesen Werken, in denen Maschinen symbolisch für kulturelle Rollen und gesellschaftliche Zwänge stehen.
- Kunstmuseum Ahlen: Ein Genuss! Früchte in der Kunst07.07.25 - 15:02
Einen besonderen Genuss verspricht die gleichnamige Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen. Gezeigt werden Kunstwerke, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Obst auseinandersetzen. Das Thema mag zunächst trivial anmuten, doch das ist es keineswegs. Nicht nur in Form von Stillleben haben die verschiedensten Früchte schon immer eine besondere Anziehungskraft auf Kunstschaffende besessen. Seit Anbeginn der Malerei dienen sie als Vorlage für besonders farbige Motive, sind aber auch Symbole für die großen Themen der Menschheit: Sünde und Sinnlichkeit, Schönheit und Verfall, Lebensfreude und Glauben. Die in Ahlen gezeigten Werke stammen von einigen der renommiertesten Kunstschaffenden des 20. und 21. Jahrhunderts.
Im dunklen Schatten des NS-Regimes: Felka Platek
Museumsquartier Osnbarück/Felix Nussbaum-Haus
Selbstporträt vor offenem Fenster, um 1940. Leihgabe der Felix-Nussbaum-Foundation. Foto: Hermann Pentermann
Stillleben mit Gießkanne und Agave. 1943. Leihgabe der Felix-Nussbaum-Foundation. Foto: Hermann Pentermann
AUSGABE 2/2024 – Autorin: Anna Thiemann
In der Weimarer Republik war Felka Platek (1899-1944) eine aufstrebende polnisch-jüdische Künstlerin, die nach der Machtergreifung Hitlers ihre Wahlheimat Deutschland verlassen musste. Nach Stationen in Italien und Frankreich hielt sie sich ab 1937 in Brüssel auf. Dort wurde sie 1944 denunziert und von den Nationalsozialisten nach Auschwitz deportiert und ermordet. Viele ihrer frühen Werke sind 1932 bei einem Brand zerstört worden. Das Museumsquartier Osnabrück besitzt mit 26 Gemälden die weltweit größte Platek-Sammlung und widmet ihr nun erstmals eine Einzelausstellung, die sie als eigenständige Künstlerin in den Blick nimmt, anstatt sie nur als Motiv und Unterstützerin ihres weitaus bekannteren Ehemanns Felix Nussbaum zu würdigen.
Im Mai 1940 marschierten die Deutschen in Belgien ein und erließen kurz darauf zahlreiche antijüdische Gesetze und Verordnungen. Um diese Zeit entstand das wohl beklemmendste und eindrucksvollste Bild der Ausstellung, das „Selbstporträt vor offenem Fenster“. Die scheinbare Alltagssituation hat etwas Bedrohliches: Auf Felka Plateks Gesicht liegt ein dunkler Schatten. Die zusammengepressten Lippen zeugen von einem Unbehagen, das nicht verbal artikuliert werden kann, aber visuell, insbesondere in der Körpersprache, zum Ausdruck kommt. Die Augen sind voller Sorge und Angst, und mit der rechten Hand – Selbstporträts sind üblicherweise spiegelverkehrt – fasst sich die Künstlerin ans Herz. Im Jahr 1943, als das Künstlerpaar in einem Versteck Schutz vor der Gestapo suchen musste, entstand das „Stillleben mit Gießkanne und Agave“, welches ebenfalls als Kommentar auf das Leben unter dem NS-Regime gelesen werden kann. Die eigentlich in tropischen und subtropischen Gebieten beheimatete Pflanze erinnert zum einen an das gemeinsame Exil in Italien. Zum anderen symbolisiert das auch als Jahrhundertpflanze bekannte Gewächs, das oftmals erst nach Jahrzehnten ein einziges Mal blüht, das bange Warten auf eine bessere Zukunft, eine Hoffnung, die unter widrigsten Umständen mühsam am Leben gehalten wurde.
