Rundgänge für Familien und Erwachsene

In diesem Jahr kann der Schauraum wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Trotzdem muss niemand auf die bekannten Rundgänge verzichten. Unterstützt durch das Kulturamt der Stadt Münster laden wir alle kunstinteressierten Münsteranerinnen und Münsteraner an sechs Wochenenden im August bis Oktober zu einer Entdeckungstour durch Münsters Kunstszene ein. Auf verschiedenen Routen erkunden wir in kleinen Gruppen Ausstellungen im Hafen, in der Innenstadt und rund um den Germania Campus. Die Kulturrucksack-Familienrundgänge (samstags von 14–15.30 Uhr) wenden sich an Kinder im Alter von 10–14 Jahren, ihre Familien und Freunde. Die Sonntagsrundgänge (11–13 Uhr) richten sich an Erwachsene.

Kosten: Die Teilnahme an den Kulturrucksack-Führungen ist kostenfrei. Für die Sonntagsrundgänge gilt das Pay-what-you-want-Prinzip: Jeder zahlt so viel wie er mag und kann – immer im Anschluss an die Tour.

Hygiene: Es gelten die aktuellen Corona-Hygieneauflagen und Abstandsregelungen. Deshalb bitte 5 Minuten vor Beginn der Tour am jeweiligen Treffpunkt sein und einen Mund-Nasen-Schutz mitbringen.

Anmeldung: Da wir nur in kleinen Gruppen in die Ausstellungen dürfen, sind die Plätze begrenzt. Erst mit unserer schriftlichen Bestätigung ist die Anmeldung verbindlich.

Leider ist keine Anmeldung mehr möglich, da alle Rundgänge ausgebucht sind!

Informationen zu weiteren Touren: Kristina Schade, Tel. 0251-399450 oder NEWSLETTER BESTELLEN

Kulturrucksack-Familienrundgänge

Auf drei unterschiedlichen Routen erkunden wir spannende Ausstellungen und treffen dabei immer eine Künstlerin oder einen Künstler persönlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die anderthalbstündigen Touren finden in Begleitung mindestens einer erwachsenen Aufsichtsperson statt. 

Tour 1: Hafen, Samstag 29.08.2020, 14–15.30 Uhr
Der Hafen gehört zu den spannendsten Orten für Kunst in Münster. Galerien, von Künstlern selbst verwaltete Ausstellungsräume und der große Speicher II mit seinen vielen Künstlerateliers liegen hier Tür an Tür. In einer Produzentengalerie treffen wir eine Künstlerin, die filigrane Wandobjekte aus Porzellan geschaffen hat. Im Speicher II blicken wir hinter die Kulissen der Kunstproduktion und treffen Künstler in ihrem Atelier. In einer Galerie lernen wir die Werke eines Künstlers kennen, der vielen als TV-Satiriker bekannt ist. Seine großformatigen Fotografien, die er gemeinsam mit Gemälden einer befreundeten Künstlerin ausstellt, sehen gemalten Bildern zum Verwechseln ähnlich.

Treffpunkt: Hafenplatz, Höhe Vapiano, 48155 Münster | ausgebucht

Tour 2: Innenstadt, Samstag 12.09.2020, 14–15.30 Uhr

Ein 3×2 Meter langer Teppich aus zerschlagenem Porzellan, eine von einer Künstlerin und einer Modedesignerin gemeinsam geschaffene Shirt-Kollektion und Werke von drei Szenekünstlern aus Berlin – das sind die Zutaten dieser Tour, die entlang des Bahnhofsviertels in die Innenstadt führt. Ihr lernt, wie Dinge durch Kunst eine neue Seele bekommen, trefft eine Künstlerin, die sich in ihren Werken fast ausschließlich mit Tieren beschäftigt, und erlebt Bilder in Farben, die auf den Leinwänden förmlich zu explodieren scheinen.

Treffpunkt: dst.galerie, Hafenstr. 21, 48153 Münster | ausgebucht

FB69: Arabella Proffer. Let’s roll. 2020

Tour 3: Norden, Samstag 26.09.2020, 14–15.30 Uhr

Frauen in Kunst und Fußball – was haben sie gemeinsam? Diese Frage stellt eine Ausstellung am Germania Campus – und findet eine Antwort: Beide benachteiligen Mädchen und Frauen. Damit dies anders wird, zeigen Künstlerinnen Werke, bei denen sich alles um das Thema Fußball dreht. Auf unserer Tour entlang der Grevener Straße kommen Künstlerinnen definitiv nicht zu kurz: Wir besuchen einen Kunstverein, der eine Künstlerin präsentiert, die mit ihren Performances und Installationen unseren Blick auf bekanntes und gewohntes verändern will. Unser letzter Halt gilt einer Ateliergemeinschaft, deren Mitglieder in der Mehrzahl weiblich sind.

Treffpunkt: Wasserbecken am Germania-Campus, 48159 Münster | ausgebucht

Sonntagsrundgänge

Rundgang 1: Innenstadt, Sonntag 30.08.2020, 11–13 Uhr

Installation und Grafik stehen im Fokus dieser Tour: Den Auftakt bildet die dst.galerie mit Beate Höings monumentaler Bodenarbeit „playing by heart“. Von den Ornamenten der Orientteppiche inspiriert, ist das Material, aus dem die Coesfelder Künstlerin ihre 2x3m lange Arbeit fertigt, überraschend: Es handelt sich um zerschlagenes Porzellan. Ebenso ungewöhnlich die Mixtur aus Kunst und Mode einer Crossover-Ausstellung im no cube: Bildhauerin Anne Kückelhaus und Modedesignerin Tanja Kriebel präsentieren ihre gemeinsam geschaffene Kollektion aus tragbarer Kunst. Die Tour endet mit Farbholzschnitten von Anastasiya Nesterova in der Galerie Nettels, die um die Themen Wasser, Landschaft und weite Horizonte kreisen.

