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Haus Opherdicke

Edgar Ende

Wundersame Visionen

Edgar Ende (1901–1965) gilt als einer der wichtigsten deutschen Vertreter des Surrealismus. Seine symbolisch aufgeladenen Motive bewegen sich zwischen Traum- und Albtraum, sind in ihrer subjektiven Wirklichkeit ebenso konkret wie absurd und befremdlich. Mit seinen visionären Bildern setzte er nicht zuletzt einen Gegenentwurf zu den Schrecken des Krieges. Unter dem Titel „Melancholie und Verheißung“ zeigt das Haus Opherdicke derzeit Endes Werke, darunter Gemälde, Grafiken und Skizzen. Diese sind umso wertvoller vor dem Hintergrund, dass ein Großteil seiner Arbeiten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Mysteriöse Konstrukte aus Kugeln und Fallschirmen, die neben einem Miniaturschiff in einem Zimmer schweben, ein Auge, das aus einer geometrischen Konstruktion heraus auf eine arktische Landschaft blickt – Edgar Endes Darstellungen sind keineswegs abstrakt, dennoch stellen sie den Betrachter vor ein Rätsel: nur aus Träumen können solche Bilder stammen. Ende schloss sich tatsächlich oft in sein abgedunkeltes Atelier ein und wartete, abgeschirmt von der Umwelt im Schein einer Taschenlampe, auf inspirierende Visionen. Er beschäftigte sich früh mit Mythologie und Mystik, Alchemie und Psychoanalyse, studierte nach Ende des Ersten Weltkriegs Kunst. Unter dem nationalsozialistischen Regime wurde Endes Schaffen als entartet diffamiert und ihm das Ausüben seiner künstlerischen Tätigkeit erschwert. Die meisten seiner frühen Arbeiten verbrannten im Krieg bei einem Fliegerangriff . Doch unermüdlich arbeitete Edgar Ende in der Nachkriegszeit weiter. Seine Gedankenwelt lebt auch in den Romanen und Erzählungen seines Sohns Michael Ende fort, der von den Bildern seines Vaters stark beeinflusst wurde..

|  Janneke Schoene

bis 24.02.19

Haus Opherdicke  |  Dorfstr. 29  |  Tel. 02301-9183972

59439 Holzwickede  |  Di–So 10.30–17.30 Uhr

 

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