Felka Platek – Eine Künstlerin im Exil
25.02.–10.11.24
Museumsquartier Osnabrück/Felix Nussbaum-Haus
Lotter Str. 2
49078 Osnabrück,
Tel. 0541-3232237
Di–Fr 11–18, So 10 –18 Uhr
www.museumsquartier-osnabrueck.de
Aktuelle Beiträge aus dem Umland
- Galerie Lengershaus: Murales09.01.26 - 13:01
Auf seinen Reisen durch Mexiko entwickelte der Künstler Tom Sam ein besonderes Interesse für die dortigen Straßenzüge und farbigen Fassaden der Häuser. Jede Nachbarschaft wird durch eine charakteristische Farbigkeit geprägt, die Ausdruck individueller Harmonievorstellungen und Tradition ist. Die Menschen orientieren sich nicht nur räumlich durch sie, sondern identifizieren sich auch mit den jeweiligen Farbkompositionen. Tom Sam greift diese Eindrücke auf und entwickelt aus Fotografien abstrakte Farbflächen, die ineinandergreifend ein eigenes Formengeflecht bilden.
- Stadtmuseum Historisches Rathaus Warendorf: Gerhard Uhlig05.01.26 - 13:34
„Form und Gestalt. Landschaft als Motiv“ lautet der Titel der Ausstellung von Gerhard Uhlig, die das Dezentrale Stadtmuseum von Januar bis April 2026 im Historischen Rathaus in Warendorf präsentiert. Als Kunstbeauftragter der Bezirksregierung Münster prägte Gerhard Uhlig (1924–2015) den Kunstunterricht am Gymnasium der 1970er- und 80er-Jahren maßgeblich. Wie sehr er zugleich als Künstler wirkte, wird in Warendorf deutlich: Im Mittelpunkt steht die Landschaft, die der Künstler über Jahrzehnte in vielfältigen Ausdrucksformen bearbeitete. Zu sehen sind frühe Arbeiten aus den 1950er-Jahren, Gemälde, Serigraphien und Collagen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren sowie sein Spätwerk der frühen 2000er-Jahre.
- Museum Peter August Böckstiegel: Akte und Blumenschicksale05.01.26 - 11:45
Mit „Akte und Blumenschicksale“ widmet sich das Böckstiegel-Museum zwei Werkgruppen, die in Peter August Böckstiegels Schaffen prägend sind. Während seine farbstarken Blumenstillleben fest mit seinem Namen verbunden sind, wirken die Aktdarstellungen im Kontext seiner vom bäuerlichen Leben geprägten Sujets eher ungewöhnlich. Dennoch begleiten sie ihn seit dem Dresdner Studium: von frühen anatomischen Studien über expressive Aquarelle und Lithografien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs bis hin zu intimen Darstellungen seiner Ehefrau.
- Von der Heydt-Museum: Carl Grossberg05.01.26 - 11:16
Das Von der Heydt-Museum widmet sich der Wiederentdeckung eines der zentralen Maler der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). Sein in nur knapp zwei Jahrzehnten entstandenes Werk kreist um Architektur, Technik und Industrie. Mit formaler Klarheit und strenger Komposition entwickelte er eine Bildsprache, die von einem neuen, fotografischen Sehen geprägt ist und den technischen Fortschritt im frühen 20. Jahrhundert reflektiert.
- Skulpturenpark Waldfrieden: Rebecca Horn05.01.26 - 10:55
Mit der Ausstellung „Emotion in Motion“ widmet der Wuppertaler Skulpturenpark der 2024 verstorbenen Rebecca Horn eine umfassende Retrospektive. Gezeigt werden dreizehn Werke aus vier Jahrzehnten, darunter großformatige kinetische Skulpturen, die durch ihre Mechanik Klänge erzeugen. Rebecca Horn gilt als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr Werk umfasst Performances, Zeichnungen, Filme, Dichtung und Installationen. Früh entwickelte sie sogenannte Körperextensionen – objekthafte Erweiterungen des Körpers, die in performativen Situationen die Verletzlichkeit und Begrenzung menschlicher Existenz thematisieren.
