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Outfitwechsel – LOOK! Kunst und Fashion

Marta Herford

Abbildung von Zhanna Kadyrova. Second Hand. 2019Zhanna Kadyrova. Second Hand. 2019. Courtesy die Künstlerin + Galleria Continua. Foto: Ela Bialkowska
Abbildung von Zhanna Kadyrova. Second Hand. 2019
Abbildung von Zhanna Kadyrova. Second Hand. 2019

Zhanna Kadyrova. Second Hand. 2019. Courtesy die Künstlerin + Galleria Continua. Foto: Ela Bialkowska

Abbildung von Talia Chetrit. Ever (Wet)Talia Chetrit. Ever (Wet). 2018. Courtesy die Künstlerin + Sies + Höke, Düsseldorf
Abbildung von Talia Chetrit. Ever (Wet)
Abbildung von Talia Chetrit. Ever (Wet)

Talia Chetrit. Ever (Wet). 2018. Courtesy die Künstlerin + Sies + Höke, Düsseldorf

AUSGABE 1/2022 – Autorin: Katharina Stockmann

Nach Fast-Fashion kommt Hyper-Fast-Fashion: Nur 5 bis 7 Tage benötigt der chinesische Online-Händler Shein vom Entwurf bis zum verkaufsfertigen Produkt. Algorithmen helfen dem Unternehmen dabei, Trends und Vorlieben zu analysieren und beinahe in Echtzeit zu bedienen. Bis zu 1.000 neue Styles erscheinen täglich im Onlineshop. Angetrieben wird das immer schnellere Fashion-Karussell in den sozialen Medien, wo Influencerinnen und Influencer laufend neue Outfits und Trends präsentieren. Mode findet im virtuellen Raum statt – was dabei unsichtbar bleibt sind die Menschen, die sie herstellen, Transporte, Ressourcenverbrauch und Entsorgung. Vor diesem Hintergrund macht es sich die Ausstellung „Look!“ im Marta Herford zur Aufgabe, die Mode und ihre Mechanismen kritisch zu hinterfragen. 

Sie zeigt künstlerische Arbeiten, die Produktions­bedingungen, Ressourceneinsatz und Körpernormen ebenso wie die sinnlichen, kreativen und subversiven Potentiale von Mode thematisieren. So stellt Zhanna Kadyrova für ihre Serie „Second Hand“ Objekte in der Form von Kleidungsstücken aus alten Fliesen her – in diesem Fall stammen sie aus einer ehemaligen Seidenfabrik in Kiew. Gerade die Tatsache, dass sie gebraucht sind, eine Vorgeschichte haben, lässt diese Objekte so wertvoll erscheinen – ein eindrucksvoller Gegenentwurf zum „Neu ist immer besser“. Selbst machen (und denken) statt nur zu konsumieren – dazu möchte die Ausstellung im Marta einladen. Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Fashionwelt ergänzen die künstlerischen Arbeiten und laden zur Selbstreflektion ein. Gelegenheit zum Anfassen und Ausprobieren bietet die museumspädagogische „Insel im Marta“, die der Künstler Adrien Tirtiaux in eine experimentelle Textilwerkstatt verwandelt hat.

LOOK! Enthüllungen zu Kunst und Fashion
04.09.21–06.03.22 

Marta Herford
Goebenstr. 2–10
Tel. 05221-9944300
32052 Herford
Di–So 11–18 Uhr
www.marta-herford.de

Aktuelle Beiträge aus dem Umland

  • Abbildung von Gerhard Uhlig. Ohne Titel. 1967
    Stadtmuseum Historisches Rathaus Warendorf: Gerhard Uhlig05.01.26 - 13:34

    „Form und Gestalt. Landschaft als Motiv“ lautet der Titel der Ausstellung von Gerhard Uhlig, die das Dezentrale Stadtmuseum von Januar bis April 2026 im Historischen Rathaus in Warendorf präsentiert. Als Kunstbeauftragter der Bezirksregierung Münster prägte Gerhard Uhlig (1924–2015) den Kunstunterricht am Gymnasium der 1970er- und 80er-Jahren maßgeblich. Wie sehr er zugleich als Künstler wirkte, wird in Warendorf deutlich: Im Mittelpunkt steht die Landschaft, die der Künstler über Jahrzehnte in vielfältigen Ausdrucksformen bearbeitete. Zu sehen sind frühe Arbeiten aus den 1950er-Jahren, Gemälde, Serigraphien und Collagen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren sowie sein Spätwerk der frühen 2000er-Jahre.

  • Abbildung von Peter August Böckstiegel. Blühender Kaktus. um 1927
    Museum Peter August Böckstiegel: Akte und Blumenschicksale05.01.26 - 11:45

    Mit „Akte und Blumenschicksale“ widmet sich das Böckstiegel-Museum zwei Werkgruppen, die in Peter August Böckstiegels Schaffen prägend sind. Während seine farbstarken Blumenstillleben fest mit seinem Namen verbunden sind, wirken die Aktdarstellungen im Kontext seiner vom bäuerlichen Leben geprägten Sujets eher ungewöhnlich. Dennoch begleiten sie ihn seit dem Dresdner Studium: von frühen anatomischen Studien über expressive Aquarelle und Lithografien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs bis hin zu intimen Darstellungen seiner Ehefrau.

  • Abbildung von Carl Grossberg. Selbstbildnis. 1928
    Von der Heydt-Museum: Carl Grossberg05.01.26 - 11:16

    Das Von der Heydt-Museum widmet sich der Wiederentdeckung eines der zentralen Maler der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). Sein in nur knapp zwei Jahrzehnten entstandenes Werk kreist um Architektur, Technik und Industrie. Mit formaler Klarheit und strenger Komposition entwickelte er eine Bildsprache, die von einem neuen, fotografischen Sehen geprägt ist und den technischen Fortschritt im frühen 20. Jahrhundert reflektiert.

