Sonntagsrundgänge 2021

Unterstützt durch das Kulturamt der Stadt Münster laden wir Kunst­interessierte auch in diesem Herbst zu einer Entdeckungstour durch Münsters Kunstszene ein. Auf verschiedenen Routen erkunden wir an vier Sonntagen zwischen 11 und 13 Uhr Ausstellungen im Hafen, in der Innenstadt und rund um den Germania Campus.

Kosten: Es gilt das Pay-what-you-want-Prinzip: Jeder zahlt so viel wie er mag und kann, immer im Anschluss an die Tour // Hygiene: Teilnehmende müssen beim Start ihrer Tour nach­weisen, dass sie entweder vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind (3G-Regel). Während der Tour besteht Maskenpflicht in Innenräumen. // Anmeldung: Da wir nur in kleinen Gruppen in die Ausstellungen gehen, sind die Plätze begrenzt. Buchungen sind ab Fr. 5.11.21 möglich. Maximal dürfen 2 Plätze pro Tour gebucht werden. Buchungen mit mehr als 2 Plätzen können nicht berücksichtigt werden und werden vom System automatisch storniert. Mit Ihrer Buchung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre Daten (Name, Anschrift, Email) gespeichert werden. Die Daten werden ausschließlich zur Organisation der Rundgänge sowie zur Rückverfolgbarkeit von Infektions­ketten in Zusammenhang mit dem Coronavirus verwendet und nach vier Wochen gelöscht.

Ab 21. November gilt die 2G-Regel!

Mit Blick auf die steigenden Corona-Inzidenzen haben wir uns entschlossen, den aktuellen Empfehlungen der Stadt Münster zu folgen und alle Rundgänge ab 21. November 2021 unter 2G-Bedingungen stattfinden zu lassen. Teilnehmende müssen somit beim Start ihrer Tour nachweisen, dass sie entweder geimpft oder genesen sind. Zusätzlich müssen entweder Personalausweis oder Führerschein zum Abgleich vorgelegt werden. Ausnahmen gelten in folgenden Fällen: Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Nachweis. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gilt weiterhin 3G. Aufgrund der Schultestungen gelten sie als getestet und benötigen deshalb keinen Immunisierungs- oder Testnachweis. Erwachsene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, benötigen ein ärztliches Attest sowie einen negativen Antigen-Schnelltest. Dieser darf laut der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW (Fassung ab 10. November 21) maximal 24 Stunden alt sein.

Die Maskenpflicht in Innenräumen, sowie die gültigen Abstands- und Hygieneregeln gelten natürlich weiterhin.

Janus Hochgesand. ohne Titel. 2020
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021

RUNDGANG 1: INNENSTADT
Sonntag 14.11.2021, 11–13 Uhr

Treffpunkt: dst.galerie, Hafenstr. 21

Malerei, Zeichnung und Animation stehen im Fokus dieser Tour: Auf der ersten Station begegnen wir in der dst.galerie Werken von Janus Hochgesand. Für seine farbintensiven Bilder legt der Hamburger Künstler den Pinsel beiseite und die Leinwand auf den Boden. Mit Händen und Schuhen trägt er die Farbe auf: mal dick und pastos, mal wässrig leicht. Seine vor allem durch ihre Materialität bestechende Malerei steht in starkem Kontrast zu den Arbeiten von Johanna K. Becker und Dagmar Keller auf der zweiten Station im no cube. Beide Künstlerinnen haben während der Pandemie unabhängig voneinander begonnen, sich mit 3D-Animation auseinander­zusetzen. In ihrer gemeinsamen Ausstellung „Out of True“ zeigen sie erstmals Arbeiten aus diesen neuen Werkreihen. Die Tour endet mit einer Entdeckungsreise durch das Programm der Hachmeister Galerie mit Malerei und Zeichnung von B wie Hans Breder bis Z wie Jochen Zellmann.

Zu Besuch in der Ateliergemeinschaft Schulstraße

RUNDGANG 2: NORDEN
Sonntag 21.11.2021, 11–13 Uhr

Treffpunkt: Förderverein Aktuelle Kunst, Fresnostr. 8

Ein Kunstverein, eine Galerie und ein Atelierhaus sind die Stationen dieser Tour rund um den Germania Campus. Den Auftakt macht die Ausstellung „Workaround“ im Förderverein Aktuelle Kunst. Sie bringt die Künstler Bastian Buddenbrock und Ege Kanar zusammen, die sich in ihrer gemeinsamen Installation mit dem Körper und seiner Bewegung im Raum auseinandersetzen. Anschließend begegnen wir im FB69 den Malereien, Zeichnungen und Keramiken von Isabelle Schober. Wie der Titel „DOG SHOW“ schon vermuten lässt, dreht sich hierbei vieles um den beliebten vierbeinigen Begleiter des Menschen. Die Tour endet mit dem Besuch eines Künstlerateliers in der Ateliergemeinschaft Schulstraße.

Sigmar Polke. Doppelporträt. 2006
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

RUNDGANG 3: HAFEN
Sonntag 28.11.2021, 11–13 Uhr

Treffpunkt: Hafenplatz

Auftakt der Tour bildet die Produzentinnengalerie So-66, in der Crista Book und Ruth Stuckenberg Fotografie und Malerei auf Plexiglas präsentieren. Im Anschluss geht es weiter zum Speicher II in die Galerie Mike Karstens, in der es druckgrafische Werke von niemand Geringerem als Sigmar Polke zu bewundern gilt. Der 2010 verstorbene Ausnahmekünstler arbeitete in der letzten Dekade seines Lebens mit dem Münsteraner Drucker, Editeur und Galeristen zusammen, der Polkes Ideen zu einer neuen Ausdrucksform verhalf. Die Tour schließt mit der erst tags zuvor eröffneten Ausstellung „Nimmersatt? Gesellschaft ohne Wachstum denken“ in der Kunsthalle Münster. Brand­aktuell und kritisch setzen sich internationale Künstlerinnen und Künstler mit dem Wachstumszwang unserer westlich-modernen Gesellschaft auseinander. Die Ausstellung, die parallel auch im LWL-Museum für Kunst und Kultur und im Westfälischen Kunstverein läuft, richtet den Blick aber auch nach vorn und stellt die Frage, ob wir fähig sind, neue Wege zu gehen.

Anita Molinero. o.T. 2009. CAB Grenoble. Foto: Christophe Levet

RUNDGANG 4: INNENSTADT
Sonntag 05.12.2021, 11–13 Uhr

Treffpunkt: Westfälischer Kunstverein, Rothenburg 30

Die Tour beginnt mit einer Fortsetzung: Nach der Kunsthalle Münster besuchen wir mit dem Westfälischen Kunstverein eine weitere Station der Ausstellung Nimmersatt. Direkt vor seinem Eingang treffen wir auf eine Skulptur aus Plastikabfällen. Geschaffen hat sie die französische Künstlerin Anita Molinero, für die Abfall und Plastikmüll – nicht etwa Marmor oder Bronze – exemplarisch für die Skulptur im 21. Jahrhundert stehen. Es folgen zwei Abstecher in Galerien, die für uns exklusiv am Sonntag ihre Türen öffnen: Die Galerie Clasing & Etage präsentiert mit Juan del Rio einen Künstler, der im Gegensatz zu Molinero eher mit klassischen Materialien wie Papier oder Pappe arbeitet und in seinen Collagen ein starkes Gespür für Materialität entwickelt. In der Galerie Frye & Sohn begegnen wir schließlich mit Frank Kunert einem Fotografen, der uns mit seinem tiefgründigen Humor in die Irre führt.