Treffpunkt: dst.galerie, Hafenstr. 21, 48153 Münster | ausgebucht

Rundgang 2: Hafen, Sonntag 06.09.2020, 11–13 Uhr

Noch vor der Vernissage darf auf dieser Tour das Ausstellungsprojekt 1799m2 der Düsseldorfer Künstler Andreas Bee, Gisela Happe, Jürgen Hille, Jan Kolata und Peter Schwickerath betreten werden. Der Titel spielt auf die Fläche der Ausstellungshalle Hawerkamp an, in die raumgreifende Installationen einziehen werden. Deutlich enger wird es wenige hundert Meter weiter im So-66, in der die Künstlerinnen dieser Produzentengalerie „Träume von helleren Tagen“ hegen. Mit dem raumprogramm stellt die Tour schließlich eine ganz junge, erst in diesem Frühjahr eröffnete Galerie vor. Sie widmet sich in der Reihe „Architektur und Zeichnung“ dem in Münster sehr bekannten Architekten Peter L. Wilson.

Treffpunkt: Hafenplatz, Höhe Vapiano (Hafen) | ausgebucht

Galerie Ostendorff: Christian Awe. Milky Way. 2020

Rundgang 3: Innenstadt, Sonntag 13.09.2020, 11–13 Uhr

Drei alteingesessene Galerien – dreimal Malerei – so lauten die Zutaten dieser Tour, bei der wir auf der ersten Station in der Galerie Frye & Sohn den Werken des Schanze-Künstlers Ernst Hase begegnen – ein Nachtrag an das 100jährige Jubiläum dieser münsterschen Künstlergemeinschaft im vergangenen Jahr. Auch die zweite Station widmet sich einer Künstlerin aus Münster: Das Werk Catinka Anczykowskis, welches die Galerie Clasing & Etage ausstellt, ist geprägt von Ölbildern in aquarellartigem Duktus und Collagen mit Seidenpapieren. Es war ihr Vater Heinrich Clasing, der die gleichnamige Galerie 1935 gründete, nachdem er sein Studium beim Bauhaus in Dessau und Berlin abgeschlossen hatte. Ein Zeitsprung ins Hier und Jetzt führt uns zur letzten Station in die Galerie Ostendorff und zu den Bildern dreier Künstler aus Berlin, die mit der Kraft der Farbe arbeiten – allerdings mit sehr unterschiedlichen Zielsetzungen.

Treffpunkt: Rathausinnenhof, 48143 Münster | ausgebucht

Kunsthalle Münster: Daniel Steegmann Mangrané. Fog Dog (Lady at Stairs). 2020. Foto: Andrea Rossetti

Rundgang 4: Hafen, Sonntag 27.09.2020, 11–13 Uhr

Die Tour in den Hafen führt auf einer ersten Station in die Galerie Laing zu zwei Künstlern, die in einem alten Bunker in Düsseldorf Tür an Tür arbeiten: Jiny Lan und Dieter Nuhr. Den Bildern der chinesischen Malerin Lan stellt der bekannte Satiriker und bildende Künstler Nuhr Fotografien von altem Mauerwerk entgegen, die in Komposition und Farbklang ebenfalls an Malerei erinnern. Fotografie gibt es auch in der Kunsthalle Münster zu sehen: Direkt am Eingang in Form des Auges eines Hundes – „Dog Eye“ so der treffende Titel der Ausstellung von Daniel Steegmann Mangrané. Es durchläuft in der Ausstellung in einem Netz aus Arbeiten unterschiedlicher Medien eine spannende Metamorphose.

Treffpunkt: Hafenplatz, Höhe Vapiano (Hafen) | ausgebucht

FB69: Anke Feuchtenberger. Torfrau. 2017

Rundgang 5: Norden, Sonntag 04.10.2020, 11–13 Uhr

Eine Galerie und ein Kunstverein liegen auf dieser Tour rund um den Germania Campus. Den Auftakt macht das FB69 mit einer Ausstellung zum Frauenfußball – einem weder auf dem Platz noch in der Kunst besonders beachteten Thema. Für den Galeristen Kolja Steinrötter sieht das anders aus: Er trainiert in seiner Freizeit eine Frauen­fußball­mannschaft und stellt seit langem ausschließlich Künstlerinnen aus. Diese spielen in der Gruppenschau „See her play“ auf den Mangel an Sichtbarkeit und die fehlende Unterstützung durch Sponsoren im Frauenfußball an – ein Thema, das leider auch Frauen im Kunstbetrieb nicht unbekannt ist. Passend dazu widmet sich der zweite Tour-Stopp im Förderverein Aktuelle Kunst der Rauminstallation „The new normal“ von Beate Körner aus Leipzig, die unseren Blick auf Bekanntes und Gewohntes kritisch reflektiert.

Treffpunkt: Wasserbecken am Germania-Campus | ausgebucht

Rundgang 6: Innenstadt, Sonntag 11.10.2020, 11–13 Uhr

Die Stationen dieser Tour stehen noch nicht fest. Informationen folgen in Kürze.

Treffpunkt: Rathausinnenhof | ausgebucht