- Quadrat Bottrop: Robert Smithson06.10.25 - 10:52
Das Josef Albers Museum widmet dem US-amerikanischen Künstler Robert Smithson (1938–1973) eine Einzelausstellung. Im Fokus steht sein in Europa entstandenes Werk. „Robert Smithson in Europa“ vereint zentrale Arbeiten aus den Niederlanden, Großbritannien, Italien und Deutschland – mit besonderem Blick auf das Rheinland und das Ruhrgebiet. In Kooperation mit der Holt/Smithson Foundation und internationalen Museen werden Schlüsselwerke wie „Mirror Displacement: Indoors“ und „Chalk-Mirror Displacement“ (1969) gezeigt.
- Lippisches Landesmuseum: 150 Jahre Hermannsdenkmal06.10.25 - 10:19
Das Hermannsdenkmal feiert 2025 sein 150-jähriges Bestehen. Eine Ausstellung im Lippischen Landesmuseum nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Geschichte des Denkmals kritisch zu beleuchten – von der antiken Varusschlacht über das Lebenswerk des Erbauers Ernst von Bandel bis hin zur heutigen touristischen Attraktion. Unter dem Titel „Denk: Mal! – 150 Jahre Hermannsdenkmal“ zeigt die Schau: Das Hermannsdenkmal war nie nur ein steinernes Geschichtsbild. Es war politisches Symbol, Projektionsfläche nationaler Narrative und ist heute ein Beispiel dafür, wie sich historische Deutung im Laufe der Zeit verändert.
- Kunsthaus Rietberg: Oskar Kurt Döbrich26.09.25 - 10:51
Der Münsteraner Künstler Oskar Kurt Döbrich (1911–1970), in seinem Freundeskreis kurz OKD genannt, gehört zu jener Generation, deren künstlerische Entwicklung durch den Nationalsozialismus tiefgreifend geprägt wurde. Früh gefördert von seinen Lehrern Leo Burgholz und Josef Wedewer, begann er 1933 ein Kunststudium an der Staatlichen Akademie in Berlin. Dort prägten ihn vor allem die Techniken der Alten Meister und die Zeichner der Romantik – Einflüsse, die sein Werk bis zuletzt durchziehen. In dieser Zeit entstanden Kontakte zu Otto Pankok und Conrad Felixmüller, mit denen ihn ein reger Austausch verband.
- Schloss Cappenberg: Konrad Klapheck26.09.25 - 10:13
Maschinen als Metaphern: Mit seinen „dienenden Maschinen“ – Apparaten ohne erkennbare Funktion – stellte der Düsseldorfer Maler und Grafiker Konrad Klapheck (1935–2023) zentrale Fragen zu Technik, Arbeit und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Die Ausstellung „Nicht von Menschenhand“ im Museum Schloss Cappenberg widmet sich diesen Werken, in denen Maschinen symbolisch für kulturelle Rollen und gesellschaftliche Zwänge stehen.
- Kunstmuseum Ahlen: Ein Genuss! Früchte in der Kunst07.07.25 - 15:02
Einen besonderen Genuss verspricht die gleichnamige Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen. Gezeigt werden Kunstwerke, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Obst auseinandersetzen. Das Thema mag zunächst trivial anmuten, doch das ist es keineswegs. Nicht nur in Form von Stillleben haben die verschiedensten Früchte schon immer eine besondere Anziehungskraft auf Kunstschaffende besessen. Seit Anbeginn der Malerei dienen sie als Vorlage für besonders farbige Motive, sind aber auch Symbole für die großen Themen der Menschheit: Sünde und Sinnlichkeit, Schönheit und Verfall, Lebensfreude und Glauben. Die in Ahlen gezeigten Werke stammen von einigen der renommiertesten Kunstschaffenden des 20. und 21. Jahrhunderts.












