Kunsthaus Kannen: In der Meeresweite meiner Seele

Vision und Figuration – Gruppenausstellung

Lisa Urban. Blühende Frau. 2020

Mark Stevens. Abstraktes Porträt. 2019

Von Kerstin Schneider  Das Kunsthaus Kannen präsentiert in einer Gruppenausstellung Werke von Marc Czyzewski, Jürgen Essing, Werner Otto Lexa, Hans Oberle, Sven Redlich, Mark Stevens, Nicole Szlachetka und Lisa Urban. Unter dem Titel „In der Meeresweite meiner Seele…“ werden Objekte, Zeichnungen und Malerei gezeigt, die innere Bilder, Begegnungen und Empfindungen sichtbar machen. Die Kunstwerke sind Ergebnisse eindringlicher Selbstreflexion und berühren dabei Themen wie Sexualität, Religion, Erinnerungen und Traumata. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 5. April um 15 Uhr statt.

Vor ungefähr 1700 Jahren schrieb der Theologe Augustinus: „In der Meeresweite meiner Seele ist alles voll von Bildern großer Dinge […] und da begegne ich auch mir selbst“. Unter diesem Motto stehen die Werke der acht Künstlerinnen und Künstler. Ihnen allen ist gemein, dass sie in ihrer Kunst innere Bilder sichtbar machen. Sie schöpfen aus Begegnungen, Erinnerungen und Gefühlen, um ihren Vorstellungen ein Äußeres zu verleihen. Die entstandenen Werke können auf verschiedene Weisen gelesen werden. Sujets wie Sexualität, Selbst- oder Fremdwahrnehmung, Kreativität, Spiritualität und Symbolik können entdeckt werden. Indem sie räumlich oder bildlich dargeboten werden, können die Betrachtenden sie gedanklich weiterentwickeln und erforschen. In dieser Ausstellung geht es dabei auch um die Wahrnehmung und Reflexion von Ähnlichkeiten, denn die künstlerischen Arbeiten werfen mit ihren mal figürlichen, mal abstrakten Formen Fragen auf: Inwiefern gleichen sich Sinnes- und Sexualorgane? Wie verwandt sind sich (Körper-)Öffnungen und Wunden, Sehen und Verletzen?

Kunsthaus Kannen
In der Meeresweite meiner Seele
11.10.20–31.01.21

Alexianerweg 9
48163 Münster
Tel. 02501-96620560
Di–So 13–17 Uhr
www.kunsthaus-kannen.de