Kunsthalle Münster: Daniel Steegmann Mangrané

Dog Eye

Fog Dog. 2020. Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin. Filmstills © Daniel Steegmann Mangrané

Mit „Dog Eye“ zeigt die Kunsthalle Münster die erste Einzelausstellung des in Brasilien lebenden Künstlers in einer deutschen Institution. Seine Werke – darunter Installationen, Filme, Soundarbeiten, Fotografien, Zeichnungen, Hologramme und Skulpturen – zeichnen sich durch einen poetischen Ansatz aus, bei dem sich geometrische und abstrakte Formen mit natürlichen Elementen überschneiden: Äste, Blätter, Insekten und jüngst auch Hunde fungieren als integrale Bestandteile der Werke von Daniel Steegmann Mangrané. Er kreiert ein Gefüge, das uns dazu veranlasst, unsere Position in der Welt und damit auch unsere Haltung zu unserer Umwelt zu befragen. Dabei gilt es, die vorherrschende westliche Wahrnehmung, die auf einem binären Denken von Subjekt und Objekt, Natur und Kultur beruht, zu überdenken.

Die Ausstellung bringt neuere und ältere Werke des Künstlers zusammen. Zentral sind dabei die beiden filmischen Arbeiten „Fog Dog“ (2019/2020) und „Phasmides“ (2012), um die herum sich ein Netzwerk aus Werken unterschiedlicher Medien entspinnt. Dabei verdeutlicht die Zusammenschau seiner Werke sein Interesse an unterschiedlichen Möglichkeiten der Wahrnehmung. Darüber hinaus misst Daniel Steegmann Mangrané, beeinflusst durch den Neo-Konkretismus – eine Bewegung, die zwischen den späten 1950er und frühen 1960er Jahren in Brasilien aufkam –, dem Format der Ausstellung noch eine weitere Bedeutung bei: die unmittelbare körperliche Erfahrung der RezipientInnen, die historisch einem Prozess der Demokratisierung der Kunsterfahrung beschreibt.

Kunsthalle Münster
Daniel Steegmann Mangrané
Dog Eye
bis 22.11.20

Speicher II
Hafenweg 28
48155 MS
Tel. 0251-6744675
Di–So 12–18 Uhr
www.kunsthallemuenster.de