  • Abbildung von Rebecca Horn. Concert for Anarchy. 2006
    Skulpturenpark Waldfrieden: Rebecca Horn05.01.26 - 10:55

    Mit der Ausstellung „Emotion in Motion“ widmet der Wuppertaler Skulpturenpark der 2024 verstorbenen Rebecca Horn eine umfassende Retrospektive. Gezeigt werden dreizehn Werke aus vier Jahrzehnten, darunter großformatige kinetische Skulpturen, die durch ihre Mechanik Klänge erzeugen. Rebecca Horn gilt als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr Werk umfasst Performances, Zeichnungen, Filme, Dichtung und Installationen. Früh entwickelte sie sogenannte Körperextensionen – objekthafte Erweiterungen des Körpers, die in performativen Situationen die Verletzlichkeit und Begrenzung menschlicher Existenz thematisieren.

  • Abbildung von Ausstellungsansichten „Robert Smithson in Europa“. Quadrat Bottrop 2025
    Quadrat Bottrop: Robert Smithson06.10.25 - 10:52

    Das Josef Albers Museum widmet dem US-amerikanischen Künstler Robert Smithson (1938–1973) eine Einzelausstellung. Im Fokus steht sein in Europa entstandenes Werk. „Robert Smithson in Europa“ vereint zentrale Arbeiten aus den Niederlanden, Großbritannien, Italien und Deutschland – mit besonderem Blick auf das Rheinland und das Ruhrgebiet. In Kooperation mit der Holt/Smithson Foundation und internationalen Museen werden Schlüsselwerke wie „Mirror Displacement: Indoors“ und „Chalk-Mirror Displacement“ (1969) gezeigt.

  • Abbildung von Jeanne'Arc. Foto: Lippisches Landesmuseum
    Lippisches Landesmuseum: 150 Jahre Hermannsdenkmal06.10.25 - 10:19

    Das Hermannsdenkmal feiert 2025 sein 150-jähriges Bestehen. Eine Ausstellung im Lippischen Landesmuseum nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Geschichte des Denkmals kritisch zu beleuchten – von der antiken Varusschlacht über das Lebenswerk des Erbauers Ernst von Bandel bis hin zur heutigen touristischen Attraktion. Unter dem Titel „Denk: Mal! – 150 Jahre Hermannsdenkmal“ zeigt die Schau: Das Hermannsdenkmal war nie nur ein steinernes Geschichtsbild. Es war politisches Symbol, Projektionsfläche nationaler Narrative und ist heute ein Beispiel dafür, wie sich historische Deutung im Laufe der Zeit verändert.

  • Werk von Oskar Kurt Döbrich. 1952
    Kunsthaus Rietberg: Oskar Kurt Döbrich26.09.25 - 10:51

    Der Münsteraner Künstler Oskar Kurt Döbrich (1911–1970), in seinem Freundeskreis kurz OKD genannt, gehört zu jener Generation, deren künstlerische Entwicklung durch den Nationalsozialismus tiefgreifend geprägt wurde. Früh gefördert von seinen Lehrern Leo Burgholz und Josef Wedewer, begann er 1933 ein Kunststudium an der Staatlichen Akademie in Berlin. Dort prägten ihn vor allem die Techniken der Alten Meister und die Zeichner der Romantik – Einflüsse, die sein Werk bis zuletzt durchziehen. In dieser Zeit entstanden Kontakte zu Otto Pankok und Conrad Felixmüller, mit denen ihn ein reger Austausch verband.

  • Abbildung von Konrad Klapheck. Frustration. 1981
    Schloss Cappenberg: Konrad Klapheck26.09.25 - 10:13

    Maschinen als Metaphern: Mit seinen „dienenden Maschinen“ – Apparaten ohne erkennbare Funktion – stellte der Düsseldorfer Maler und Grafiker Konrad Klapheck (1935–2023) zentrale Fragen zu Technik, Arbeit und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Die Ausstellung „Nicht von Menschenhand“ im Museum Schloss Cappenberg widmet sich diesen Werken, in denen Maschinen symbolisch für kulturelle Rollen und gesellschaftliche Zwänge stehen.

  • Diese Abbildung ist aus bildrechtlichen Gründen nicht mehr verfügbar.
    Kunstmuseum Ahlen: Ein Genuss! Früchte in der Kunst07.07.25 - 15:02

    Einen besonderen Genuss verspricht die gleichnamige Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen. Gezeigt werden Kunstwerke, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Obst auseinandersetzen. Das Thema mag zunächst trivial anmuten, doch das ist es keineswegs. Nicht nur in Form von Stillleben haben die verschiedensten Früchte schon immer eine besondere Anziehungskraft auf Kunstschaffende besessen. Seit Anbeginn der Malerei dienen sie als Vorlage für besonders farbige Motive, sind aber auch Symbole für die großen Themen der Menschheit: Sünde und Sinnlichkeit, Schönheit und Verfall, Lebensfreude und Glauben. Die in Ahlen gezeigten Werke stammen von einigen der renommiertesten Kunstschaffenden des 20. und 21. Jahrhunderts.

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Seit 1998 stellt das Magazin kunst raum münster jeweils vierteljährlich das regionale Kunstgeschehen vor. Mit rund 200 Terminen und vielen Aus­­stellungs­besprechungen bietet es die umfassendste gedruckte Zusammen­stellung von Kunstterminen für Münster und das Münsterland bis in die angrenzende Weser-Ems-Region, Ostwestfalen-Lippe und das Ruhrgebiet. Die gedruckte Ausgabe erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.

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