Städtische Museen und Galerien Paderborn

Galerie in der Reithalle: Stefan Rohrer. Arancio. 2011

Galerie in der Reithalle: Dorothy Fratt. Red and Green. 1975 © Museum Art.Plus/Art.Plus Foundation

Stadtmuseum Paderborn: Kalle Noltenhans. Detmolder Straße

Museen stellen Ausstellungen ins Netz

Die Städtischen Museen und Galerien Paderborn haben neue Angebote der digitalen Kunstvermittlung entwickelt und präsentieren diese nun auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite. Trotz geschlossener Museumstüren können Kunstinteressierte die Ausstellungen des Museumsquartiers sehen. So führt die Leiterin der Abteilung Städtische Museen und Galerien Dr. Andrea Brockmann in zwei von Roman Schauerte produzierten Filmen durch die Ausstellung „Intermezzo #1“ im Kunstmuseum und gibt einen ersten Einblick in die geplante Ausstellung „Farbe und Form“ mit Dorothy Fratt & Stefan Rohrer in der Galerie in der Reithalle. „Durch die Kamera können die Zuschauerinnen und Zuschauer vorab das Ausstellungskonzept kennenlernen und dabei ungewöhnliche Skulpturen und Gemälde entdecken.“, berichtet die Kuratorin begeistert von dem neuen Angebot. „Wir gehen kreativ mit der Situation um“.

Dr. Andreas Neuwöhner hat kleine Videos zur Glaskunst von Heiner Düsterhaus aufgenommen und wirft zusammen mit Dr. Silke Köhn Streiflichter auf die Werke der Ausstellung „Jäger und Beute“ im Residenzmuseum.

Das ganze Museumsteam ist dabei, digitale Rundgänge, kleine Videos, Blicke hinter die Kulissen der Museumsarbeit, Quizfragen und Objektbeschreibungen zu entwickeln. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beginnen, sich für die Möglichkeiten der digitalen Kunstvermittlung zu öffnen und lassen sich von neuen Ideen begeistern“, beobachtet die wissenschaftliche Volontärin Saskia Holsträter, die sich während ihres Studiums auf diesen Bereich spezialisiert hat und sich nun freut, ihre Ideen hier direkt umsetzen zu können.

Das Stadtmuseum sendete bereits die vierte Folge des Livestreamformats „Kulturheimspiel spezial“, um die lokale Kulturszene zu unterstützen. Die im Museum ausgestellten Fotografien von Kalle Noltenhans sind auf der Internetseite www.qualle.nrw zu sehen.

„Wir laden unsere Besucherinnen und Besucher herzlich ein, sich ebenfalls digital begeistern zu lassen, bis wir uns hoffentlich bald in den wiedereröffneten Museumsräumen sehen“, schlägt Dr. Andrea Brockmann vor und hofft, dass die Vorfreude auf den Kunstgenuss vor den realen Objekten dadurch noch gesteigert wird.

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